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                                        Informationsvorlage Nr. DS-00248/14
Status: öffentlich

Beratungsfolge:
Gremium

Termin

Zuständigkeit

Dienstberatung des Oberbürgermeisters

Information zur Kenntnis

Fachausschuss Allgemeine Verwaltung

23.09.2014

Information zur Kenntnis

Eingereicht von
Dezernat Allgemeine Verwaltung

Betreff
Statistischer Quartalsbericht II/2014 (eRIS: V/4064)

Rechtliche Konsequenzen
Der gemäß Ursprungsantrag gefasste Beschluss wäre
Rechtswidrig und/oder

Nachteilig für die Stadt Leipzig.

Zustimmung

Ablehnung

Zustimmung mit Ergänzung

Ablehnung, da bereits Verwaltungshandeln

Alternativvorschlag

Sachstandsbericht

Beschluss:

Prüfung der Übereinstimmung mit den strategischen Zielen:

Finanzielle Auswirkungen

nein

Kostengünstigere Alternativen geprüft

nein

Folgen bei Ablehnung

nein

wenn ja,

ja, Ergebnis siehe Anlage zur Begründung
ja, Erläuterung siehe Anlage zur
Begründung

Seite 1/3

Handelt es sich um eine Investition (damit aktivierungspflichtig)?

Im Haushalt wirksam
Ergebnishaushalt

von

bis

nein

ja, Erläuterung siehe Anlage zur
Begründung

Höhe in EUR

wo veranschlagt

Erträge
Aufwendungen

Finanzhaushalt

Einzahlungen
Auszahlungen

Entstehen Folgekosten oder Einsparungen?

Folgekosten Einsparungen wirksam
Zu Lasten
anderer OE

wenn ja,

nein

von

bis

Höhe in EUR (jährlich)

wo veranschlagt

Ergeb. HH Erträge
Ergeb. HH Aufwand

Nach
Durchführung
der Maßnahme

Ergeb. HH Erträge

zu erwarten
Ergeb. HH Aufwand (ohne
Abschreibungen)
Ergeb. HH Aufwand aus jährl.
Abschreibungen

Auswirkungen auf den Stellenplan
Beantragte Stellenerweiterung:
Beteiligung Personalrat

nein

wenn ja,

Vorgesehener Stellenabbau:
nein

ja,

Sachverhalt:

Anlagen:

Seite 2/3

Statistischer Quartalsbericht
II/2014

Themen:
Entwicklung der Leipziger Ortschaften
Bevölkerung an Hauptverkehrsstraßen
Wanderungsbefragung
Gehobenes Wohnsegment
Leistungsempfänger
Arbeitslose
Frauen in öffentlichen Unternehmen
Wetter im Großstadtvergleich

Amt für Statistik und Wahlen

LEIPZIGER STATISTIK UND STADTFORSCHUNG
Statistischer Quartalsbericht II/2014 [03/14]
Herausgeber:
Verantwortlich:
Redaktion Textteil:
Redaktion Statistikteil:
Technische Bearbeitung:
Verlag:
Druckerei:
Redaktionsschluss:

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen
Dr. Ruth Schmidt
Dr. Ruth Schmidt
Peter Dütthorn
Kathrin Siegert
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen
Stadt Leipzig, Hauptamt
22.08.2014

Gebühr:

7,- €

Alle Rechte vorbehalten.
Es ist nicht gestattet, ohne ausdrückliche Genehmigung des Amtes für Statistik und Wahlen
diese Veröffentlichung oder Teile daraus für gewerbliche Zwecke zu vervielfältigen oder in
elektronische Systeme einzuspeichern. Die Vervielfältigung dieser Veröffentlichung oder von
Teilen daraus ist für nicht gewerbliche Zwecke mit Angabe der Quelle gestattet.

Veröffentlichungen des Amtes für Statistik und Wahlen können wie folgt bezogen werden:
Postbezug (zuzüglich Versandkosten):
Stadt Leipzig
Amt für Statistik und Wahlen
04092 Leipzig

Statistischer Auskunftsdienst: Fon
Fax
E-Mail

Direktbezug:
Stadt Leipzig
Amt für Statistik und Wahlen
Burgplatz 1, Stadthaus, Raum 228

(0341) 123 2847
(0341) 123 2845
statistik-wahlen@leipzig.de

Internet http://statistik.leipzig.de
www.leipzig.de/wahlen

Zeichenerklärung:
0
.
/
p
davon
darunter
und zwar

= weniger als die Hälfte von 1 in der letzten besetzten Stelle,
jedoch mehr als nichts
= Veröffentlichung ist aus Datenschutzgründen nicht möglich
= nichts vorhanden
= Zahlenwert nicht sicher genug
= vorläufige Zahl
= Summe der Einzelpositionen ergibt Gesamtsumme (Aufgliederung)
= nur ausgewählte Einzelpositionen (Ausgliederung)
= teilweise Ausgliederung nach verschiedenen nicht summierbaren Merkmalen

Inhaltsverzeichnis

Seite

Kurzinformationen .........................................................................................................................

2

Die Leipziger Ortschaften – ein statistischer Blick auf den Stadtrand .............................................

4

Bevölkerungsentwicklung an den Leipziger Hauptverkehrsstraßen ...............................................

15

Meine Entscheidung für Leipzig. Ergebnisse der Wanderungsbefragung 2014 .............................

19

Das gehobene Wohnsegment in Leipzig .......................................................................................

25

Empfänger von SGB-II-Leistungen in Leipzig ................................................................................

31

Arbeitslose 2013 ............................................................................................................................

34

Frauen in Spitzengremien öffentlicher Unternehmen in Sachsen:
Empirische Befunde sowie Forschungs- und Handlungsbedarf .................................................

37

Leipzigs Wetter im Großstadtvergleich 2009 bis 2013 ...................................................................

41

Quartalszahlen ............................................................................................................................... 45

Aus dem Inhalt
14 Prozent der Leipziger Bevölkerung lebt in den Ortschaften am Stadtrand. Die Ortschaften haben
überwiegend eine positive Einwohnerentwicklung. Im Durchschnitt ist die Bevölkerung in den
Ortschaften um 3,5 Jahre älter. Die Einkommenssituation ist besser, die Arbeitslosigkeit geringer als im
sonstigen Stadtgebiet. 41 Prozent der Haushalte in den Ortschaften leben im Wohneigentum, im
sonstigen Stadtgebiet sind es nur 9 Prozent. Die Miete ist in den Ortschaften im Mittel etwas teurer.
Nach jahrelangem Rückgang nimmt seit 2001 der Bevölkerungsbestand an den Hauptverkehrsstraßen
wieder zu. Das Wachstum verläuft sogar dynamischer als das an Nicht-Hauptverkehrsstraßen und das
der Leipziger Gesamtbevölkerung.
Die Befragung von 10 000 Haushalten zum Thema „Meine Entscheidung für Leipzig als Wohnort“ hat
gezeigt, dass Leipzig eine attraktive Stadt für verschiedene Zuwanderergruppen, bei Weitem nicht nur
Studenten, geworden ist. Weiterhin ist festzustellen, dass kein Stadtgebiet grundsätzlich abgelehnt wird.
Sanierungen, Neubauten und Umwandlungen haben in den letzten Jahren zur übergroßen Mehrheit im
gehobenen Wohnsegment stattgefunden bzw. sind dort geplant. Damit wird der Leipziger
Wohnungsmarkt insgesamt attraktiver, differenzierter und vielfältiger. Zu beachten sind jedoch die damit
verbundenen Auswirkungen auf das Preisgefüge und insbesondere auf das preiswerte Wohnsegment.
Trotz weiteren Rückgangs der Zahlen bezieht nach wie vor ein relativ großer und im Stadtgebiet sehr
heterogen verteilter Teil der Leipziger Bevölkerung Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II.
Auch 2013 konnte in Leipzig ein Rückgang der Arbeitslosenzahl auf nunmehr 28 085 festgestellt
werden. Geblieben sind jedoch die großen Unterschiede zwischen den Ortsteilen.
Die Repräsentation von Frauen im Top-Management und in Aufsichtsgremien öffentlicher Unternehmen
bleibt in Sachsen weiterhin deutlich hinter den Zielmarken zurück, welche die Politik deutschlandweit
diskutiert und für die sie Gesetze bzw. Gesetzesinitiativen beschlossen hat.
Langjährige Wetterbetrachtungen lassen tendenziell - in geringem Maße und mit 2013 als Ausnahme erhöhte Sonnenstunden erkennen. Bei den Niederschlagsmengen ist kein eindeutiger Trend feststellbar.
Die Arbeitslosenquote sank in Leipzig mit Stichtag 30.06.2014 erstmals unter die Zehnprozentmarke –
9,9 Prozent, bezogen auf alle zivile Erwerbspersonen.
Im Verarbeitenden Gewerbe waren am Ende des ersten Halbjahres 2014 insgesamt 17 147 Personen,
d.h. 15,1 Prozent mehr als zum gleichen Vorjahreszeitpunkt, tätig.
Der Flughafen Leipzig-Halle vermeldete für das erste Halbjahr 2014, also noch vor Beginn der
Hauptflugzeit, bereits knapp eine Million Passagiere.
Mit 908 546 Besuchern konnte der Zoo im ersten Halbjahr 2014 fast 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr
zulegen. Das Stadtgeschichtliches Museum vermeldete gar einen Besucherzuwachs von 29,4 Prozent,
wobei der überwiegende Teil durch mehr Besucher des Völkerschlachtdenkmals erreicht wurde.
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

1

Kurzinformationen
... aus dem Stadtgebiet
Wanderungen im ersten Halbjahr 2014
Im ersten Halbjahr 2014 sind 14 216 Personen
nach Leipzig zu- und 9 667 weggezogen. Somit
wuchs die Stadt Leipzig wanderungsbedingt während dieser sechs Monate um +4 549 Einwohner.
Im selben Zeitraum des Vorjahres lag der Wanderungssaldo bei +3 788. Der Wanderungsgewinn
Leipzigs wird also auch 2014 mit hoher Wahrscheinlichkeit einen neuen Rekord erreichen.
Weiterhin ziehen vornehmlich die jungen
Erwachsenen nach Leipzig zu, wobei sich das
Zuwanderungspeak von den Anfang-20-Jährigen
auf die Mitte-20-Jährigen verschoben hat. Das
größte Wanderungsplus wurde im ersten Halbjahr
2014 bei den 24-Jährigen mit einem Wanderungssaldo von +337 Personen erreicht. Die Altersgruppe zwischen 19 und 29 Jahren erzielte insgesamt
einen positiven Wanderungssaldo von +2 701.
Diese 11 Altersjahrgänge tragen also 60 Prozent
des gesamten Wanderungsgewinns.
Ein Blick auf die Ortsteile zeigt, welche Gebiete
im Moment vornehmlich durch die Zuwanderungsgewinne wachsen. Die Ortsteile des Leipziger
Ostens (Neustadt-Neuschönefeld, Volkmarsdorf,
Anger-Crottendorf und Reudnitz-Thonberg) wuchsen binnen einen halben Jahres durch Zuwanderungsgewinnne um +952 Einwohner. In den Ortsteilen des alten Leipziger Westens (Plagwitz, Lindenau, Altlindenau, Neulindenau und Leutzsch)
lag der Wanderungsgewinn bei +818. Auch die
Grünauer Ortsteile (Stadtbezirk 6) profitierten vom
allgemeinen Wachstumstrend. 522 Personen
zogen im ersten Halbjahr 2014 per Saldo zu.
Schleußig, über viele Jahre bevorzugtes Zuzugsgebiet, ist nunmehr derjenige Ortsteil, der im
ersten Halbjahr 2014 mit großem Abstand die
meisten Wanderungsverluste verbuchte. Per Saldo verlor Schleußig wanderungsbedingt -148 Personen. Die Südvorstadt hatte im selben Zeitraum
mit -26 einen leicht negativen Wanderungssaldo.
Quelle: Einwohnerregister (Ordnungsamt)

Quelle: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Nürnberg

… aus Sachsen und darüber hinaus

… zu Leipzig im Vergleich
Adoptionen
Insgesamt 31 Kinder und Jugendliche wurden
2013 in Leipzig adoptiert, 13 Jungen und 18 Mädchen. Das waren neun Adoptionen weniger als im
Vorjahr. In Dresden wurden 46 Kinder adoptiert,
sachsenweit 245.
Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen

Niedriglohnempfänger in deutschen Städten
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hat die räumliche Verteilung von Niedrig2

lohnbeziehern mit Daten von 2009 analysiert.
Niedriglohnbezieher verdienen nach der OECDDefinition weniger als zwei Drittel des mittleren
Lohns (Median). In Deutschland ist ihr Anteil an
der Gesamtbeschäftigung verglichen mit den
1990er Jahren gestiegen und liegt heute mit etwa
25 Prozent höher als in den meisten europäischen
Ländern. Diese sind sehr ungleich über die
Landkreise verteilt. Die Städte mit der geringsten
Zahl an Niedriglohnverdienern liegen überwiegend
in Süddeutschland (darunter München mit 13 Prozent sowie Stuttgart und Frankfurt mit 16 Prozent),
während hohe Niedriglohnanteile vor allem in ostdeutschen Städten auftreten (z. B. Berlin mit 29
Prozent und Leipzig mit 35 Prozent). Die Stadtstaaten Bremen (24 Prozent) und Hamburg
(20 Prozent) liegen dazwischen. Allgemein spiegelt die räumliche Verteilung der Niedriglohnanteile die wirtschaftliche Lage auf Kreisebene wider.
Auch innerhalb von Städten sind Niedriglohnbezieher ungleich verteilt. Vergleiche zwischen
den Städten sind mit dem sogenannten Segregationsindex möglich. Ein Indexwert von 0 bedeutet,
dass sich die Niedriglohnempfänger proportional
zur Gesamtbevölkerung verteilen. Je höher der
Index, desto stärker die Segregation, theoretisch
kann der Index den Maximalwert 100 annehmen.
Um die unterschiedlichen Lohnniveaus in den
Städten zu berücksichtigen, wird hierbei der
stadtspezifische mittlere Lohn (Median) zugrunde
gelegt. Im Ergebnis zeigen sich zum Teil deutliche
Unterschiede im Ausmaß der innerstädtischen
Segregation. Diese ist in Stuttgart und München
mit Indexwerten unter 15 am niedrigsten und in
Leipzig (19,3) und Frankfurt (20,2) deutlich höher.
Dresden liegt mit 17,2 im Mittelfeld. Die Autoren
decken erste Anhaltspunkte auf, welche Eigenschaften von Städten Segregation beeinflussen
könnten: Negativ wirke das allgemeine Einkommensniveau, positiv der Fortschritt des Strukturwandels. Die Stadtgröße sei hingegen irrelevant.

Konjunktur in Mitteldeutschland 2014
Laut einer aktuellen Umfrage unter 1 995 Mitgliedsunternehmen der Handwerks- bzw. Industrie- und Handelskammern Leipzig und HalleDessau haben sich die Geschäftserwartungen erheblich verbessert. Der Konjunkturklima-Index
(Saldo aus der Differenz der Prozentanteile positiver und negativer Meldungen) steigt gegenüber
dem Frühjahr 2013 um 18 Punkte und erreicht mit
fast 71 Punkten eine neue Bestmarke. Damit ist
die konjunkturelle Schwächephase überwunden.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

Der Saldo aus guten und schlechten Lagebeurteilungen der Unternehmen klettert um 19 auf
+35 Punkte und erreicht damit das beste Frühjahresergebnis seit Beginn der Befragungen im
Jahr 2002. Diese positive Entwicklung ist ein deutliches Indiz dafür, dass sich die Region in einem
kräftigen Aufschwung befindet.
Der Saldo der Geschäftserwartungen steigt auf
+15 Punkte und liegt weiterhin deutlich im positiven Bereich. Der Saldo der Exporterwartungen
steigt von +9 auf +22 Punkte.
Die Investitionsplanungen steigen von +6 auf
+12 Punkte. Die Personalplanungen verharren bei
stabilen +4 Punkten.
Quelle: Handwerkskammer Halle, Handwerkskammer zu Leipzig,
Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau und Industrie- und
Handelskammer zu Leipzig

Immer mehr Studierende
Das neue Studienjahr beginnt in Kürze, auch in
Leipzig wird wieder mit vielen neuen Studienanfängern gerechnet. Dennoch gibt es für die
Hochschulen ein Problem, auf welches das Institut
der deutschen Wirtschaft in Köln letztlich hinwies:
Einerseits gibt es immer mehr Studenten, andererseits ist der Anteil der hochkompetenten Schüler
seit Jahren konstant. Im Jahr 2003 verfügten nur
rund 39 Prozent der 18- bis 20-Jährigen über
einen Schulabschluss, der zum Studium berechtigt, 2012 waren es fast 54 Prozent – dabei sind
die doppelten Abiturientenjahrgänge bereits herausgerechnet. Auch die Studienanfängerquote hat
zugenommen. Nahmen 2003 knapp 39 Prozent
eines Jahrgangs ein Studium auf, so sind es mittlerweile rund 51 Prozent. Kaum verändert hat sich
dagegen das Potenzial der leistungsstarken Schüler. 39 bzw. 33 Prozent der 15-jährigen Schüler
weisen beim PISA-Test eine hohe Kompetenz in
Mathematik bzw. beim Lesen auf. Die Wissenschaftler des Instituts der deutschen Wirtschaft
weisen auf die Konsequenzen hin: Da der Kreis
der Studenten größer wird, der Anteil der PISAKlassenbesten aber in etwa gleich bleibt, schreiben sich nun vermehrt Schulabsolventen an den
Hochschulen ein, die lediglich durchschnittliche
PISA-Kompetenzen erreichten. Ein Teil der heutigen Studienanfänger hinkt früheren Erstsemestern rein rechnerisch deshalb bis zu einem halben
Schuljahr in Mathematik und beim Leseverständnis hinterher. Dennoch, so die Wissenschaftler,
seien die heutigen Studienanfänger nicht weniger
leistungsfähig als frühere Jahrgänge – sie bringen
nur andere Fähigkeiten mit als die klassischen
Gymnasiasten: Heutzutage verfügen viele Studenten über Berufspraxis oder über Kenntnisse anderer Kulturen. Um ihnen den Übergang zu erleichtern, sollten die Hochschulen Brückenkurse in
Mathematik anbieten.
Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft Köln

… aus der Stadtverwaltung
Die Stadt Leipzig und soziale Medien
Drei Viertel aller deutschen Internetnutzer sind
mindestens in einem sozialen Netzwerk angemeldet. Auch die Stadt Leipzig betreibt seit Sommer
2012 einen Facebook-Kanal und seit Herbst 2009
einen Twitter-Account und möchte damit auf aktuelle Themen der Stadtverwaltung aufmerksam
machen. Allein durch Twitter-Meldungen (Tweets)
werden monatlich 900 bis 1 000 Seitenaufrufe für
leipzig.de generiert. Dem Facebook-Account der
Stadtverwaltung (https://www.facebook.com/) folgen momentan über 5 600 Nutzer (Stand 1. Juli
2014). Die Plattform wird vorwiegend genutzt, um
kommunalpolitische Themen zu platzieren, städtische Veranstaltungen zu bewerben und Anfragen
der Nutzer zu beantworten. Die täglichen Posts erreichen durchschnittlich zwischen 2 000 und 5 000
Nutzer direkt und erzeugen zwischen 100 und (in
Einzelfällen) 1 000 Klicks auf die Beiträge auf
leipzig.de. Vor allem junge Menschen, die nicht
gezielt einzelne Websites oder Informationsangebote ansteuern, werden über den Newsfeed in der
Timeline bei Facebook regelmäßig informiert.
Zunehmend mehr Bürger nutzen den FacebookKanal der Stadtverwaltung ebenso für gezielte
Anfragen, Hinweise oder Beschwerden.
Über 10 400 Menschen folgen täglich auf Twitter den städtischen Nachrichten im Telegrammstil.
Leipzig rangiert damit aktuell auf Platz sieben im
Deutsche Städte Ranking.
Quellen: Referat Kommunikation, BITKOM, fanpagekarma, twitter
Analytics, facebook insights

… zu guter Letzt
32 155 026 → ist die Zahl der Nichtwähler zur
Europawahl 2014 in Deutschland. 32 Millionen:
das entspricht den Wahlberechtigten aller ostdeutschen Bundesländer (inkl. Berlin), der süddeutschen Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg und weil das immer noch nicht reicht, muss
noch Schleswig-Holstein die Aufzählung komplettieren. 32 Millionen: also letztlich mehr als jeder
zweite Wahlberechtigte.
In Leipzig machten bei der kombinierten Wahl
von 434 618 Europa-Wahlberechtigten 185 252
von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Macht 249 366
Nichtwähler. Das ist so, als ob die gesamte Westhälfte der Stadt, also die Stadtbezirke Nordwest,
Alt-West, West, Südwest, Süd und Mitte, gestreikt
hätten. Vor fünf Jahren waren es 241 361 Nichtwähler, absolut gesehen also weniger, relativ gesehen ist - aufgrund der in Leipzig gestiegenen
Zahl an Wahlberechtigten - der Anteil der Nichtwähler von 2009 zu 2014 um 0,7 Prozentpunkte
geschrumpft; deutschlandweit bei leicht gesunkener Wahlberechtigtenzahl um 4,8 Prozentpunkte.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

3

Die Leipziger Ortschaften – ein statistischer Blick an den Stadtrand
Andrea Schultz
14 Prozent der Leipziger Bevölkerung lebt in
den Ortschaften am Stadtrand. Die Ortschaften
verzeichnen aktuell überwiegend eine positive
Einwohnerentwicklung, wachsen jedoch weniger
stark als die Gesamtstadt. Im Durchschnitt ist die
Bevölkerung in den Ortschaften um 3,5 Jahre älter. In den Ortschaften leben weniger Singles, dafür mehr Rentnerpaare bzw. Paare mit Kind(ern).
Die Einkommenssituation ist besser, die Arbeitslosigkeit geringer als im sonstigen Stadtgebiet. 41
Prozent der Haushalte in den Ortschaften leben im
Wohneigentum, im sonstigen Stadtgebiet sind es
nur 9 Prozent. Die Miete ist in den Ortschaften im
Mittel etwas teurer, der Anteil Neubauwohnungen
(ab 1991) liegt bei 46 Prozent.
____________________________________________________________________________________________________________________________________________________

Am 25. Mai 2014 fanden in den Leipziger Ortschaften die Ortschaftsratswahlen statt. Grund
genug, diese Gebiete einmal statistisch genauer
zu betrachten. In den meisten Fällen entsprechen
die Ortschaften auch einem Ortsteil. In drei Fällen
sind die Ortschaften unterhalb der Ortsteilebene
administrativ abgegrenzt, so in Plaußig, Rückmarsdorf und Burghausen. In einem Fall bilden die
drei Ortsteile Engelsdorf, Baalsdorf und AlthenKleinpösna gemeinsam die Ortschaft Engelsdorf.

Ausgewählte Daten zu den Leipziger Ortschaften
Bevölkerung
69 674 Einwohnerinnen und Einwohner leben Deren Kinder waren im Lebensbaum des Jahres
mit Hauptwohnsitz in den Leipziger Ortschaften. 2000 noch als stark besetzte Altersjahrgänge der
Die Einwohnerzahl hat in den Leipziger Ortschaf- damals 10- bis 20-Jährigen zu erkennen. 13 Jahre
ten seit der Jahrtausendwende um 6,6 Prozent später leben deutlich weniger der nunmehr 20- bis
zugenommen, deutlich weniger als das gesamt- 30-Jährigen (noch) dort. In den letzten Jahren verstädtische Wachstum (+12,4 Prozent). Die stark stärkten sich die Altersjahrgänge der 30- bis 40besetzten Jahrgänge der Ortschaften sind heute Jährigen durch Zuwanderung erneut, mit ihnen
die 45- bis 60-Jährigen; eine Kohorte, die durch stieg auch die Zahl der Kinder im Krippen- und
die Suburbanisierer der 1990er Jahre geprägt ist. Kindergartenalter wieder an.
Bevölkerung 2000-2013 der Ortschaften
2000
2006
2013

2. Weltkrieg
2. Weltkrieg

Suburbanisierer
der 1990er Jahre

Suburbanisierer

Kinder der
Suburbanisierer

Quelle: Ordnungsamt/Einwohnerregister

4

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

Bevölkerung in den Ortschaften 2000 bis 2013
Ortschaften
Plaußig
Mölkau
Engelsdorf 1)
Liebertwolkwitz
Holzhausen
Hartm.-Knautnaundorf
Miltitz
Böhlitz-Ehrenberg
Burghausen
Rückmarsdorf
Lützschena-Stahmeln
Lindenthal
Seehausen
Wiederitzsch
Ortschaften gesamt
Stadt Leipzig

2000

2003

2006

2009

2012

2013

732
706
721
715
678
678
6 311
6 117
6 082
5 996
5 869
5 852
11 215 11 470 11 714 11 953 12 271 12 670
5 179
5 143
5 190
5 138
5 224
5 263
6 202
6 156
6 184
6 164
6 184
6 217
1 193
1 174
1 203
1 228
1 308
1 335
2 015
2 022
2 049
1 945
1 882
1 882
9 079
9 427
9 733
9 870
9 985 10 089
1 613
1 630
1 625
1 591
1 638
1 650
2 798
3 044
3 109
3 104
3 120
3 140
3 919
4 051
4 102
4 017
3 952
3 945
5 874
5 743
5 753
6 008
6 244
6 293
2 189
2 172
2 173
2 168
2 189
2 238
7 061
7 612
8 097
8 174
8 375
8 422
65 380 66 467 67 735 68 071 68 919 69 674
479 996 484 121 494 771 505 559 528 540 539 348

Entw. 2013 geg. 2000 um
Personen
Prozent
- 54
- 7,4
- 459
- 7,3
+ 1 455
+ 13,0
+ 84
+ 1,6
+ 15
+ 0,2
+ 142
+ 11,9
- 133
- 6,6
+ 1 010
+ 11,1
+ 37
+ 2,3
+ 342
+ 12,2
+ 26
+ 0,7
+ 419
+ 7,1
+ 49
+ 2,2
+ 1 361
+ 19,3
+ 4 294
+ 6,6
+ 59 352
+ 12,4

Quelle: Ordnungsamt/Einwohnerregister
Amt für Statistik und Wahlen Leipzig
einschließlich Baalsdorf und Althen-Kleinpösna; 2013 kamen durch Gebietsumgliederung 340 Einwohner zu Engelsdorf (aus Heiterblick)

1)

Die im sonstigen Stadtgebiet derzeit sehr stark
besetzten Jahrgänge der 20- bis 35-Jährigen sind
in den Ortschaften – wie bereits angesprochen –
viel weniger vertreten. Das hat Auswirkungen auf
die Geburtenrate (siehe nachfolgende Ausführungen). Stark besetzt sind dagegen die Jahrgänge
der Vorkriegs- und Kriegszeit bis ca. 1941, dies ist
in den Ortschaften wie in der Gesamtstadt der
Fall. Diese Kohorten werden in den nächsten Jahren die Zahl der Hochbetagten stark zunehmen
lassen.
Die Einwohnerentwicklung verläuft innerhalb
der Ortschaften unterschiedlich. Einige Ortschaften sind in den letzten 13 Jahren sogar geschrumpft (Plaußig, Mölkau und Miltitz), wobei
Mölkau einen hohen Seniorenanteil hat. Am
stärksten gewachsen ist Wiederitzsch (+19 Prozent), dennoch sind Durchschnittsalter und Altenquote gestiegen. Überdurchschnittliche Einwohnerzuwächse hatten ebenfalls Rückmarsdorf und
Hartmannsdorf-Knautnaundorf (+12 Prozent) sowie Böhlitz-Ehrenberg (+11 Prozent). Die Einwohnerentwicklung der Ortschaft Engelsdorf ist von
der Gebietsumgliederung mit Heiterblick beeinflusst. Bei Berücksichtigung dieses Effektes beträgt der Einwohnerzuwachs der letzten 13 Jahre
9,6 Prozent.
Das Durchschnittsalter der Ortschaftsbevölkerung liegt 3,5 Jahre über dem städtischen Durchschnitt. Am ältesten ist die Bevölkerung in Mölkau
mit einem Durchschnittsalter von 51,2; am jüngsten in Seehausen. Dort liegt das Durchschnittsalter
mit 42,1 Jahren sogar unter dem gesamtstädtischen Mittelwert. Dennoch ist in Seehausen, wie
auch in allen anderen Ortschaften die Geburtenrate unter dem städtischen Durchschnitt. Die Geburtenrate gibt hier den Anteil Geborene je 1000 Ein-

wohner an. Im Allgemeinen verdeutlicht die unterdurchschnittliche Geburtenrate in den Ortsteilen
deren altersstrukturelle Gegebenheiten. Die Altersjährgänge von Frauen (und Männern) im hochfertilen Alter (um die 30 Jahre) sind deutlich weniger
stark besetzt. Somit werden auch weniger Kinder
geboren, was nicht heißt, dass es hier weniger
Kinder bzw. eine geringere Fertilität gibt. Wie
nachfolgend noch beschrieben, ist die Hauptzuzugsgruppe in den Ortsteilen zwischen 30 und 40
Jahren alt. Die Kinder sind somit oftmals bereits
geboren.
Insgesamt betrachtet sind in den Ortschaften
derzeit zwei demografische Prozesse prägend.
Erstens: Der demografische Wandel – die Bevölkerung altert.
Dieser Prozess ist eine Folge der Suburbanisierung der 1990er Jahre. Die damals im jungen Erwerbsalter befindliche zugezogene Bevölkerung ist
bis heute in Form von stark besetzten Altersjahrsgängen im Lebensbaum sichtbar. Mittlerweile sind
die damaligen Suburbanisierer im „best ager“ Alter
angekommen und treten in nicht allzu ferner Zukunft in den Ruhestand über. Die Altenquote ist
bereits in den letzten 13 Jahren durch die stark
besetzten Jahrgänge der Vorkriegszeit deutlich
angestiegen.
Zweitens: Die Suburbanisierung – aber anders.
Nachdem sie fast zum Erliegen kam, zeichnet sich
eine zweite, kleine Suburbanisierungswelle ab.
Dieser Prozess findet nicht in der Größenordnung
der 1990er Jahre statt, ist aber dennoch für die
Ortschaften von prägendem Ausmaß. Im Lebensbaum von 2013 sieht man deutlich, dass im Vergleich zu 2006 die Altersjahrgänge zwischen 30
und 35 Jahre wieder stärker vertreten sind, ebenfalls die Altersjahrgänge von Kindern im Krippen-

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

5

und Kindergartenalter. Junge Familien sind somit
nach wie vor die Hauptakteure der „neuen“ Suburbanisierung. Auch an wachsenden Zuzugsgewinnen lässt sich erkennen, dass die aktuelle Suburbanisierung wieder durch die typischen Altersgruppen, also junge Familien, getragen wird. Neu
ist allerdings, dass der suburbane Raum (also die

Ortschaften) mehr Bewohner von außerhalb anzieht, als aus dem sonstigen Stadtgebiet (siehe
nachfolgende Ausführungen bei „Wanderungen“).
Auch die Jugendquote ist nach zwischenzeitlichen Rückgängen zwischen 2006 bis 2013 wieder
deutlich angestiegen. Eine steigende Jugendquote
ist ausnahmslos für alle Ortschaften feststellbar.

Ausgewählte Bevölkerungsindikatoren für die Ortschaften 2000 bis 2013
Ortschaften
Plaußig
Mölkau
1)
Engelsdorf
Liebertwolkwitz
Holzhausen
Hartm.-Knautnaundorf
Miltitz
Böhlitz-Ehrenberg
Burghausen
Rückmarsdorf
Lützschena-Stahmeln
Lindenthal
Seehausen
Wiederitzsch
Ortschaften gesamt
Stadt Leipzig

2000
39,1
45,4
41,5
43,3
43,9
41,2
40,4
44,2
42,6
43,0
42,5
42,4
38,8
42,2
42,8
43,3

Durchschnittsalter
2006
2009
41,4
42,4
48,7
50,0
43,9
44,7
45,8
46,6
46,8
47,9
44,1
45,3
43,5
45,9
45,5
46,3
46,2
47,9
45,4
46,9
45,0
46,7
45,3
45,8
40,6
41,4
43,2
44,2
45,1
46,1
43,9
44,0

2000
17,3
15,9
19,9
18,8
16,9
16,2
17,4
18,0
16,1
15,8
17,0
16,9
22,0
17,4
17,8
16,1

Jugendquote
2006
2009
19,9
21,9
14,6
17,6
16,3
18,6
15,8
17,7
15,0
18,0
13,3
16,5
12,8
13,7
17,5
19,1
13,9
15,0
14,8
17,1
15,2
16,3
14,7
16,7
20,2
20,4
17,4
19,6
16,0
18,0
14,9
17,0

2)

2013
44,4
51,2
45,7
47,2
48,8
45,6
48,1
46,6
48,3
48,7
47,9
45,9
42,1
45,3
46,9
43,4

2000
8,2
4,8
7,5
5,6
6,6
2,5
5,5
6,2
9,3
9,3
8,2
6,1
14,6
6,1
6,8
7,8

Geburtenrate
2006
2009
13,9
4,2
4,3
5,8
6,1
8,0
6,0
7,8
6,8
7,1
3,3
7,3
4,9
8,7
6,2
7,5
6,8
7,5
4,8
9,0
6,8
4,7
7,0
6,8
9,7
10,6
6,9
7,0
6,3
7,3
8,8
9,9

2000
16,2
30,2
22,7
28,6
25,8
16,1
16,9
28,8
19,9
21,9
20,4
21,7
16,2
21,5
23,9
26,5

Altenquote
2006
2009
20,7
25,8
44,9
54,7
29,8
32,9
37,2
41,1
38,7
46,0
23,7
28,0
22,7
28,6
38,0
42,4
31,3
40,1
31,5
36,1
28,6
36,1
31,7
35,2
19,4
22,5
26,4
31,0
32,5
37,5
32,6
34,8

3)

Ortschaften
Plaußig
Mölkau
1)
Engelsdorf
Liebertwolkwitz
Holzhausen
Hartm.-Knautnaundorf
Miltitz
Böhlitz-Ehrenberg
Burghausen
Rückmarsdorf
Lützschena-Stahmeln
Lindenthal
Seehausen
Wiederitzsch
Ortschaften gesamt
Stadt Leipzig

2013
4,4
4,4
6,5
7,4
4,5
1,5
6,4
9,8
5,5
7,6
7,6
7,9
7,1
6,9
6,9
10,8

4)

2013
22,0
19,0
20,5
20,6
21,8
17,9
13,8
20,4
18,8
17,9
17,6
19,4
24,0
21,7
20,1
18,8

2013
28,4
57,7
33,6
40,6
48,8
28,0
32,2
40,8
41,1
40,2
37,8
35,2
25,0
33,0
38,5
32,3

Quelle: Ordnungsamt/Einwohnerregister
Amt für Statistik und Wahlen Leipzig
einschließlich Baalsdorf und Althen-Kleinpösna
2)
Geburtenrate = Geborene je 1000 Einwohner
3)
Jugendquote = Zahl der Einwohner im Alter von unter 15 Jahren zur Zahl der Einwohner im Alter von 15 bis unter 65 Jahren
4)
Altenquote = Zahl der Einwohner im Alter von 65 Jahren und älter zur Zahl der Einwohner im Alter von 15 bis unter 65 Jahren
1)

Haushalte
Die Haushaltsgröße liegt in den Ortschaften
deutlich über dem sonstigen Stadtgebiet. Im
Durchschnitt leben in den Ortschaften derzeit
2,1 Personen in einem Haushalt. Das sind
0,4 Personen mehr als im sonstigen Stadtgebiet.
In den Ortschaften leben deutlich weniger
Singles. Nur knapp jeder dritte Haushalt ist in den
6

Ortschaften ein Singlehaushalt, im sonstigen
Stadtgebiet trifft dies auf 42 Prozent zu.
Überdurchschnittlich ist dagegen die Zahl
der Rentnerpaare mit 18 Prozent, das sind
7 Prozentpunkte mehr als im sonstigen Stadtgebiet. Auch Paare mit Kind(ern) sind mit 16 Prozent etwas mehr als im sonstigen Stadtgebiet zu
finden.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

Ortschaften

30%

0%

42%

20%

40%

Singles
Paare mit Kind(ern)
alleinst. Rentner
Quellen:

16%

4%

sonstiges
Stadtgebiet

4%

Haushaltstypen 2013

17%

13%

15%

16%

60%

18%

15%

80%

11%

100%

Alleinerziehende
Paare ohne Kind
Rentnerpaare

Kommunale Bürgerumfragen der jeweiligen Jahre
Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

Migranten
Der Migrantenanteil ist in den Ortschaften mit
3,8 Prozent vergleichsweise gering. Insgesamt hat
jeder 10. Leipziger einen so genannten Migrationshintergrund. Ein unterdurchschnittlicher Migrantenanteil ist für alle Ortschaften gleichermaßen
festzustellen. Einzig Hartmanndorf-Knautnaundorf
erreicht mit 9,9 Prozent fast den städtischen
Durchschnitt, was mit der insgesamt geringen
Einwohnerzahl und den dadurch stark ins Gewicht
fallenden Werksunterkünften mit ausländischer
Bevölkerung zu erklären ist. Die Hauptherkunftsgebiete der Migranten ähneln der gesamtstädtischen Situation. Auch in den Ortschaften sind
Personen mit polnischer und russischer Herkunft
am häufigsten vertreten. Personen vietnamesischer Herkunft sind seltener in den Ortschaften zu
finden. Dafür sind Ungarn, Kasachen und Griechen dort zahlenmäßig häufige Migrantengruppen.

Einwohner mit Migrationshintergrund (MH) in Leipzig und den Ortschaften 2013
Ortschaften
Plaußig
Mölkau
1)
Engelsdorf
Liebertwolkwitz
Holzhausen
Hartm.-Knautnaundorf
Miltitz
Böhlitz-Ehrenberg
Burghausen
Rückmarsdorf
Lützschena-Stahmeln
Lindenthal
Seehausen
Wiederitzsch
Ortschaften gesamt
Stadt Leipzig

Einwohner
678
5 852
12 670
5 263
6 217
1 335
1 882
10 089
1 650
3 140
3 945
6 293
2 238
8 422
69 674
539 348

davon
ohne
MH
mit MH
640
38
5 618
234
12 169
501
5 155
108
6 028
189
1 203
132
1 823
59
9 628
461
1 600
50
3 062
78
3 822
123
6 098
195
2 166
72
8 031
391
67 043
2 631
485 572
53 776

Migrantenanteil (%)
5,6
4,0
4,0
2,1
3,0
9,9
3,1
4,6
3,0
2,5
3,1
3,1
3,2
4,6
3,8
10,0

Größte Migrantengruppen
in den Ortschaften (insgesamt)
Nationalität / Herkunft
Personen
Polen
403
Russische Föderation
306
Ungarn
148
Kasachstan
121
Griechenland
108
Ukraine
88
Vietnam
80
Rumänien
77
Österreich
66
58
Tschechische Republik
Vereinigtes Königreich
57
Bulgarien
51
Türkei
51
Syrien
48
Italien
43
Vereinigte Staaten
39

Quelle: Ordnungsamt/Einwohnerregister
einschließlich Baalsdorf und Althen-Kleinpösna

Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

1)

Wanderungen
Die Wanderungen haben sich in den Ortschaften in den letzten 13 Jahren sehr dynamisch entwickelt. In den nachfolgend angegebenen Zeitschnitten sind die demografischen Prozesse gut
nachvollziehbar. Im Jahr 2000 erreichten die Ortschaften noch einen jährliches Wanderungsplus
von 2 519 Personen. Dieses speiste sich hauptsächlich aus dem sonstigen Stadtgebiet. Fast zwei
Drittel der Zuzüge waren innerstädtisch. 2000 fand
also noch die typische Suburbanisierung in Größenordnungen statt. Im Jahr 2000 gewannen die
meisten Ortschaften noch durch Wanderungen
(mit Ausnahme von Burghausen: -35 und Hartmannsdorf-Knautnaundorf: -7). In den Folgejahren
veränderte sich das Wanderungsgeschehen. Die
Ortschaften gewannen per Saldo nur noch wenige

Einwohner. Im Jahr 2009 hatten sechs von 14
Ortschaften, und zwar Mölkau, HartmannsdorfKnautnaundorf, Miltitz, Burghausen, Rückmarsdorf
und Lützschena-Stahmeln, einen negativen Wanderungssaldo. Insgesamt war der Wanderungssaldo der Ortschaften im Jahr 2009 mit + 426 nur
noch schwach positiv. Gleichzeitig fällt auf, dass
die Ortschaften 2009 per Saldo mehr Personen
von außerhalb gewannen als aus dem sonstigen
Stadtgebiet. Diese Entwicklung etablierte sich.
Auch 2013 lag das Wanderungsplus mit anderen
Gemeinden höher als die innerstädtischen Zugewinne. Während also die Suburbanisierung der
1990er Jahre vornehmlich durch die Leipziger
Stadtbevölkerung getragen wurde, gewinnen jetzt
die Ortschaften auch zunehmend Bevölkerung von
außerhalb.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

7

Zuzüge und Wegzüge in den Ortschaften 2000, 2006, 2009 und 2013

2013

2009

2006

2000

Gebiet/ Jahr
Ortschaften gesamt
restliches Stadtgebiet
Stadt Leipzig
Ortschaften gesamt
restliches Stadtgebiet
Stadt Leipzig
Ortschaften gesamt
restliches Stadtgebiet
Stadt Leipzig
Ortschaften gesamt
restliches Stadtgebiet
Stadt Leipzig

Zuzüge
Wegzüge
Saldo
über die Stadtgrenze
+ 545
2 347
1 802
+1
118
18 892
17 774
+1 663
21 239
19 576
+ 167
1 483
1 316
+4 467
20 414
15 947
+4 634
21 897
17 263
+ 233
1 647
1 414
+5 831
23 583
17 752
+6 064
25 230
19 166
+ 425
1 919
1 494
+10 924
30 436
19 512
+11 349
32 355
21 006

Zuzüge
3 986
2 012
x
2 458
1 890
x
2 229
2 036
x
2 393
2 015
x

Quelle: Ordnungsamt/Einwohnerregister

Wegzüge
Saldo
innerstädtisch
+1 974
2 012
1 974
3 986
x
x
+
568
1 890
- 568
2 458
x
x
+ 193
2 036
- 193
2 229
x
x
+ 378
2 015
- 378
2 393
x
x

Saldo
gesamt
+2 519
- 856
+1 663
+ 735
+3 899
+4 634
+ 426
+5 638
+6 064
+ 803
+10 546
+11 349

Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

Zuzüge, Wegzüge und Umzüge in den Ortschaften 2013
Jahr / Ortschaft
Plaußig
Mölkau
1)
Engelsdorf
Liebertwolkwitz
Holzhausen
Hartm.-Knautnaund.
Miltitz
Böhlitz-Ehrenberg
Burghausen
Rückmarsdorf
Lützschena-Stahmeln
Lindenthal
Seehausen
Wiederitzsch
Ortschaften gesamt
Stadt Leipzig

Zuzüge Wegzüge
Saldo
über die Stadtgrenze
25
9
+ 16
97
80
+ 17
377
290
+ 87
130
99
+ 31
119
104
+ 15
136
84
+ 52
50
36
+ 14
260
195
+ 65
45
23
+ 22
72
61
+ 11
88
74
+ 14
211
152
+ 59
83
61
+ 22
226
226
1 919
1 494
+ 425
32 355
21 006 +11 349

Quelle: Ordnungsamt/Einwohnerregister
einschließlich Baalsdorf und Althen-Kleinpösna

Zuzüge

Wegzüge Saldo
Umzüge
innerstädtisch
16
22
- 6
12
192
179
+ 13
70
508
419
+ 89
317
166
134
+ 32
138
260
191
+ 69
134
39
49
- 10
10
80
84
- 4
12
471
384
+ 87
312
62
65
- 3
5
126
106
+ 20
42
117
132
- 15
38
270
270
113
82
57
+ 25
61
365
284
+ 81
119
2 393
2 015
+ 378
1 744
x
x
x 51 419

Saldo
gesamt
+ 10
+ 30
+ 176
+ 63
+ 84
+ 42
+ 10
+ 152
+ 19
+ 31
- 1
+ 59
+ 47
+ 81
+ 803
+11 349

Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

1)

Relative Zuzüge nach Altersjahren 2013
40
Achtung: Dargestellt ist der relative Anteil der
Zuzügler eines Altersjahrgangs an der Bestandsbevölkerung dieses Altersjahrgangs.
Deshalb liegt z.B. der Höchstwert für das sonstige Stadtgebiet bei den 19-/20-Jährigen, obwohl
in absoluten Zahlen die 25-Jährigen den größten
positiven Wanderungssaldo haben.

35
30
25
20
15
10
5
0
0

5
10 15 20 25 30 35 40 45 50 55 60 65 70 75 80 85
Ortschaften: Zuzüge von außerhalb Leipzigs je 100 Einwohner
Ortschaften: Zuzüge von außerhalb Leipzigs und innerstädtische Zuzüge je 100 Einwohner
sonst. Stadtgebiet: Zuzüge von außerhalb Leipzigs je 100 Einwohner

Quelle: Ordnungsamt/Einwohnerregister

8

90

Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

Durch die Zuwanderung gewinnen die Ortschaften vor allem Personen im Alter zwischen 25 und
35 Jahren. Das in Leipzig so typische Zuzugspeak
bei den ausbildungsrelevanten Jahrgängen ist in
den Ortsteilen nicht vorhanden. Dass es sich bei
den Wanderungen in die Ortschaften häufig um
Wanderungen junger Familien handelt, ist an der
hohen Wanderungsbeteiligung von Kindern, insbesondere Kleinkindern, zu erkennen. Zuziehende
(bzw. mitziehende) Kinder gibt es häufiger bei innerstädtischen Wanderungen. Die typische Familienwanderung aus dem urbanen Stadtgebiet an
den Stadtrand findet also auch aktuell in statistisch
anschaulichen Größenordnungen statt.
Bildung, Erwerb und Einkommen
Die nachfolgenden Grafiken verdeutlichen die
sozioökonomischen Merkmale der Ortschaftsbevölkerung im Vergleich zum sonstigen Stadtgebiet.
Differenzierte Aussagen aus den Datensätzen der
Kommunalen Bürgerumfrage sind aufgrund der
entsprechenden Fallzahlen nur für die Ortschaften
insgesamt, nicht aber für alle einzelnen Ortschaften möglich. Zudem muss bei der Interpretation
der nachfolgenden Indikatoren die besondere Bewohnerstruktur der Ortschaften berücksichtigt
werden, insbesondere:
- eine im Mittel ältere Bevölkerung
- wenige Personen im ausbildungsrelevanten
Alter, insb. wenige Studierende
- kaum Singlehaushalte
- kaum Alleinerziehende.
In Anbetracht dieser strukturellen Gegebenheiten ergeben sich für die Ortsteile folgende Kernaussagen:
Der Anteil erwerbstätiger Personen ist in den
Ortschaften ähnlich hoch wie im sonstigen Stadtgebiet, jedoch gibt es deutlich mehr Rentner (+5
Prozentpunkte), weniger Arbeitslose (siehe auch
Ausführungen unter „Beschäftigung“) und weniger
Studierende (-5 Prozentpunkte).

0%

erwerbstätig
Quelle:

arbeitslos

50%

Rentner

3%
8%

33%
26%

sonstiges Stadtgebiet

2%

61%

Ortschaften

6%

62%

Einwohner nach Erwerbsstatus 2013

100%

Schüler, Student

Kommunale Bürgerumfrage 2013
Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

Einwohner nach Bildungsabschluss 2013

Ortschaften

15% 8%

sonstiges sonstiges
Stadtgebiet
Stadtgebiet

16%

19%

52%

8% 15%

0%

6%

51%

10%

50%

100%

Hochschule, Universität
Fachhochschule
Meister, Fachschule
Facharbeiter
(noch) ohne Abschluss
Quelle: Kommunale Bürgerumfrage 2013
Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

Berufstätige nach Stand im Berufsleben 2013

Ortschaften

sonstiges Stadtgebiet

8% 7%

10% 8%

0%

35%

20%

20%

Selbstständiger
mittlerer Angestellter
Vor-, Facharbeiter
Azubi
Quelle:

21%

32%

40%

60%

15% 8% 5%

13% 9% 9%

80%

100%

leitender Angestellter
einfacher Angestellter
ungelernt

Kommunale Bürgerumfrage 2013
Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

Der Bildungsstand in den Ortschaften ist mit
dem sonstigen Stadtgebiet vergleichbar, wobei die
im Mittel ältere Bevölkerung berücksichtigt werden
muss, welche prinzipiell seltener über sehr hohe
Bildungsabschlüsse verfügt. Entsprechend ist der
Anteil von Meistern und Facharbeitern etwas höher. Hinsichtlich der Stellung der Berufstätigen
ergeben sich für die Ortschaften keine Besonderheiten.
Entsprechend dieser Erwerbssituation generiert
die Mehrzahl der Haushalte in den Ortschaften ihr
Einkommen aus Erwerbsarbeit. Der Anteil von
Erwerbshaushalten ist sowohl in den Ortschaften
als auch im sonstigen Stadtgebiet (im Zuge der
positiven Arbeitsmarktentwicklung) steigend, in
den Ortschaften jedoch etwas abgeschwächter.
Einerseits, weil es dort in der Vergangenheit weniger Arbeitslosenhaushalte gab, andererseits, weil
die Zahl der Rentnerhaushalte höher ist.
Die Einkommenssituation ist in den Ortschaften
prinzipiell besser als im sonstigen Stadtgebiet. Im
Mittel (Median) liegt das monatliche persönliche
Nettoeinkommen in den Ortschaften mit 1 250

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

9

Euro 115 Euro über dem Vergleichsgebiet. Für
Aussagen zur Verteilung der Einkommen bietet
sich die Betrachtung der Nettoäquivalenzeinkommen an. (Hinweis: Beim Nettoäquivalenzeinkommens wird das Haushaltseinkommen zur Haushaltsgröße ins
Verhältnis gesetzt. Dadurch werden Struktureffekte ausgeschaltet und Einspareffekte bei einer gemeinsamen Haushaltsführung berücksichtigt. Das Nettoäquivalenzeinkommen
berechnet sich aus dem Haushaltseinkommen dividiert durch
eine von der OECD herausgegebene Äquivalenzgröße in
Abhängigkeit von Anzahl und Alter der Haushaltsmitglieder.)

In den Ortschaften liegt der Anteil einkommensschwacher Personen, die in einem Haushalt
mit einem Nettoäquivalenzeinkommen von unter
800 Euro leben, bei 10 Prozent. Im sonstigen
Stadtgebiet sind 21 Prozent in einer derart einkommensschwachen Situation. Der Anteil einkommensschwacher Personen ist somit in den
Ortschaften nur halb so groß wie im sonstigen
Haushalte nach Haupteinkommensart
2011 und 2013

Stadtgebiet. Die Gruppe einkommensstarker Personen (Nettoäquivalenzeinkommen 2000 Euro und
mehr) umfasst in den Ortschaften einen Anteil von
20 Prozent. Das sind nur 4 Prozentpunkte mehr
als im Vergleichsgebiet. Angesichts des generell
höheren Einkommensniveaus in den Ortschaften,
ist die Einkommensverteilung somit insgesamt
ausgewogener.
Entsprechend hoch ist die Lebenszufriedenheit.
79 Prozent der Ortschaftsbewohner sind 2013 mit
ihren Leben zufrieden, 3 Prozentpunkte mehr als
im sonstigen Stadtgebiet.
Persönliches Monatsnettoeinkommen
2011 und 2013 (in Euro)
Median: 1 125

1 135 Euro

100%

80%

13%

10%

16%

18%

13%

18%

21%

1400 bis unter
2000

60%

8%

30%

40%

43%

Renten

28%

32%

36%
39%

40%
Arbeitslosengeld

20%

32%

28%
58%

Erwerbstätigkeit

sonst. Stadtgebiet

Ortschaften

sonst. Stadtgebiet

Ortschaften

0%

2011

2011
2013
Quellen: Kommunale Bürgerumfragen der jeweiligen Jahre
Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

Nettoäquivalenzeinkommen 2011 und 2013
(in Euro)

80%
20%

1 130

1 379

2013

Quellen: Kommunale Bürgerumfragen der jeweiligen Jahre,
Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

Lebenszufriedenheit 2011 und 2013
(Mittelwert auf einer Skala von1 = sehr zufrieden
bis 5 = sehr unzufrieden)
100%
8%

8%

1 244 Euro

4%

5%

16%

12%

20%

80%

16%

29%

18%

unzufrieden
60%

24%
1400 bis unter 2000

67%

40%
38%

800 bis unter 1400

40%

zufrieden

unter 800
8%

Ortschaften

0%

2011
2013
Quellen: Kommunale Bürgerumfragen der jeweiligen Jahre,
Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

2011
Quellen:

9%

12%

11%

sehr zufrieden

sonst. Stadtgebiet

21%
sonst. Stadtgebiet

sonst. Stadtgebiet

0%

10%
Ortschaften

23%

Ortschaften

20%
17%

teils/teils

20%

Ortschaften

45%

65%

60%

60%

sonst. Stadtgebiet

46%

sehr unzufrieden

21%

22%

2000 und mehr

21%

60%

unter 800

0%
Ortschaften

20%

Median: 1 182
100%
17%

30%

23%

62%

61%

sonst. Stadtgebiet

59%

800 bis unter 1400

10%

7%

12%

sonst. Stadtgebiet

33%

Ortschaften

80%

2000 und mehr

20%

40%

10

1 250

60%

100%

40%

1 055

2013

Kommunale Bürgerumfragen der jeweiligen Jahre,
Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

Wohnen
41 Prozent der Haushalte in den Leipziger Ortschaften leben im Wohneigentum, 36 Prozent im
eigenen Haus und 5 Prozent in Eigentumswohnungen. Damit liegt die Wohneigentumsquote
deutlich über dem sonstigen Stadtgebiet, dort leben gerade 9 Prozent in den eigenen vier Wänden
(6 Prozent im eigenen Haus und 3 Prozent in einer
Eigentumswohnung). Dennoch wohnt auch in den

Ortschaften die Mehrheit der Haushalte zur Miete.
55 Prozent wohnen in einer Mietwohnung, weitere
2 Prozent im gemieteten Haus. Zum Vergleich: im
sonstigen Stadtgebiet leben 90 Prozent zur Miete.
Der gesamtstädtische Mieteranteil liegt bei 86
Prozent. Der Wohneigentumsanteil ist in den Ortschaften mittlerweile sehr stabil. 2011 lag er bei 40
Prozent. Längere Zeitreihen liegen für die Ortschaften nicht vor.

Wohnungsart 2013

Ortschaften

55%

sonstiges Stadtgebiet

36%

90%

0%
Mietwohnung

5%

20%

Eigentumswohnung

40%
eigenes Haus

6%

60%

gemietetes Haus

Quelle: Kommunale Bürgerumfrage 2013

Mieterhaushalte in den Ortschaften bewohnen
im Durchschnitt etwas kleinere Wohnungen als im
sonstigen Stadtgebiet. 46 Prozent der gemieteten
Wohnungen sind dort erst nach 1991 entstanden.
Zum Vergleich: Im sonstigen Stadtgebiet wird diese Baualtersklasse nur von 11 Prozent der Mieterhaushalte bewohnt. Andererseits sind die für
Leipzig typischen Gründerzeitwohnungen in den
Ortschaften viel seltener vertreten. Die durchschnittliche Miete liegt in den Ortschaften etwas
höher. Im Mittel werden hier 5,43 Euro pro qm
gezahlt (Nettokaltmiete). Im sonstigen Stadtgebiet
liegt die durchschnittliche Nettokaltmiete je qm bei
5,04 Euro. Die höhere Miete in den Ortschaften
überrascht zunächst, wäre doch hinsichtlich der
Lage ein Mietpreisgefälle zum Stadtrand zu erwarten. Die höheren Mietpreise sind jedoch strukturell

100%
woanders

Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

zu begründen. In den Ortschaften sind die üblicherweise preiswerten Plattenbauwohnungen
deutlich seltener, die eher teureren Neubauwohnungen (ab 1991) dagegen häufiger vertreten. Im
Mittel erklärt sich somit ein höherer Mietpreis.
In den Ortschaften leben 4 von 10 Haushalten
im Wohneigentum, im sonstigen Stadtgebiet nur
einer von 10. Auch die Struktur des Wohneigentums ist lageabhängig. Die Hälfte der Wohneigentümer in den Ortschaften bewohnt Häuser (bzw.
Wohnungen), die nach 1991 gebaut wurden. Die
rege Bautätigkeit in den 1990er Jahren führte dazu, dass heute ein Drittel des bewohnten Wohneigentums in den Ortschaften aus dieser Zeit
stammt. Zum Vergleich: Im sonstigen Stadtgebiet
wohnen 23 Prozent der Haushalte im Wohneigentum, das in diesen 10 Jahren entstanden ist.

Steckbrief Mietwohnungen* 2013
Ortschaften
Durchschnittliche Wohnungsgröße
Durchschnittliche Zahl der Wohnräume
Anteil Wohnungen, gebaut vor 1919
Anteil Plattenbauwohnungen
Anteil Wohnungen, gebaut nach 1991

80%

sonstiges Stadtgebiet

63 qm
2,6

66 qm
2,6

11 Prozent
7 Prozent
46 Prozent

24 Prozent
31 Prozent
11 Prozent

(ohne Angabe „weiß nicht“)

Durchschnittliche Nettokaltmiete (Median)
Durchschnittliche Nettokaltmiete je qm
Durchschnittliche Warmmiete (Median)
Durchschnittliche Warmmiete je qm

310 Euro
5,43 Euro/qm
430 Euro
7,55 Euro/qm

Quelle: Kommunale Bürgerumfrage 2013
*inklusive gemieteter Häuser

300 Euro
5,04 Euro/qm
425 Euro
7,21 Euro/qm
Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

**ohne Angabe „weiß nicht“

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

11

Wohneigentum ab 2002 hat in den Ortschaften kaum. Sowohl in den Ortschaften, als auch im
und im sonstigen Stadtgebiet fast vergleichbare sonstigen Stadtgebiet dominieren Paare mit
Größenordnungen (18 Prozent bzw. 15 Prozent).
Kind(ern), kinderlose Paarhaushalte und RentnerDie Haushaltskonstellationen im Wohneigentum paare. Die mittlere Wohnfläche des Wohneigenunterscheiden sich in Abhängigkeit von ihrer Lage tums fällt in den Ortschaften etwas geringer aus.
Steckbrief Wohneigentum* 2013
Ortschaften
sonstiges Stadtgebiet
nach Baualtersklasse:**
18%

12%

15%

vor 1919 (Gründerzeit)

17%

1919 bis 1960
1961 bis 1990 (Plattenbau)

26%

1961 bis 1990 (kein Plattenbau)

32%

23%

1991 bis 2001
11%

37%

ab 2002

1%

5%
2%

nach Haushaltstypen:

24%

16%

11%

3%

25%
21%

Singles
Alleinerziehende
Paare mit Kind(ern)
Paare ohne Kind
Alleinlebende Rentner
Rentnerpaare

20%

14%

5%

10%
29%
23%

Mittlere Wohnfläche:
Eigentumswohnung

Eigentumswohnung

91 qm

eigenes Haus

112 qm

eigenes Haus

98 qm

118 qm

Verhältnis Eigentumswohnung/ eigenes Haus:
12%

Eigentumswohnung

32%

eigenes Haus

68%
88%
Quelle: Kommunale Bürgerumfrage 2013

Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

*eigenes Haus und Eigentumswohnung
**ohne Angabe „weiß nicht“

Beschäftigung
In den letzten Jahren hat sich die Arbeitsmarktsituation grundlegend verbessert. Seit 2005 hat
sich die Arbeitslosenquote (bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen) in Leipzig von 19,6 Prozent
auf 10,3 Prozent fast halbiert. Dem Rückgang der
Arbeitslosigkeit steht ein starker Zuwachs in der
Beschäftigung gegenüber. Die Ortschaften haben
von dieser positiven Arbeitsmarktentwicklung profi12

tiert, wenn auch in geringerem Umfang als das
sonstige Stadtgebiet. Denn in den Ortschaften war
die Erwerbssituation auch in Zeiten höherer Arbeitslosigkeit vergleichsweise günstig. So stieg die
Beschäftigung in den Ortschaften von 2006 bis
2013 um 9,6 Prozent. Im restlichen Stadtgebiet
gab es einen Zuwachs von 27,4 Prozent. Die Beschäftigtenquote (Anteil sozialversicherungspflichtig Beschäftigte je 100 Erwerbsfähige) ist in den

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort 2000, 2006 und 2013
Ortschaften
Plaußig
Mölkau
1)
Engelsdorf
Liebertwolkwitz
Holzhausen
Hartm.-Knautnaundorf
Miltitz
Böhlitz-Ehrenberg
Burghausen
Rückmarsdorf
Lützschena-Stahmeln
Lindenthal
Seehausen
Wiederitzsch
Ortschaften gesamt
Stadt Leipzig

2006

2009
Anzahl
294
1 998
4 755
1 834
2 077
481
853
3 438
576
1 230
1 527
2 273
937
3 181
25 454
164 372

309
1 990
4 407
1 718
2 016
443
845
3 235
584
1 166
1 518
2 113
913
3 038
24 295
151 384

2013

2006

285
2 001
5 052
1 890
2 143
493
843
3 720
625
1 205
1 543
2 539
1 045
3 244
26 628
192 924

60
52
55
50
50
51
56
52
51
55
53
54
58
54
53
45

Quelle: Ordnungsamt/Einwohnerregister

2009
2013
je 100 Erwerbsfähige2
62
66
56
60
60
64
56
58
55
59
56
54
62
65
56
60
55
60
60
61
58
60
58
62
62
70
58
60
58
61
49
55

Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

Arbeitslose 2000, 2006 und 2013
Ortschaften
Plaußig
Mölkau
1
Engelsdorf
Liebertwolkwitz
Holzhausen
Hartm.-Knautnaundorf
Miltitz
Böhlitz-Ehrenberg
Burghausen
Rückmarsdorf
Lützschena-Stahmeln
Lindenthal
Seehausen
Wiederitzsch
Ortschaften gesamt
Stadt Leipzig

2006
37
284
613
344
299
75
106
639
74
123
208
316
99
381
3 598
42 273

2009
Anzahl
21
197
479
282
232
45
89
491
54
85
145
243
83
278
2 724
34 609

2013

2006

15
148
323
180
182
36
62
363
41
71
91
182
40
195
1 929
28 085

7,7
7,4
7,6
10,1
7,4
8,5
7,0
10,2
6,7
5,8
7,3
8,0
6,4
6,8
7,9
12,6

Quelle: Ordnungsamt/Einwohnerregister

2009
2013
je 100 Erwerbsfähige2
4,4
3,5
5,5
4,5
6,1
3,9
8,7
5,5
6,1
5,0
5,2
3,9
6,4
4,8
8,0
5,8
5,2
4,0
4,1
3,6
5,5
3,6
6,2
4,5
5,5
2,7
5,1
3,6
6,2
4,4
10,4
7,9
Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

Empfänger von SGB II-Leistungen 2006, 2009 und 2013
Ortschaften
Plaußig
Mölkau
1
Engelsdorf
Liebertwolkwitz
Holzhausen
Hartm.-Knautnaundorf
Miltitz
Böhlitz-Ehrenberg
Burghausen
Rückmarsdorf
Lützschena-Stahmeln
Lindenthal
Seehausen
Wiederitzsch
Ortschaften gesamt
Stadt Leipzig

2006
65
429
988
621
491
76
169
1 176
101
156
292
438
167
524
5 693
84 439

2009
Anzahl
50
320
930
523
395
64
139
1 054
88
121
201
461
113
432
4 891
80 553

2013
28
213
603
394
339
46
93
876
72
88
193
410
72
333
3 760
70 731

2006

2009
2013
je 100 Erwerbsfähige2
13,6
10,6
6,6
11,2
8,9
6,4
12,3
11,8
7,3
18,3
16,1
12,1
12,2
10,4
9,3
8,7
7,4
5,0
11,2
10,1
7,2
18,8
17,1
14,0
9,1
8,4
7,0
7,3
5,9
4,4
10,2
7,6
7,6
11,1
11,8
10,1
10,7
7,5
4,8
9,3
7,9
6,1
12, 5
11, 1
8,6
25, 2
24, 2
19,8

Quelle: Ordnungsamt/Einwohnerregister
einschließlich Baalsdorf und Althen-Kleinpösna
2)
15 bis unter 65 Jahre

Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

1)

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

13

fänger wohnen in Seehausen, Rückmarsdorf und
Hartmannsdorf-Knautnaundorf.

letzten sieben Jahren ausnahmslos in allen Ortschaften gestiegen. Am positivsten entwickelte
sich die Beschäftigtenquote in Seehausen, sie
stieg in sieben Jahren um 12 Prozentpunkte.
Durchschnittlich legte die Beschäftigtenquote in
den Ortschaften um 8 Prozentpunkte zu. Entsprechend rückläufig hat sich die Arbeitslosenziffer
(Arbeitslose je 100 Erwerbsfähige) entwickelt. In
den Ortschaften ist sie mit 4,4 Prozent nur halb so
hoch wie im sonstigen Stadtgebiet. In der Hälfte
aller Ortschaften liegt die Arbeitslosenziffer unter 4
Prozent, in Seehausen sogar unter 3 Prozent. Die
Zahl der Leistungsempfänger komplettiert das Bild
der sozialen Situation in den Ortschaften. 8,6 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung erhalten dort
Leistungen nach SGB II. Im sonstigen Stadtgebiet
liegt der Anteil mehr als doppelt so hoch – bei 19,8
Prozent. In Böhlitz-Ehrenberg, Liebertwolkwitz und
Lindenthal nimmt der Anteil Leistungsempfänger
Werte über 10 Prozent an. Wenige Leistungsemp-

Wahlen
Am 25.05.2014 fanden in Leipzig die Kommunalwahlen statt. Die Ergebnisse der Stadtratswahl
haben aufgrund der Teilungültigkeitserklärung nur
vorläufigen Charakter.
41,8 Prozent der wahlberechtigten Leipzigerinnen und Leipziger beteiligten sich am 25.05. an
der Stadtratswahl. In den Ortschaften (inkl. Portitz)
gingen am 25.05. 44,7 Prozent an die Urnen, im
sonstigen Stadtgebiet (ohne Portitz) 41,4 Prozent.
Die Wahlbeteiligung der Ortschaftsbevölkerung ist
somit höher.
Zeitgleich fanden auch die Ortschaftsratswahlen statt. Deren Ergebnisse verdeutlichen eine
vergleichsweise starke Affinität für Bewerber der
CDU. Örtliche Wählervereinigungen sicherten sich
24 Prozent aller Ortschaftsratssitze.

Ortschaftsratswahlen: Entwicklung der Wahlbeteiligung 1999 bis 2014
70
60

Prozent

50
40
30
20

1999

2004

2009

2014

10
0

BEH

BGH

ENG

HKN

HOL

LIE

LIT

LST

MIL

MLK

PLA

RMD

SEE

WIE

Quelle: Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

Ortschaftsratswahlen 2014 - Sitzverteilung
Ortschaft
BEH Böhlitz-Ehrenberg
BGH Burghausen
ENG Engelsdorf
HKN Hartm.-Knautnaundorf
HOL Holzhausen*
LIE Liebertwolkwitz
LIT Lindenthal
LST Lützschena-Stahmeln
MIL Miltitz
MLK Mölkau
PLA Plaußig
RMD Rückmarsdorf
SEE Seehausen
WIE Wiederitzsch
Insgesamt
Anteil
* vorläufiges Ergebnis

14

Anzahl
Sitze
8
5
9
5
7
7
7
5
5
7
5
5
5
8
88
100 %

CDU
5
3
4
3
3
1
4
1
1
5
1
1
x
4
36
41 %

DIE
LINKE
1
x
1
x
2
1
1
1
1
1
0
1
x
1
11
13 %

SPD
1
2
1
x
2
1
2
x
3
1
x
1
x
2
16
18 %

GRÜNE
x
x
x
x
0
x
0
x
0
x
x
x
x
1
1
1%

FDP

WVL

x
0
x
x
0
x
0
x
x
x
0
2
x
x
2
2%

1
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
1
1%

örtl. Wählervereinigung
0 (FFBE)
x
3 (BI PE)
2 (WV KHR)
x
4 (LUV)
x
3 (BI 1990)
x
x
4 (FFw-P)
x
5 (FWS)
x
21
24 %

x) Partei bzw. Wählervereinigung ist nicht angetreten

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

Bevölkerungsentwicklung an den Leipziger Hauptverkehrsstraßen
Jens Vöckler
Mit dem Begriff „Hauptverkehrsstraße“ werden
im allgemeinen Sprachgebrauch Straßen mit
hohem Verkehrsaufkommen und wichtiger Verbindungsfunktion im Straßennetz assoziiert. Weil in
der Großstadt viele Hauptverkehrsstraßen zugleich aber auch Wohn- und Geschäftsstraßen mit
örtlichen Erschließungs- und Aufenthaltsfunktionen sind, ist dem Zusammenhang von Verkehrsbelastung, Wohnqualität und Einwohnerentwicklung bei der Stadtentwicklungs- und Verkehrsplanung besondere Aufmerksamkeit zu widmen.
Die zahlenmäßige Entwicklung der Wohnbevölkerung an den Leipziger Hauptverkehrsstraßen ist in
den Statistischen Quartalsberichten 3/2007 und
2/2012 für den Zeitraum 1992 bis 2011 analysiert
worden [1]. Der hier vorliegende Beitrag schreibt
zum einen die damaligen Untersuchungen fort und
berücksichtigt zum anderen Ergebnisse des Projektes „Innerstädtische Hauptverkehrsstraßen –
Visitenkarte und Problemzone für die Wohnungsmarktentwicklung“ des Bundesinstituts für Bau-,
Stadt- und Raumforschung (BBSR) [2].
Das Straßennetz Leipzigs hat sich in den zurückliegenden fünf Jahren um 52 km ausgedehnt
und erstreckt sich auf nunmehr 1 767 km Länge.
Anfang 2013 ist das Netz auf Grundlage der Richtlinien für die integrierte Netzgestaltung (RIN) der
Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen nach der verkehrlichen Bedeutung
der Straßen neu kategorisiert worden. Dabei ist
eine Reihe vormaliger Haupterschließungsstraßen, die Bestandteil des Straßenhauptverkehrsnetzes sind, unter dem Begriff Hauptverkehrsstraße neu erfasst worden, u. a. AugustBebel-Straße, Brandstraße, Coppistraße, Ferdinand-Lassalle-Straße,
Friesenstraße,
GeorgSchwarz-Straße, Heiterblickallee, Industriestraße,
Kieler Straße, Könneritzstraße, Saturnstraße,
Schönbachstraße, Stralsunder Straße und Virchowstraße. Gleichzeitig sind auch einige Hauptverkehrsstraßen zu Anliegerstraßen abgestuft
worden, beispielsweise die Berggartenstraße, die
Kirschbergstraße und Teile der Möckernschen
Straße. Infolgedessen sowie aufgrund bereits zuvor erfolgter Umstufungen ist der Anteil der Hauptverkehrsstraßen zwischen 2008 und 2013 um
82 km auf aktuell 396 km gestiegen, entsprechend
22 % an der Gesamtstraßenlänge.
Insgesamt sind derzeit 303 Straßen, davon 109
über ihre gesamte Länge und 194 in Teilabschnitten, als Hauptverkehrsstraße ausgewiesen.
In den folgenden Betrachtungen werden diese im
Gegensatz zu den RIN nicht weiter nach deren
regionaler, d. h. stadtteilverbindender, oder nahräumiger Bedeutung unterschieden.

Straßennetz der Stadt Leipzig (Länge in km)
Straßen insgesamt
1 766,9
davon (Gliederung nach dem SächsStrG) …
Autobahnen
30,9
Bundesstraßen
81,1
Staatsstraßen
59,0
Kreisstraßen
67,1
Gemeindestraßen
1 262,0
Sonstige öffentliche Straßen
266,7
darunter in Baulastträgerschaft der Stadt Leipzig,
Verkehrs- und Tiefbauamt (Gliederung nach der Verkehrsbedeutung) …
Hauptverkehrsstraßen
396,3
Haupterschließungsstraßen
78,7
Anlieger- und sonstige öffentliche Straßen 1 201,7
Quellen: Landesamt für Straßenbau und Verkehr,
Verkehrs- und Tiefbauamt Leipzig. Stand: 01.01.2014

Leipzig ist über den äußeren Autobahnring A 9,
A 14 und A 38 sowie die Bundesstraßen B 2, B 6,
B 87 und B 181 in das überregionale Straßennetz
eingebunden. Das innerörtliche radial ausgerichtete Straßenhauptnetz ist gemäß den verkehrspolitischen Leitlinien ab 1992 zu einem Tangenten-Ring-System ausgebaut worden. Die Fertigstellung des Autobahnrings und des Tangentenvierecks hat zu einer Entlastung des Stadtgebietes
vom überörtlichen Durchgangsverkehr geführt.
Zählungen des Verkehrs- und Tiefbauamtes ist zu
entnehmen, dass Mehrbelastungen durch Kraftfahrzeugverkehr seitdem nur auf nicht oder wenig
bewohnten Straßen eingetreten sind, so auf der
Adenauerallee, Am Sportforum, der Neuen Halleschen Straße, der Rackwitzer Straße und der
Rückmarsdorfer Straße. Nachgewiesene Mehrbelastungen an stärker bewohnten Hauptverkehrsstraßen beschränken sich auf die Kurt-EisnerStraße nach Öffnung der Semmelweisbrücke und
die Max-Liebermann-Straße nach deren Umwidmung zur Bundesstraße (B 6). Demgegenüber
konnten mit der Umsetzung des Ring- und
Tangentensystems sowie der Ertüchtigung der
großen Radialstraßen spürbare Minderbelastungen um mehr 5 000 Kraftfahrzeuge pro Tag auf
innerörtlichen Straßen erzielt werden, so u. a. auf
der Antonienstraße, der Arno-Nitzsche-Straße, der
Eisenbahnstraße, der Hermann-Liebmann-Straße,
der Karl-Heine-Straße, der Karl-LiebknechtStraße, der Käthe-Kollwitz-Straße, der Lützner
Straße, der Muldentalstraße, der Prager Straße,
der Ratzelstraße und auf dem Promenadenring
[vgl. 3, S. 63].
Insgesamt haben rund 102 000 Einwohner ihren Wohnsitz an einer Hauptverkehrsstraße, das
sind 18,6 % der Gesamtbevölkerung Leipzigs. An
72 Hauptstraßen(-abschnitten) wohnen mehr als

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

15

Bevölkerungsentwicklung an Hauptverkehrsstraßen 2003 bis 2013
(Gebietsstand und Straßenzuordnung 01.01.2014, Bevölkerungsbestand jeweils zum 31.12.)

125
Hauptverkehrsstraßen insgesamt
Bundes-/Staatsstraßen

120

Kreis-/Orts-/Gemeindestraßen
Wohnbevölkerung

Prozent (2003=100)

115

110

105

100

95
2003

2004

2005

2006

2007

Quelle: Einwohnerregister Leipzig

2009

2010

2011

2012

2013

Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

500 Einwohner, darunter an der Arthur-HoffmannStraße, der Bornaischen Straße, der Georg-Schumann-Straße, der Karl-Liebknecht-Straße und der
Straße des 18. Oktober mehr als 2 000. Die am
dichtesten besiedelten Straßen sind die Straße
des 18. Oktober mit 2 569 Einwohnern pro Straßenkilometer, die Könneritzstraße (1 794 Einwohner/km), die Gerberstraße (1 523 Einwohner/km)
und die Brandstraße (1 425 Einwohner/km).
51 Hauptverkehrsstraßen sind unbewohnt.
In [1] wurde aufgezeigt, dass die Einwohnerverluste der 1990er Jahre an den Hauptverkehrsstraßen (-26,2 % zwischen 1992 und 2000) stärker
ausgeprägt waren als an den übrigen Straßen
(-15,8 % im gleichen Zeitraum). Seit 2001 nimmt
der Bevölkerungsbestand an den Hauptverkehrsstraßen wieder kontinuierlich zu, wobei das
Wachstum dort dynamischer verläuft (+21,5 %
zwischen 2001 und 2013) als an Nicht-Hauptverkehrsstraßen (+2,7 % im gleichen Zeitraum)
und das der Leipziger Gesamtbevölkerung
(+5,8 %). In den letzten drei Jahren hat sich die
Dynamik des Bevölkerungswachstums an den
Hauptverkehrsstraßen mit jährlichen Zuwachsraten von über 3 % nochmals deutlich verstärkt.
Die Entwicklung an der Mehrheit der untersuchten Straßen folgt dem beschriebenen positiven Trend. 158 der 256 bewohnten Straßen
abschnitte verzeichneten in den vergangenen
zehn Jahren einen Einwohnerzuwachs, 77 davon
eine Zunahme von über 25 % (siehe auch Tabelle
am Ende des Beitrags). An einigen dieser Straßen
ist dabei der Einwohnerbestand von 1993 schon
wieder erreicht oder überschritten, so u. a. an der
Arno-Nitzsche-Straße, August-Bebel-Straße, Brei16

2008

tenfelder Straße, Dresdner Straße, Erich-ZeignerAllee, Holzhäuser Straße, Industriestraße, KarlHeine-Straße, Karl-Liebknecht-Straße, Könneritzstraße, Kurt-Eisner-Straße, Lindenthaler Straße,
Lützner Straße, Nürnberger Straße, Oststraße,
Schnorrstraße, Täubchenweg, Waldstraße, Windorfer Straße, Windscheidstraße und Zschochersche Straße.
Demgegenüber mussten in den zurückliegenden zehn Jahren allerdings auch 91 Straßenabschnitte Einwohnerverluste hinnehmen. Unter
den Hauptverkehrsstraßen mit mehr als 250 Einwohnern waren hier die Gerberstraße (-153 Einwohner bzw. -18,5 %), die Heiterblickallee (-242
bzw. -12,2 %), die Schönauer Straße (-104 bzw.
-28,3 %) und die Stötteritzer Straße (-194 bzw.
-17,8 %) am stärksten betroffen. Mittlerweile ist
diese negative Entwicklung jedoch fast gänzlich
gestoppt und zum Teil bereits ein Umkehrtrend
eingeleitet. Aktuell sind nur noch an der Engelsdorfer Straße, der Gerberstraße und der Heiterblickallee andauernde und signifikante Verluste zu
verzeichnen. Es ist also festzustellen, dass mit der
grundsätzlichen Konsolidierung des Straßennetzes auch eine Stabilisierung der Einwohnerzahlen eingetreten ist. Die Bevölkerungsentwicklung an den Hauptverkehrsstraßen folgt nicht nur
dem allgemeinen positiven Trend, vielmehr profitieren diese nun sogar überproportional vom Einwohnerzuwachs. Hohes Verkehrsaufkommen führt
demnach nicht zwangsläufig zu einer Entwertung
der anliegenden Wohn- und Geschäftsgebiete und
auch nicht zu einer nachteiligen Entwicklung der
Einwohnerzahlen. Vielmehr ist die Bevölkerungsentwicklung einer bestimmten Straße maßgeblich

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

von der Attraktivität des jeweiligen Stadtviertels als Wohnstandort abhängig.
Bei der Gestaltung innerörtlicher Hauptverkehrsstraßen
ist daher nicht nur auf die bautechnische Ausführung und die
Umsetzung
verkehrsorganisatorischer Maßnahmen zur
Sicherung der Verbindungsfunktion zu achten, sondern
auch auf das städtebauliche
Erscheinungsbild
und
die
Wohn- und Aufenthaltsqualität
im Freiraum, um den ökonomisch-sozialen Funktionen der
Straße gerecht zu werden und
z. B. Investitionsimpulse für
notwendige Sanierungen oder
den Neubau von Wohngebäuden zu setzen. Der Stadtentwicklungsplan Verkehr und
öffentlicher Raum sieht vor,
„die
Beeinträchtigung
von
Stadtteil- und Ortszentren,
Wohngebieten und Nahverkehrskorridoren durch überregionale und regionale Verkehrsströme … durch geeignete Maßnahmen zur Beeinflussung der Verkehrsmittelwahl, der Verkehrslenkung und
des Infrastrukturausbaus soweit wie möglich zu reduzieren“ [3, S. 35] und den „motorisierten Individualverkehr zur
Verbesserung der Lebensbedingungen, im Interesse der
Stadtentwicklung und der Gesundheit der Bewohner – jedoch unter Beachtung des
Wirtschaftsverkehrs – auf ein
stadtverträgliches Maß zu beschränken“ [3, S. 64].
Bei der differenzierten Betrachtung einzelner Straßen
einerseits hinsichtlich der zeitlichen Entwicklung der Einwohnerzahlen und andererseits
hinsichtlich des Sanierungsgeschehens an den Wohngebäuden, aber auch an den
Straßen selbst wird deutlich,
dass Wohnattraktivität vordergründig ein Ergebnis des Bauzustandes der Gebäude und
Wohnungen ist. Verkehrsreiche Hauptstraßen, die durch
besonders attraktive Quartiere

Bevölkerungsentwicklung 2003 bis 2013
an ausgewählten Hauptverkehrsstraßen
1993
1998
2003
Einwohner an allen
Hauptverkehrsstraßen
96 559 77 628 85 461
darunter Straßen mit mehr als 700 Einwohnern:
Arno-Nitzsche-Straße
752
723
802
Arthur-Hoffmann-Straße
2 401
2 002
2 082
August-Bebel-Straße
1 302
875
1 098
Bernhard-Göring-Straße
1 460
1 456
1 471
Bornaische Straße
2 117
2 068
2 173
Brandstraße
630
624
658
Breitenfelder Straße
1 079
780
833
Coppistraße
1 343
1 042
987
Delitzscher Straße
1 931
1 528
1 523
Dieskaustraße
1 609
1 629
1 588
Dresdner Straße
948
770
691
Eisenbahnstraße
2 653
1 443
1 078
Erich-Zeigner-Allee
1 081
917
1 074
Essener Straße
1 125
984
598
Georg-Schumann-Str.
4 262
2 919
2 383
Georg-Schwarz-Straße
1 945
1 488
1 223
Gorkistraße 1)
1 111
893
707
Heiterblickallee 1)
2 667
2 339
1 980
Hermann-Liebmann-Str.
940
758
639
Holzhäuser Straße
627
603
643
Industriestraße
721
478
576
Jahnallee und
Ranstädter Steinweg
952
473
543
Karl-Heine-Straße
809
561
627
Karl-Liebknecht-Straße
1 863
1 158
1 225
Käthe-Kollwitz-Straße
917
524
459
Könneritzstraße
1 907
1 178
1 413
Kurt-Eisner-Straße
1 606
1 075
1 334
Landsberger Straße
1 873
1 607
1 508
Leipziger Straße
x
x
922
Lindenthaler Straße
445
339
471
Lützner Straße
1 717
1 261
1 413
Max-Liebermann-Straße
974
837
859
Mockauer Straße
2 224
1 806
1 266
Oststraße
1 348
903
834
Prager Straße
1 348
1 032
967
Probstheidaer Straße
974
749
686
Richard-Lehmann-Str.
1 110
971
807
Riebeckstraße
879
721
612
Riesaer Straße
x
x
691
Schönbachstraße
697
457
732
Straße des 18. Oktober
3 380
2 776
2 635
Tauchaer Straße
925
934
712
Torgauer Straße
629
520
713
Virchowstraße 1)
1 030
858
886
Volksgartenstraße
1 129
1 136
730
Waldstraße
1 212
953
1 050
William-Zipperer-Straße
1 533
1 098
1 181
Wurzner Straße
1 625
966
773
Zschochersche Straße
845
546
540
Zwickauer Straße
1 118
959
633
Quelle: Einwohnerregister Leipzig. Stand: jeweils 31.12.

2008

2013

90 278 101 975
877
2 333
1 349
1 597
2 034
716
1 031
1 101
1 428
1 608
779
1 187
1 297
460
2 618
1 193
789
1 871
647
600
772

1 077
2 495
1 418
1 703
2 163
744
1 265
1 277
1 631
1 795
983
1 758
1 357
702
3 041
1 432
958
1 738
867
834
928

659
789
1 643
586
1 830
1 547
1 374
889
466
1 531
835
1 152
989
1 057
706
855
669
740
801
2 858
730
654
895
816
1 301
1 171
882
778
606

907
937
2 049
780
2 239
1 846
1 648
862
711
1 795
891
1 411
1 414
1 216
760
874
831
759
829
3 209
702
803
1 041
812
1 429
1 407
1 032
935
724

1)

Straße ist nur in Teilabschnitten als Hauptverkehrstraße eingestuft; die Einwohnerzahlen
beziehen sich jeweils nur auf die Straßenabschnitte, welche als Hauptverkehrsstraße zählen.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

17

verlaufen, profitieren zwar zeitlich versetzt, aber
letztlich gleichermaßen wie alle anderen in diesen
Stadtbereichen liegenden Straßenzüge von der
Wiederaufwertung und der Wohnungsnachfrage.
An Beispielen wie der Coppistraße, der KarlHeine-Straße, der Karl-Liebknecht-Straße, der
Waldstraße oder jüngst auch der Eisenbahnstraße, der Georg-Schumann-Straße, der GeorgSchwarz-Straße, der Riebeckstraße oder der
Wurzner Straße wird das gut sichtbar.
In diesem Zusammenhang sind auch die Ergebnisse aus dem BBSR-Forschungsprojekt „Innerstädtische Hauptverkehrsstraßen – Visitenkarte
und Problemzone für die Wohnungsmarkt- und
Stadtentwicklung“ im Programm Experimenteller
Wohnungs- und Städtebau, an dem sich Leipzig
beteiligt hat, von Interesse [2]. In einer Fallstudie
dieses Projektes wurde die Georg-Schwarz-Straße
untersucht [4, S 50 ff.]. Die im Stadtbezirk Alt-West
gelegene Straße war lange Zeit durch eine Problemkonstellation aus städtebaulichen, wohnungswirtschaftlichen, verkehrlichen und funktionalen
Defiziten gezeichnet: enger Straßenquerschnitt,
hohe Lärmbelastung durch Straßenbahnverkehr,
schlechtes Image und Wohnimmobilien ohne
handlungsfähige Akteure. Daraus resultierten Sanierungsstau, Wohnungsleerstände bis 40 Prozent
und fortschreitender Gebäudeverfall [vgl. 4, S. 66].
Die tägliche Verkehrsbelastung beträgt zwischen
3 000 im südlichen und 12 000 Kraftfahrzeuge im
nördlichen Abschnitt.
Die Stadt Leipzig hat die Georg-SchwarzStraße im integrierten Stadtentwicklungskonzept
als Bereich mit Handlungspriorität definiert und auf
Grundlage eines städtebaulichen Entwicklungskonzeptes in das Städtebauförderprogramm Aktive
Stadt- und Ortsteilzentren aufgenommen. Die im
Rahmen des Magistralenentwicklungsprozesses
initiierten Aktivitäten umfassen Umbaumaßnahmen im Verkehrsbereich, die Förderung von
gebäudebezogenen Aufwertungsmaßnahmen, den
Einsatz eines Verfügungsfonds, Imageaufwertung
mittels eines Landmarkenprojektes und die Unterstützung von Immobilientransaktionen.
Der Revitalisierungsprozess der Straße zeichnet sich insbesondere durch den Einbezug lokaler
Akteure (u. a. Vertreter aus Stadtteil- und Bürgervereinen) und externer Experten aus, die im
Magistralenmanagement zusammenarbeiten. Das
im Juni 2011 eingerichtete Team betreibt Netzwerkarbeit und agiert als vermittelnde Instanz zwischen Verwaltung, potenziellen Investoren und
Bewohnern. Die schrittweise Wiederinbesitznahme
der Straße erfolgt dabei zum einen traditionell
durch Sanierungen und nachfolgenden Neubezug
wie aktuell im Brunnenviertel, zum anderen aber
auch durch Selbstnutzerprojekte der Kreativszene.
Die aufgezeigten Maßnahmen entfalten nun
offenbar Wirkung. Gebäudesanierungen entlang
18

der Straße sind in Gang gesetzt und leerstehende
Ladenlokale wurden wieder belebt. Die Zahl der
angesiedelten Unternehmen hat sich von 149 im
Jahr 2003 auf jetzt 189 erhöht (IHK-Firmen und
Handwerksbetriebe). Auch an der Einwohnerentwicklung wird der noch zaghafte Aufschwung
bereits sichtbar: nachdem die Zahl der Anwohner
von ehemals 2 000 im Jahr 1992 auf 1 167 (2001)
zurückgegangen war und dann zehn Jahre lang
bei rund 1 200 stagnierte, erfreut sich die Straße
neuerdings nun wieder kontinuierlichen Zuzugs:
2011 wohnten 1 250 Menschen in der Straße,
2012 bereits 1 329 und 2013 schließlich 1 432.
Eine weitere Aufwertung wird speziell der nördliche Teil der Straße erfahren, wenn dieser ab
2015 komplett saniert werden wird.
Auch die Revitalisierung der Georg-SchumannStraße folgt dem Ansatz der integrierten Magistralenentwicklung. Der Impuls für die Umgestaltung ging dort von der Fertigstellung der neuen
B 6 (Neue Hallesche Straße) und deren Anbindung an den Mittleren Ring über die Travniker und
Max-Liebermann-Straße aus. Da der Straße als
innerörtliche Hauptverkehrsstraße weiterhin hohe
verkehrliche Bedeutung zukommt, wurde der
Fokus zunächst auf Maßnahmen gelegt, die
schnell und ohne baulichen Eingriff in den Straßenraum umzusetzen sind, um die Aufenthaltsqualität zeitnah zu verbessern. Dazu zählen die
Abmarkierung von Radwegen und Parktaschen,
die Schaffung von Querungshilfen, das Einbringen
und die Pflege von Straßengrün und die Installation von Stadtmobiliar und Sitzgelegenheiten. Darüber hinaus wird das bisher sehr gleichförmig wirkende Erscheinungsbild durch die Neugestaltung
von drei Plätzen entlang der Magistrale aufgelockert, um wiedererkennbare und vielfältig
nutzbare öffentliche Räume zu erhalten. Der erste
Platz im Bereich Huygensstraße/Seelenbinderstraße ist bereits fertig gestellt. Auch hier ist mittlerweile eine positive Trendwende erkennbar: die
Einwohnerzahl ist von 2 383 im Jahr 2003 auf jetzt
3 041 gestiegen.
Literatur:
[1] Vöckler, Jens: Bevölkerungsentwicklung an Leipzigs
Hauptverkehrsstraßen. In: Statistischer Quartalsbericht
Leipzig 3/2007, S. 26-28, und 2/2012, S. 9-11.
[2] Bundesinstitut für Bau, Stadt- und Raumforschung:
http://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/FP/ExWoSt/
Studien/2011/Hauptverkehrsstrassen/01_Start.html.
[3] Stadt Leipzig: Stadtentwicklungsplan Verkehr und
öffentlicher Raum – Fortschreibung (Entwurf),
http://www.leipzig.de/umwelt-und-verkehr/
verkehrsplanung/?eID=dam_frontend_push
&docID=25767.
[4] Bundesministerium für Bau, Verkehr und Stadtentwicklung: Innerstädtische Hauptverkehrsstraßen –
Visitenkarte und Problemzone für die Wohnungsmarktentwicklung. BMVBS-Online-Publikation, Nr. 09/2013.
ISSN 1869-9324.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

Meine Entscheidung für Leipzig. Ergebnisse der Wanderungsbefragung 2014
Juliane Welz, Sigrun Kabisch, Annegret Haase
Dr. Juliane Welz und Dr. Annegret Haase sind wissenschaftliche Mitarbeiterinnen am HelmholtzZentrum für Umweltforschung - UFZ, Prof. Dr. Sigrun Kabisch ist Departmentleiterin am UFZ und
Honorarprofessorin an der Universität Leipzig.
Die Redaktion
Leipzig ist nach kontinuierlichem Bevölkerungsverlust seit den 1930er Jahren in den vergangenen zehn Jahren erstmalig wieder um fast 50 000
Einwohner gewachsen. Seit 2012 ist ein jährlicher Wanderungsgewinn von ca. 10 000 Personen zu verzeichnen. Bis 2030 wird mit einem weiteren Wachstum bis auf ca. 600 000 Einwohner
gerechnet. Damit hat sich Leipzig innerhalb weniger Jahre von einer stark schrumpfenden in eine
stark wachsende Stadt verwandelt, eine für die
Stadt an sich sehr positive Entwicklung, die jedoch
auch Auswirkungen auf den Leipziger Wohnungsmarkt und die Entwicklung zukünftiger wohnungspolitischer Leitlinien hat (siehe zur aktuellen
Situation auf dem Leipziger Wohnungsmarkt auch
Beitrag von Rink u. a. im Statistischen Quartalsbericht I/14).
Stärker als in der Vergangenheit ist gegenwärtig eine unterschiedliche Nachfrage in den einzelnen Stadtgebieten und Wohnungsmarktsegmenten zu beobachten. Insbesondere in den zentralen
gründerzeitlichen Stadtgebieten mit hohem Grünanteil ist eine Angebotsverknappung mit nachfolgenden Mietpreissteigerungen bei Neuvermietungen festzustellen. Angesichts der Einwohnerentwicklung wird in den nächsten Jahren
vermutlich auch in anderen städtischen Teilräumen die Wohnungsnachfrage steigen. Unklar ist
jedoch, welche Stadtgebiete davon besonders
betroffen sein werden und wo konkreter Handlungsbedarf besteht.
Aus diesem Grund wurde seitens der Stadt
Leipzig mit finanzieller Unterstützung von 15 Wohnungsmarktakteuren das Helmholtz-Zentrum für
Umweltforschung (UFZ) mit einer schriftlichen Befragung von 10 000 Haushalten zum Thema „Meine Entscheidung für Leipzig als Wohnort“ beauftragt. Diese wurde in enger Kooperation zwischen
dem UFZ, Department für Stadt- und Umweltsoziologie, und dem Amt für Stadterneuerung und
Wohnungsbauförderung (ASW), dem Stadtplanungsamt und dem Amt für Statistik und Wahlen
durchgeführt.
Mit der postalischen Haushaltsbefragung von
jeweils 5 000 Zugezogenen und 5 000 Umgezogenen im Zeitraum eines Jahres (von Okt. 2012
bis Sept. 2013) sollte erkundet werden, welche
Gründe für einen Zuzug nach bzw. einen Umzug
in Leipzig ausschlaggebend waren. Es wurde
nachgefragt, welcher Typ von Wohnungen von
den Zu- und Umziehenden gesucht wird, wie zufrieden sie mit der Ausstattung ihrer jetzigen Woh-

nung sind und ob möglicherweise weitere
Umzugsabsichten bestehen.
Im Zentrum des Interesses standen folgende
Fragen: Welche Gründe waren für den Zuzug/
Umzug ausschlaggebend? Welche Haushaltstypen ziehen zu oder um? Welche Stadtgebiete
und Wohnungsmarktsegmente sind besonders
begehrt? Welche Ausstattungsmerkmale hinsichtlich Wohnung und Wohngebiet sind von vorrangiger Bedeutung? Kurz: Mit den Ergebnissen der
Befragung soll die vorhandene Nachfrage auf dem
Wohnungsmarkt ermittelt werden, um auf mögliche Engpässe im Wohnungsbestand in der Stadt
aufmerksam zu machen. Mit den Ergebnissen
kann konkreter Handlungsbedarf identifiziert werden, um mit gezielten Maßnahmen den Leipziger
Wohnungsmarkt für die Wohnungsuchenden
weiterhin attraktiv zu gestalten.
Zu den inhaltlichen Schwerpunkten des zweisprachigen Fragebogens (Deutsch und Englisch)
gehörten neben allgemeinen soziodemografischen, haushalts- und lebensstilbezogenen Angaben Kriterien zum Herkunftsgebiet und zu Umzugsmotiven, Angaben zur Wohnungssuche und
zur derzeitigen Wohnsituation (Größe, Preis,
Ausstattung, Lage der Wohnung) (Abbildung 10).
Grundlage für die Stichprobenziehungen (nach
Gruppenauskunft des Leipziger Ordnungsamtes)
waren alle Haushalte, die zwischen Oktober 2012
und September 2013 in die Stadt Leipzig zugezogen bzw. innerhalb Leipzigs umgezogen sind. Von
der Bruttostichprobe von 31 973 Zuzüglern und
51 270 Umzüglern im erwähnten Zeitraum wurden
15,6 % der Zuziehenden und 9,8 % der Umziehenden (mittels Zufallsgenerator gleichverteilt über
die Grundgesamtheit) befragt. Bezogen auf das
Sample der 10 000 verschickten Fragebögen wurde eine Rücklaufquote von 25 % erreicht.
Im Folgenden werden erste Ergebnisse der
Befragung kurz dargestellt; weitere Beiträge zu
ausgewählten Themenbereichen (z. B. Nachfragegruppen, gesuchte/gefundene Wohnung)
werden im nächsten Quartalsbericht präsentiert.
Alle Altersgruppen sind mobil
Nicht überraschend gehören die meisten der
Zu- und Umzügler zu den jüngeren und mittleren
Altersgruppen (siehe Abbildung 1). Aus der
Analyse geht jedoch auch hervor, dass Mobilität
keineswegs nur die jüngeren Altersgruppen kennzeichnet. So sind unter den Befragten auch Vertreter der Altersgruppe 70+ (5 %) zu finden.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

19

Befragten wohnen 13 % mit anderen Personen in einer Wohngemeinschaft (WG).

Abb. 1: Altersstruktur aller Befragten

Quelle: Wanderungsbefragung 2014, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW)

Generell sind die Zuzügler mit durchschnittlich
33,1 Jahren deutlich jünger als die Umzügler
mit durchschnittlich 39,6 Jahren. Der Anteil der
unter 26-Jährigen bei den Zuzüglern ist mit 36 %
etwa doppelt so hoch wie bei den Umzüglern,
während bei Letztgenannten der Anteil der über
45-Jährigen mit 32 % doppelt so hoch ist wie bei
den Zuzüglern.
Haushaltsgrößen und -typen
Unter den befragten zu- und umgezogenen
Haushalten überwiegen kleinere und Kleinsthaushalte. Die größte Gruppe (44 %) bilden Zweipersonenhaushalte, überwiegend Paare ohne Kinder.
Abb. 2: Haushaltsgröße der Befragten nach
Umzug, Zuzug und Gesamtstichprobe
80

60

%

246

143

370

216

154

512

988

103,

0

476

377

291

20

668

40

1 Person

2 Personen 3 Personen 4 und mehr
Personen
Umzug
Zuzug
Gesamt

Quelle: Wanderungsbefragung 2014, Helmholtz-Zentrum
für Umweltforschung (UFZ) und Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW)

Auch Einpersonenhaushalte bilden mit 29 %
eine große Gruppe (siehe Abbildung 2). Dagegen
machen Drei- bzw. Vier-Personenhaushalte nur
16 % bzw. 11 % der Befragten aus. Unter den
20

Die Mehrheit zieht aus der Region
zu
Fast zwei Drittel der befragten
Zuzügler, die sich für die Stadt
Leipzig als Wohnstandort entschieden, kamen aus den neuen Bundesländern – ein Trend, der bereits
seit Längerem anhält. Allein ein
Drittel stammt aus Sachsen, überwiegend aus dem Leipziger Umland
(Abbildung 3). Ein knappes Drittel
kommt aus den alten Bundesländern.
Etwa 8 % der befragten Zuzügler
gaben an, aus dem Ausland zu
stammen. Dies ist ein Zeichen
dafür, dass sich die Stadt zunehmend internationalisiert.

Abb. 3: Herkunft der Zuzügler nach Leipzig
EU-Bürger (53,7 %)
sonstiges Europa (12,6 %)
Asien (14,7 %)

4,8%
Berlin

8,3%

28,5%

Alte
Bundesländer
Neue
Bundesländer

58,4%

Ausland

davon 30 % aus Sachsen und
14 % aus Sachsen-Anhalt

Quelle: Wanderungsbefragung 2014, Helmholtz-Zentrum
für Umweltforschung (UFZ) und Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW)

Hauptgründe für den Zuzug nach Leipzig
Ausschlaggebend für einen Zuzug nach Leipzig
sind vor allem Beginn oder Fortsetzung eines Studiums, Arbeitsplatzwechsel sowie Nachzug aus
familiären bzw. partnerschaftlichen Gründen (Abbildung 4 a). Diese machen etwa 60 % der Hauptzuzugsgründe aus. Insbesondere der Arbeitplatzwechsel begründet sich mit der positiven
Entwicklung des Leipziger Arbeitsmarktes (siehe
dafür
auch:
http://statistik.leipzig.de/statpubl/
content/12_statistik-undwahlen/jahrbuecher/Kapitel07.pdf). Da mehrere Gründe genannt werden
konnten, spielten neben den oben erwähnten auch
die Attraktivität der Stadt (43 %) und das preiswerte Wohnen (17 %) eine wichtige Rolle (siehe Abbildung 4 b). Demnach erklärt sich der Zuzug in
die Stadt Leipzig durch die Verknüpfung von Bildungs- und Arbeitsangeboten mit Attraktivitätsfaktoren der Stadt.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

Abb. 4 a: Hauptgrund für den Zuzug nach Leipzig

Quelle: Wanderungsbefragung 2014, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und
Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW)

Abb. 4 b: weitere Gründe für den Zuzug nach Leipzig (Mehrfachnennung möglich)

Quelle: Wanderungsbefragung 2014, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und
Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW)

Umzugsmotive innerhalb Leipzigs
Für die Umzügler waren familiäre und wohnungsbezogene Merkmale (Wohnung zu klein,
Abriss, Entmietung, WG-Auflösung) entscheidend
für den Wohnungswechsel – auch sie machen
zusammen etwa 60 % der Hauptgründe aus (siehe

Abbildung 5 a). Weiterhin spielten der schlechte
Zustand der alten/ ehemaligen Wohnung (17 %),
zu hohe Heizkosten bzw. eine schlechte Wärmedämmung (14 %) sowie der Umstand, dass man
sich jetzt eine bessere Wohnung leisten könne
(15 %), eine wichtige Rolle (siehe Abbildung 5 b).

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

21

Abb. 5 a: Hauptgrund für den Umzug innerhalb Leipzigs

Quelle: Wanderungsbefragung 2014, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und
Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW)

Abb. 5 b: weitere Gründe für den Umzug innerhalb Leipzigs (Mehrfachnennung möglich)

Quelle: Wanderungsbefragung 2014, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und
Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW)

Vor allem gesucht: mittelgroße Wohnungen in
der Gründerzeit
Ein großer Teil der Befragten hat vor allem kleinere und mittelgroße Mietwohnungen (2 bis 3
Räume, 30 bis 59 qm und 60 bis 89 qm) in sanierten Mehrfamilienhäusern der Gründerzeit gesucht
(siehe Abbildung 6). Aber nicht nur die gründer22

zeitliche Bausubstanz ist für die Wohnungssuchenden interessant, auch andere Baualtersklassen wie z. B. der Neubau ab 2002 wurden von den
Befragten favorisiert.
Hinsichtlich Wohnungsausstattung legten die
Befragten vor allem Wert auf folgende Merkmale:
Balkon oder Terrasse, gute Wärmedämmung, eine

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

moderne, sparsame Heizung sowie eine geringe
Lärmbelastung. Weniger wichtig waren dagegen
das Vorhandensein einer Einbauküche sowie Barriere- oder Schwellenarmut (siehe Abbildung 7).
Letzteres scheint mit dem Alter der Befragten in
Zusammenhang zu stehen, da für die mehrheitlich
Jüngeren dieser Aspekt noch keine Bedeutung
besitzt.

und wo Wohnungsleerstand kaum noch vorhanden ist. In den Stadtbezirken Nordost, West und
Nordwest wurde am wenigsten gesucht (siehe
Abbildung 8).
Abb. 8: Intensität der Wohnungssuche
in den Leipziger Stadtbezirken
(N = 8747, Mehrfachnennungen)

Abb. 6: Gründerzeitwohnungen sind bei Zuund Umzüglern beliebt

Mitte
Nord
Südwest
Süd
Ost
Altwest
Südost
Nordost
West
Nordwest
0%

Foto: Dieter Rink (2014)

Abb. 7: Wichtigkeit der Ausstattungsmerkmale (N = 2121)

20%

30%

40%

Quelle: Wanderungsbefragung 2014, Helmholtz-Zentrum
für Umweltforschung (UFZ) und Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW)

Erneute Umzugsabsichten
Jeder fünfte befragte Haushalt (19 %) wird
voraussichtlich in den nächsten zwei Jahren erneut umziehen, ein weiteres Drittel (32 %) möglicherweise. Gleichzeitig möchten 56 % der Befragten in Leipzig bleiben, entweder im selben
Ortsteil oder im selben Stadtbezirk (siehe Abbildung 9). Ein Viertel der Befragten ist sich noch
unsicher, wo sie in Zukunft wohnen wollen. Unter
den Umzugswilligen sind vor allem Singles, junge
Paare ohne Kinder und in einer WG-Lebende.

Balkon, Terrasse
gute Wärmedämmung
moderne, sparsame Heizung
geringe Lärmbelästigung
Parkett bzw. Holzfußboden
PKW-Stellplatz in der Nähe
Abstellmöglichkeit für Kinderwagen, Rollator, Fahrrad etc.
Garten, Hof

Vorrangige
Zielgebiete
der
Wohnungssuchenden
Die Mehrheit der Befragten hat vor allem im
Zentrum und den benachbarten Gebieten sowie in
Gründerzeitquartieren um die Innenstadt (Südvorstadt, Schleußig, Plagwitz, Reudnitz-Thonberg,
Gohlis-Süd) gesucht. Das sind zu einem großen
Teil diejenigen Quartiere, auf die sich bereits in
den letzten Jahren die Zuwanderung konzentrierte

Umzug
(N=1118)
ja

49,4
31,8
18,7

Quelle: Wanderungsbefragung 2014, Helmholtz-Zentrum
für Umweltforschung (UFZ) und Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW)

38,7

sehr
eher
1
un- 2
unwichtig wichtig

37,9

teils,
0
teils

23,5

eher
-1
wichtig

100 %
90 %
80 %
70 %
60 %
50 %
40 %
30 %
20 %
10 %
0%

25,6

barrierearm, schwellenarm

13,9

Einbauküche

60,6

Abb. 9: Umzugsabsichten der Befragten
in den nächsten zwei Jahren

Aufzug bzw.
wenige Treppen zur Wohnung

sehr
-2
wichtig

10%

Zuzug
(N=1151)

Gesamt
(N=2269)

möglicherweise

nein

Quelle: Wanderungsbefragung 2014, Helmholtz-Zentrum
für Umweltforschung (UFZ) und Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW)

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

23

Zusammenfassung
Die Ergebnisse der Befragung haben gezeigt,
dass Leipzig eine attraktive Stadt für verschiedene
Zuwanderergruppen, bei Weitem nicht nur Studenten, geworden ist. Gleichzeitig ist und bleibt die
Umzugsmobilität innerhalb der Stadt weiter auf
hohem Niveau (etwa jeder vierte Leipziger sucht
gegenwärtig eine neue Wohnung, siehe LVZ vom
22./23.02.2014). Die Zuzügler kommen weiterhin
vor allem aus der näheAbb. 10: Deckblatt des Fragebogens
ren Umgebung. Die
erneuten
Umzugsabsichten aller Altersgruppen,
Haushaltsgrößen und Einkommensgruppen werden
den Leipziger Wohnungsmarkt in Zukunft
vor die Herausforderung stellen, dieser
Diversifizierung gerecht
zu werden. Ob jedoch
alle
Wohnungssuchenden ihre Wünsche auf dem Leipziger
Wohnungsmarkt schon
heute realisieren können, bleibt offen. Um
hier Antwortangebote
zu unterbreiten, ist zu
prüfen, welche Nachfragegruppen in welchen
Stadtbezirken
suchen und wie auf den
Ansturm in bestimmten
Stadtbezirken
stadtund wohnungspolitisch
reagiert werden kann.
Die Ergebnisse der
aktuellen
Befragung
zeigen,
dass
kein
Stadtgebiet grundsätzlich abgelehnt wird.
Daraus
lässt
sich
schlussfolgern,
dass
vergleichbare Wohnpotenziale in unterschiedlichen
Wohngebieten
noch stärker in die Öffentlichkeit
gerückt
werden sollten.

Generell ist die Zufriedenheit mit dem Zuzugsoder Umzugsort groß: in den Stadtbezirken Mitte,
Süd, Nord und Südwest würde eine große Mehrzahl der Befragten (80 % und mehr) einem guten
Freund raten, in diesen Stadtbezirk zu ziehen.
Wenn auch nicht mit gleich hohem Wert, aber
dennoch mit erheblicher Zustimmung (50 bis
70 %) werden auch die Stadtbezirke Ost, Nordost,
West (mit Grünau) und Nordwest empfohlen.

Quellen:
- Leipziger Volkszeitung vom 22./23.02.2014:
Jeder vierte Leipziger sucht eine neue Wohnung (Jens Rometsch).

24

- Rink, D., Haase, A., Schneider, A. (2014): Vom
Leerstand zum Bauboom? Zur Entwicklung des
Leipziger Wohnungsmarktes, in: Leipziger
Statistischer Quartalsbericht I/2014, S. 25-28.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

Das gehobene Wohnsegment in Leipzig
Dieter Rink, Andreas Schneider, Annegret Haase, Bernadette Lier
Prof. Dr. Dieter Rink ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am UFZ und Honorarprofessor an der Universität
Leipzig, Dr. Annegret Haase und Bernadette Lier sind wissenschaftliche Mitarbeiterinnen am UFZ, Dipl.Geogr. Andreas Schneider ist freiberuflich im Bereich Wohnungsmarktforschung tätig.
Die Redaktion
Im Rahmen der Renaissance des innerstädtischen Wohnens – auch als Reurbanisierung bezeichnet – spielt das sogenannte „gehobene Wohnen“ bzw. „gehobene Wohnsegment“ in den
letzten Jahren eine prominenter werdende Rolle.
Kaltenbrunner und Waltersbacher beobachten
eine „Trendwende im Wohnungsneubau seit 2010“
und konstatieren, „dass sich im Wohnungsbau der
vergangenen Jahre häufig nur im gehobenen
Marktsegment etwas bewegt“ (Kaltenbrunner/
Waltersbacher 2014: 6, 9) und Susanne Frank
stellt fest, dass „trotz (oder gerade wegen) der
Finanzmarktkrise … der Sektor des hochpreisigen
(Um)Bauens und des Luxuswohnens (wächst)“
(Frank 2013: 40). Auch in Leipzig ist dieser Trend
im Zuge des neuerlichen Wachstums sichtbar,
Immobilienanalysten sprechen von einem „LeipzigBoom“ und einer hohen „Nachfrage nach modernisiertem und hochwertigem Wohnraum“ (Beecken
2012: 34; Kraushaar 2012: 165) und Wohnungsmarktexperten beobachten eine Trendwende zu
„hochwertigen komfortablen Wohnungen in großzügiger Ausführung“ insbesondere in gefragten
Wohnlagen (Poznanski 2012: 142). Nachdem im
Quartalsbericht I/2014 unter dem Titel „Vom Leerstand zum Bauboom? Zur Entwicklung des Leipziger Wohnungsmarkts“ ein Überblick zu aktuellen
Entwicklungen im Wohnungsbau in Leipzig gegeben wurde, beschäftigt sich der vorliegende Beitrag anknüpfend daran detaillierter mit dem gehobenen Wohnsegment in Leipzig. Dabei wird auf
konkrete Sanierungs- und Neubauobjekte eingegangen, die bevorzugten Stadtteile und Lagen
werden identifiziert und die Auswirkungen auf den
lokalen Wohnungsmarkt abgeschätzt.
Zunächst zur Definition: Gehobenes Wohnen
wird meist mit höheren bzw. hohen Wohn- bzw.
Ausstattungsstandards sowie entsprechenden
(höheren) Preisen assoziiert. Hier sind eine ganze
Reihe von Begriffen wie attraktives Wohnen,
exklusives Wohnen, hochwertiges Wohnen, anspruchsvolles Wohnen bzw. auch Luxuswohnen
etc. im Gebrauch, die eher beschreibend verwendet werden. In Bezug auf die Wohnlage ist entsprechend von einem sehr guten Wohnwert oder
aber einer guten, sehr guten bzw. Toplage die
Rede. Für das gehobene Wohnen gibt es bislang
jedoch weder klare Kriterien noch eine allgemein
akzeptierte Definition. Häufig setzen hier Bauträger und Projektentwickler die Maßstäbe bzw.
Kriterien mit ihren eigenen Vermarktungsstrategien fest. Die preislichen Werte variieren von
Markt zu Markt, bewegen sich aber immer im obe-

ren Bereich. In Bezug auf mittlere Segmente und
Lagen ist die Abgrenzung meist deutlich, während
Luxussegmente und –lagen dagegen häufig eingeschlossen bzw. nicht explizit ausgeschlossen
werden. Für diese Abgrenzung lassen sich vornehmlich vier Faktoren heranziehen: die Ausstattung, der Preis, das Bausegment und die Lage.
Eine Orientierung für die gehobene Ausstattung
einer Wohnung bieten die Festlegungen für Preisaufschläge pro m² von Wohnungen im örtlichen
Mietspiegel, z. B. Ausstattungsmerkmale wie
Deckenstuck, das Vorhandensein eines GästeWCs, einer getrennten Dusche und Wanne, eines
Balkons. Die Merkmale sind jedoch keineswegs
deutschlandweit einheitlich, da die Wohnungsmärkte in den Städten aus historischen Gründen
ganz unterschiedlich geprägt und die Wohnungen
ganz unterschiedlich ausgestattet sind. In Leipzig
können anhand des Mietspiegels von 2012 folgende Ausstattungsmerkmale herausgestellt werden, die einen Aufschlag des Quadratmeterpreises
rechtfertigen: Balkon, Gäste-Bad bzw. –WC, Fußbodenheizung in mindestens einem Wohnraum,
Aufzug (vgl. Stadt Leipzig 2012: 5). Es lassen sich
noch einige weitere Ausstattungen heranziehen,
die zwar als wohnwerterhöhend gelten, jedoch für
sich genommen keine ausreichende Signifikanz
besitzen, beispielsweise eine Maisonette- oder
Penthouse-Wohnung, Doppelwaschbecken oder
getrennte Dusche und Badewanne (ebd.).
Bild 1: Altbau und Neubau Breitkopfstraße
(Reudnitz-Thonberg)

Foto: Andreas Schneider

Bezüglich der Immobilien- und Mietpreise
können hier keine fixen Werte angegeben werden.
Klare Abgrenzungen zu den unteren bzw. oberen
Preissegmenten sind kaum möglich und unter-

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

25

liegen zudem Veränderungen im Zeitverlauf. Vor
allem der Übergang vom gehobenen Wohnen zum
Luxuswohnen ist fließend und nicht eindeutig
trennbar. Schließlich gibt es preisliche Übergänge,
die sich der eindeutigen Zuordnung entziehen.
Eine Abgrenzung von gehobenen Wohnprojekten
in Leipzig (zum Datum 01.01.2013) wurde durch
die Autoren mittels eines Richtwertes vorgenommen, um die Objekte besser zu erfassen. Die
Kaltmiete sollte mindestens 6,50 €/m² (Erst- und
Wiedervermietung) betragen, der Kaufpreis im
Erstverkauf ab 2 000 €/m². In einfachen Lagen, vor
allem im Leipziger Osten, sind jedoch auch noch
Preise unter 6,50 € auch bei sehr guter Ausstattung möglich. Die Spreizung der Miet- und Kaufpreise nimmt in Leipzig aktuell weiter zu. Während
in einigen Stadtteilen noch immer Mieten von unter
5 € verlangt werden, betragen die Mieten im Neubau (Baujahr nach 2005) bei Erst- und Wiedervermietung bereits mindestens 8 bis 10 €/m², im
Luxussegment vereinzelt bis 12 €/m² kalt (vgl. IVD
2013: 2). Im Altbau bewegen sich die Mieten
überwiegend zwischen 6 und 9 €/m², im
Luxussegment bis 11 €/m².
Bild 2: Altbau und Neubau Carl-Maria-vonWeber-Straße (Zentrum-West)

Etablierung von Maisonetten und Penthouses auf
Altbauten und auch auf Neubauten beliebte
Methoden. Diese Wohnformen erzielen meist die
höchsten Kauf- und Mietpreise. Eine weitere Form
der Etablierung gehobener Wohnstandorte erfolgt
als Neubau zur Nachverdichtung in bestehenden
Quartieren oder auch als Komplettneubau auf
ehemaligen Brachen (vgl. die Bilder 3 und 4).
Teilweise handelt es sich auch um vollständig
neue Quartiere oder sogar neue Stadtviertel wie
z. B. am Bayrischen Bahnhof oder am Lindenauer
Hafen. Schließlich sind auch Umwandlungen von
Militär-, Bildungs-, Industrie- und Gewerbegebäuden zu Wohnzwecken zu beobachten wie
z. B. Buntgarnwerke und Alte Tapisserie in Plagwitz, das Interdruck-Palais in der Salomonstraße
oder das ehemalige Militärgelände „Siebengrün“
bzw. „Kaisergärten“ (vgl. Bild 5) sowie die ehemalige Lumumba-Schule in Gohlis. Diese sogenannten Lofts bilden ein zwar kleines, aber sehr
exklusives Segment. Die meisten Leipziger Projekte im gehobenen Wohnsegment werden in einem
dieser Bereiche realisiert, es gibt aber durchaus
auch Kombinationen zwischen sanierten Altbauten, Neubauten und Umnutzungen, die aus dieser
Mischung eine zusätzliche Attraktivität gewinnen
(z. B. der Aurelienbogen in Lindenau; vgl. Bild 6).
Das Besondere dieses beispielhaft erwähnten
Projektes ist zum einen die Wasserlage am KarlHeine-Kanal, zum anderen werden verschiedene
Nachfragegruppen angesprochen, da sowohl
Gründerzeit-Wohngebäude saniert als auch ehemalige Fabrikanlagen umgebaut werden (LoftCharakter). Ergänzend entstehen als drittes
Segment hochwertige Neubauten.
Bild 3: Hochwertiger Neubau Fritz-SegerStraße (Gohlis-Süd)

Foto: Andreas Schneider

Hinsichtlich der bevorzugten Bausegmente
steht die gehobene Gründerzeit im Fokus. Sie
erfreut sich nicht nur hoher Wertschätzung seitens
der Bevölkerung, sie ist auch sehr variabel und
flexibel im Hinblick auf neue Ansprüche bzw. hinsichtlich der Ansprüche verschiedenster Altersgruppen, Haushaltstypen und Lebensstilvertreter.
Entsprechend entsteht ein großer Teil des gehobenen Wohnens durch aufwändige Sanierungen
von Altbauten der gehobenen Gründerzeit. Dabei
werden zum einen hochwertige historische Ausstattungselemente wie Stuck, Kassettentüren und
Deckenmalereien aufgearbeitet, zum anderen die
oben aufgeführten modernen, zeitgemäßen Ausstattungselemente ergänzt. Neben der Nutzung
bzw. Umwandlung bestehender Wohnungen sind
auch der Ausbau von Dachgeschossen sowie die
26

Foto: Andreas Schneider

Zusammenfassend können folgende Formen
von gehobenen Sanierungs- und Wohnprojekten
genannt werden:
 gehobene Sanierung im Gründerzeitaltbau,
 hochwertiger Neubau von Mehrfamilienhäusern,

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]



Projekte hinzu addiert werden müssen, die bisher
nur in Planung sind (u. a. ehemaliges Technisches
Rathaus in der Prager Straße oder weitere ehemalige Kasernen-Areale in Möckern). Die Autoren
gehen nicht von einer Vollständigkeit der Erfassung aus und kalkulieren eine Untererfassung von
ca. 10 %. Bei einer Zahl von 7 209 Wohneinheiten
wären das ca. 700-800, also kann man von ca.
8 000 Wohneinheiten in den letzten fünf Jahren
sprechen, ca. 1 500 Wohneinheiten pro Jahr.
Gehobene WohnproTab.: Wohneinheiten in der Stadt Leipzig (Stichtag 1. Juli 2014)
jekte werden in Leipzig
mehrheitlich in bereits
etablierten guten bzw.
sehr guten Lagen errichtet. Das gilt insbesondere
für innerstädtische Quartiere des denkmalgeschützten Gründerzeitaltbaus (vor 1918), aber
auch Neubauquartiere in
attraktiven Lagen. Des
Weiteren geraten denkmalgeschützte
Objekte
aus den 1920er und
1930er Jahren verstärkt in
Quelle: UFZ Leipzig, eigene Erhebung
den Fokus von ImmobiliDie Tabelle erfasst Sanierungs- und Neubau- eninvestoren, da die Gründerzeit in gefragten Laprojekte, die den festgelegten Kriterien von min- gen nahezu vollständig saniert ist. Seltener findet
destens 6,50 € Kaltmiete pro Quadratmeter sowie dies in Gebäuden aus den 1950er Jahren oder in
einem Kaufpreis von mindestens 2 000 € pro Plattenbausiedlungen statt. Hier sind meist nicht
Quadratmeter entsprechen. Sie berücksichtigt nur umfangreiche Umbauten nötig, auch die Lage
angebotene Objekte ab ca. 2010, in Einzelfällen sowie das Umfeld gelten überwiegend als zu weauch davor. In einzelnen Stadtteilen, wie z. B. nig attraktiv für zahlungskräftige Interessenten.
Volkmarsdorf, können diese Werte auch unter- Zudem ist die Denkmalabschreibung für Kapitalanschritten werden. Neben den messbaren Werten leger nicht anwendbar, welche aber bei der Saniein Form von Angebotspreisen wurden Ausstat- rung von Baudenkmalen einen entscheidenden
tungsdetails einbezogen, insbesondere Echtholz- Faktor für das Engagement vieler Investoren darparkett, Designerbäder, mehrere Balkone oder stellt. In den letzten Jahren lässt sich beobachten,
Terrassen, aufwändiger Stuck, getrennte Bade- dass bisher uninteressante Lagen zu gehobenen
wanne und Dusche, Gäste-WC, bodentiefe Fens- Lagen entwickelt bzw. profiliert werden (u. a. der
ter. Auffällig hohe Zahlen in der ZusammenstelBild 4: Hochwertiger Neubau Liviastraße
lung sind auf größere Projekte zurückzuführen
(Waldstraßenviertel)
(z. B. bei Gohlis-Mitte durch das Quartier Siebengrün, in Zentrum-Südost durch das LKG-Carré, bei
Altlindenau/Leutzsch durch das Brunnenviertel).
Nicht berücksichtigt wurden reine Stadthausprojekte mit einem Haushalt pro Neubaueinheit.
Es wurden bereits realisierte und im Bau befindliche Projekte erfasst, zu einem kleinen Teil
(ca. 10 %) auch solche, die vor der Realisierung
stehen bzw. in Bauvorbereitung sind. Projekte wie
der Lindenauer Hafen oder der Bayrische Bahnhof
wurden nicht einbezogen. Allein hier sind mehrere
tausend Wohneinheiten geplant, größtenteils im
gehobenen Segment. Zwar liegen keine genauen
Zahlen vor, es ist aber insgesamt mit einem deutlichen weiteren Wachstum im gehobenen Segment
zu rechnen. Zumal auch die zahlreichen kleineren
Foto: Andreas Schneider
Umnutzung ehemaliger Nichtwohngebäude
(u. a. Lofts in ehemaligen Industrieanlagen)
und
 Mischformen bzw. Kombinationen (Alt- und
Neubau (vgl. Bilder 1 und 2) bzw. Umwandlung
oder alle drei Formen zusammen).
Die Tabelle zeigt die Anzahl erfasster
Wohneinheiten im Rahmen der erfolgten Recherchen zu diesem und dem vorangegangen Artikel
im Statistischen Quartalsbericht I/2014.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

27

oben erwähnte Aurelienbogen in Lindenau oder
das Kasernenareal in Gohlis/Möckern). Die Lage
in der Nähe von Parks, Grünanlagen bzw. Wasserflächen (Flüsse, Seen, Kanäle) trägt zur Steigerung des Wohnwertes bei. Kleinere Objekte wie
einzelne Gründerzeitgebäude oder Neubauvorhaben gestalten sich als risikoarm, da eher wenige
Wohneinheiten errichtet werden und diese überwiegend in bestehende gute bis sehr gute Lagen
mit gewachsener Infrastruktur integriert sind. Bei
der Sanierung bzw. ergänzendem Neubau ganzer
Quartiere scheint das Risiko bei „Einbettung“ in
bestehende Viertel oder „Anlagerung“ an diese
dann geringer zu sein, wenn ebenfalls gewachsene Strukturen vorzufinden sind. Eine andere Situation liegt vor, wenn Mikrolagen bzw. –quartiere
komplett neu entwickelt werden, aber eine entsprechende Infrastruktur (Grünflächen, Cafés,
Bars, Kneipen, Einzelhandel etc.) überwiegend
oder vollständig fehlt und einzig eine (sehr) zentrale Lage oder die Ausstattungsmerkmale der Wohnungen und Anlagen als Standortfaktoren zählen,
dazu gehören vor allem einige Projekte im Leipziger Osten.
In Leipzig begann die Entwicklung im gehobenen Segment vereinzelt Mitte der 2000er Jahre,
verstärkt jedoch erst am Ende des letzten Jahrzehnts. Angesichts der Leerstandskrise um die
Jahrtausendwende kann die aktuelle Entwicklung
als Indiz für die Konsolidierung des Leipziger
Wohnungsmarktes gewertet werden. Den Beginn
machten aufwändige Altbausanierungen verschiedener größerer und kleinerer Bauträger aus
Leipzig, aber auch aus anderen Bundesländern
sowie dem Ausland. Hochwertige Neubauten erfolgten anfangs aufgrund des noch hohen Leerstands nur vereinzelt, wurden jedoch durch die
stetige bzw. steigende Nachfrage zunehmend
attraktiv. Zudem muss man festhalten, dass in
einigen Lagen die Sanierungsquote im Altbau bei
nahe 100 % liegt bzw. noch unsanierte oder teilsanierte Gebäude überwiegend bewohnt werden
oder unklare Eigentumsverhältnisse aufweisen. In
diesen Lagen kann eine Erweiterung des hochwertigen Bestandes daher nur noch über Neubau
erfolgen. Dies ist insofern ein Novum, da der Neubau im Geschosswohnungsbau nach einem anfänglichen Boom in den 1990ern über die Jahrtausendwende für ca. zehn Jahre nahezu zum Erliegen gekommen war. Mittlerweile, seit etwa drei bis
vier Jahren, ist der Neubau von Mehrfamilienhäusern wieder attraktiv, allerdings nur im gehobenen
bzw. Luxussegment und in guten bis sehr guten
Lagen. Neubauten erfolgen somit überwiegend in
den gründerzeitlichen, innenstadtnahen Ortsteilen
des Zentrums („Zentrum“), des Südens (Südvorstadt, Connewitz), des Westens (Schleußig,
Plagwitz, seit ca. 2013 beginnend auch in Lindenau und Altlindenau) und des Nordens (Gohlis28

Süd und Gohlis-Mitte, vereinzelt auch Möckern), in
Stadtteilen wie Reudnitz, Marienbrunn, Mockau,
Schönefeld, Kleinzschocher existieren bisher nur
einzelne, wenig marktrelevante Projekte. Aktuell
konzentriert sich die Aufwertung im Leipziger Westen, d. h. in Lindenau, Altlindenau und Plagwitz.
Hier sind zahlreiche Bauträger aktiv und verwirklichen unterschiedliche hochwertige Wohnobjekte
bzw. haben diese im vergangenen Jahr fertig
gestellt (Veneziaquartier – Buntgarnwerke, Alte
Tapisserie, Weißenfelser Hofgärten, Aurelienbogen u. a.). Teilweise werden sogar ganze Quartiere neu entwickelt wie z. B. das Brunnenviertel,
welches vollständig aus gründerzeitlichen Objekten besteht. Parallel dazu wird auch das von der
Stadt angestoßene Gebiet um den Lindenauer
Hafen begonnen, auf welchem ab Sommer 2014
in den folgenden Jahren mehrere hundert
Wohneinheiten entstehen sollen. Allerdings sind
auch im Leipziger Osten - hier vor allem in Zentrum-Ost und Zentrum-Südost sowie in Teilen von
Reudnitz - viele Sanierungs- und Neubauvorhaben
erfolgt bzw. geplant (u. a. Salomonstift in Reudnitz, Interdruck-Palais in Zentrum-Ost). Durch den
hohen Sanierungsstand in citynahen Lagen werden aktuell auch immer häufiger Gründerzeitgebäude saniert, welche über sehr lange Zeiträume leer standen oder nur noch von wenigen
Mietern in einfachem Standard, teilweise noch mit
Kohleheizung, bewohnt wurden. Auch an stark
befahrenen Hauptstraßen erfolgen seit einigen
Jahren hochwertige Sanierungen (beispielsweise
Jahnallee, Eutritzscher Straße, Friedrich-EbertStraße). An dieser Entwicklung lässt sich deutlich
ablesen, dass auch bisher als wenig attraktiv geltende Lagen entwickelt werden, da die Nachfrage
in bestimmten Vierteln gestiegen ist.
Nachfolgende Karte gibt einen Überblick über
die Entwicklung in der Gesamtstadt. Deutlich
erkennbar ist der Fokus der Investoren auf innenstadtnahe Quartiere. Insbesondere in den Stadtteilen des Zentrums, im Süden (Südvorstadt,
Connewitz), im Westen (Plagwitz, Lindenau) und
im Norden (Gohlis-Süd, Gohlis-Mitte, teilweise
Eutritzsch) sind Schwerpunkte auszumachen.
Es lässt sich mittlerweile eine zunehmende
Ausdifferenzierung insbesondere zwischen, aber
auch innerhalb von Stadtteilen beobachten. Einzelne Quartiere innerhalb eines Stadtteils können
etwa durchaus unterschiedliche Mietpreise aufweisen, was durch die Baustruktur und die aktuellen Sanierungen bzw. Neubauten bedingt ist. Die
Folge ist ein fehlendes preiswertes Angebot im
Bereich der Erstmieten nach Sanierung in der
Gründerzeitsubstanz und im Neubau (Baujahr
2005 oder jünger) in den stark nachgefragten
Stadtteilen. Neubauvorhaben sind für Einkommensschwache oder Arbeitslose in der gesamten
Stadt derzeit überhaupt nicht erschwinglich, da die

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

(Stichtag
1. Juli 2014)

(Kalt-)Mieten sich deutlich von der Durchschnittsmiete abheben und selten unter 8 €/m² liegen (der
ALG-II-Satz beträgt jedoch derzeit maximal 4,48
€/m² kalt). Erst- und Zweitsanierungen führen im
Altbausegment an einzelnen Stellen zur Verdrängung ansässiger Bewohner. Dies erfolgt sowohl
direkt, wenn bisher günstige Wohnungen hochwertig saniert und die Bestandsmieter gekündigt werden, als auch indirekt, indem das allgemeine Mietniveau
ansteigt
und
die
Mieter
die
neuen Preise nicht mehr zahlen können. Einige
Stadtteile erfahren momentan durch umfangreiche
Sanierungs- und Neubauvorhaben eine deutliche
Aufwertung, längerfristig droht hier der dauerhafte
Verlust preiswerten Wohnraums. Andere Stadtteile
haben diese Aufwertung bereits in den vergangenen Jahren erfahren und mittlerweile ein durchschnittliches Mietniveau (Angebotsmieten) von
über 6,00 €/m² kalt erreicht. Dazu gehören vor
allem sehr zentrale Lagen wie die Südvorstadt
sowie alle Zentrums-Stadtteile mit Ausnahme des
Zentrum-Südost. Hier erhöhte sich die Angebotsmiete teilweise um einen Euro pro Quadratmeter
allein zwischen 2010 und 2013 (vgl. Stadt Leipzig
2014: 42).
Aufgrund der Gleichzeitigkeit eines vergleichsweise hohen Leerstands (vor allem in wenig
attraktiven Lagen oder Beständen), dem nahezu
zum Erliegen gekommenen Abriss sowie gleichzeitigem Neubau, der Sanierung von Bestandsbauten und Umnutzung von Industriebauten stellt
sich die Frage, wie sich der Leipziger Wohnungsmarkt künftig entwickelt. Die Konzentration der
Neubauten und Sanierungen im gehobenen Segment sowie starke Preissteigerungen (vgl. Johnes
Lang Lasalle 2013: 8) sind deutlich zu beobach-

ten und werfen die
Frage nach einer
Überhitzung
des
Marktes auf. Insbesondere
die
Kauf- und Mietpreise im hochwertigen
Segment
sind in den vergangenen Jahren
deutlich angestiegen, die Kaufpreise erreichen laut
IVD (2013: 3) im
Mittel im Neubausegment
2 900
€/m². In Spitzen
werden bereits um
die 4 000 € erreicht,
allerdings
sind auch Fälle
bekannt, bei denen
diese
gesenkt
werden mussten, da der Verkauf nicht zu realisieren war. Es stellt sich weiterhin die Frage, inwieweit die Zahlungsfähigkeit der Haushalte für gehobenes Wohnen längerfristig gegeben ist bzw. ob
die allgemein positive Wirtschaftsentwicklung in
der Stadt dazu führt, dass sich insgesamt mehr
Haushalte höhere Mietpreise leisten können (und
wollen). Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass
mittelfristig viele einkommensschwache Haushalte
aus zentrumsnahen Stadtteilen wegziehen (müssen) und sich in den verbleibenden günstigen
Stadtteilen, vor allem in Siedlungen des DDRWohnungsbaus, konzentrieren. Bereits jetzt ist die
Herausbildung von „Mittelschichtinseln in den inneren Städten“(Frank 2013: 42) auch in Leipzig zu
beobachten. Dies führt zunächst zu einer kleinräumig segregierten Stadtentwicklung, langfristig
entsteht eine „Stadt der Enklaven“ (ebd.: 41): „Mittelschichtinseln, die sich gegen ihre Umgebung
abgrenzen und ihre Bewohner gegen statusniedrigere bzw. bildungsferne Bevölkerungsgruppen
abschirmen“ (Frank 2014: 169). Die Wiederentdeckung von Innenstadtgebieten durch Teile des
Mittelstands zeigt auch neue Probleme wie Gentrifizierung auf, denn je beliebter die Stadt wird,
„desto mehr Konflikte und Verteilungskämpfe wird
es geben“ (Kaltenbrunner/Waltersbacher 2014:
11). Auch dafür gibt es in Leipzig bereits einige
Belege aus Connewitz, der Südvorstadt sowie
dem Leipziger Westen.
Im Wohnungspolitischen Konzept der Stadt
Leipzig wurde im Jahr 2009 die untere Grenze
des „höherpreisigen Wohnsegments“ bei 5,50 €
angesetzt, die Spanne liegt zwischen 5,50 € und
7,80 €, mit Ausreißern bis 9,35 € (Stadt Leipzig
2009: 44).

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

29

Bild 5: Umwandlung einer Kaserne
(Kaisergärten, Möckern)

Foto: Andreas Schneider

Insgesamt wurden ca. 60 000 Wohneinheiten
diesem Segment zugeordnet, die zwischen 15 und
20 % des Leipziger Wohnungsmarktes ausmachen, mit Schwerpunkt in der Gründerzeit in
attraktiven Lagen und der Prognose „wachsend“
(ebd.: 75 ff.). Die Nachfrage wurde mit ca. 70 000
Haushalten kalkuliert mit ebenfalls wachsender
Tendenz (ebd.). Auf Grundlage unserer Analyse
kann eingeschätzt werden, dass das gehobene
Wohnsegment in den letzten fünf Jahren um etwa
zehn Prozent gewachsen ist. Bezogen auf das
ursprüngliche Nachfragepotenzial wäre der Bedarf
bald gedeckt. Rechnet man mit ein, dass durch
den Zuzug die Nachfrage im gehobenen Segment
auch entsprechend gewachsen ist, so dürfte hier
noch „Luft“ für weiteres Wachstum sein.
Bild 6: Kombination Altbau, Neubau und
Umwandlung (Aurelienbogen, Lindenau)

Foto: Dieter Rink

Zusammenfassend kann man festhalten, dass
Sanierungen, Neubauten und Umwandlungen zur
übergroßen Mehrheit im gehobenen Wohnsegment stattgefunden haben, stattfinden bzw. geplant und projektiert sind. Lediglich einige Altbausanierungen in weniger gefragten Stadtteilen
sowie Sanierungen von Plattenbauten in der In30

nenstadt und Großwohnsiedlungen finden im
preiswerten bzw. mittleren Wohnsegment statt.
Das gehobene Wohnsegment konnte sich in
der Vergangenheit kaum profilieren, zudem hat es
sich infolge des leerstandsbedingten Drucks preislich kaum vom mittleren Segment abgehoben. Mit
den oben geschilderten Sanierungen, Neubauten
und Umwandlungen vor dem Hintergrund einer
dynamisch wachsenden Stadtbevölkerung wird
dieses Segment nunmehr in Leipzig etabliert, profiliert und fortlaufend erweitert. Dies trägt dazu bei,
dass der Leipziger Wohnungsmarkt insgesamt
attraktiver, differenzierter und vielfältiger wird. Das
dürfte die bereits jetzt schon außergewöhnlich
starke Zuwanderung weiter fördern. Wenngleich
dies durchaus positiv zu bewerten ist, sollten die
damit verbundenen Auswirkungen auf das Preisgefüge und insbesondere auf das preiswerte
Wohnsegment nicht aus dem Blick geraten. Hier
muss vielmehr der künftige Schwerpunkt von
Wohnungspolitik und Stadterneuerung liegen.

Quellen:
- Beecken, Grit (2012): Im Osten geht die Sonne
auf, in: Capital. Immobilienkompass 2012,
S. 30-35.
- Frank, Susanne (2013): Unbehagen der Mitte.
Die aktuelle Wohnungskrise und die urbanen
Mittelschichten, in: RaumPlanung 169/4-2013,
S. 39-44.
- Frank, Susanne (2014): Innere Suburbanisierung als Coping-Strategie: Die “neuen Mittelschichten“ in der Stadt, in: Berger, Peter A. u. a.
(Hg.): Urbane Ungleichheiten. Neue Entwicklungen zwischen Zentrum und Peripherie,
Wiesbaden, S. 157-172.
- Jones Lang LaSalle (2013): Residential City
Profile. Wohnungsmarkt Leipzig – Update
2. Halbjahr 2013.
- IVD Mitte-Ost (2013): Neubauten in sehr guten
Lagen immer beliebter, http://ivd.net/fileadmin/
user_upload/ivd_mitte_ost/preisspiegel/Preis
spiegel_2013/PM_Preisspiegel_2013.pdf.
- Kaltenbrunner, Robert; Waltersbacher, Mattias:
Besonderheiten und Perspektiven der Wohnsituation in Deutschland (2014): Aus Politik und
Zeitgeschichte, H. 20-21/2014, S. 3-12.
- Kraushaar, Martin: Leipzig: Die Party geht
weiter, in: Capital. Immobilienkompass 2012,
S. 164-167.
- Poznanski, Joachim (Hg.) (2012): Neues
Wohnen in Leipzig. Vielfalt und Veränderung.
Ein Resümee aus 20 Jahren, Leipzig.
- Stadt Leipzig (2012). Mietspiegel 2012.
- Stadt Leipzig (2009): Wohnungspolitisches
Konzept, Leipzig.
- Stadt Leipzig (2014): Monitoringbericht Wohnen
2013/2014. Leipzig.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

Empfänger von SGB-II-Leistungen in Leipzig
Lars Kreymann
Nach wie vor bezieht ein relativ großer Teil der
Leipziger Bevölkerung Leistungen nach Sozialgesetzbuch II (SGB II). Bei den SGB-II-Leistungen
handelt es sich um eine Grundsicherung für
Arbeitsuchende und für Personen unter 65 Jahre,
die zusammen mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft leben. Erwerbsfähige Leistungsberechtigte
erhalten das Arbeitslosengeld II. Nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte beziehen Sozialgeld,
in den meisten Fällen betrifft dies Kinder im Alter
bis unter 15 Jahre.
Zum Jahresende 2013 erhielten in der Stadt
Leipzig insgesamt 70 731 Personen Leistungen
nach SGB II. Damit hat sich auch im Jahr 2013 die
Zahl der Leistungsempfänger gegenüber dem
Vorjahr erneut verringert. Im Vergleich zum Jahresende 2012 sank die Zahl der Leistungsempfänger um 0,1 %. Gegenüber dem Jahr 2006, dem
Jahr mit der höchsten Zahl an Leistungsempfängern (84 439 Personen), beträgt der Rückgang
16,2 %. Somit ist die Zahl der Leistungsempfänger
auf den niedrigsten Stand seit Einführung dieser
Leistungen im Jahr 2005 gesunken. Zu den insgesamt 52 864 erwerbsfähigen Leistungsberechtigten gehörten 7 286 Personen im Alter bis unter 25

Jahre, 30 645 Personen im Alter von 25 bis unter
50 Jahre sowie 14 933 Personen ab 50 Jahre.
Zum Jahresende 2013 lag der Anteil der Ausländer an den erwerbsfähigen Leistungsberechtigten
bei 12,1 %.
Insgesamt 39 161 erwerbsfähige Leistungsberechtigte waren arbeitsuchend, darunter 20 978
Arbeitslose.
Die Empfänger von SGB II lebten Ende 2013
in insgesamt 42 487 Bedarfsgemeinschaften.
Gegenüber dem Vorjahr waren dies 123 Bedarfsgemeinschaften weniger. Wie bei den Leistungsempfängern bedeutet dies auch bei der Zahl der
Bedarfsgemeinschaften den niedrigsten Stand seit
Einführung dieser Sozialleistung im Jahr 2005.
Die meisten Bedarfsgemeinschaften (26 929)
hatten nur einen Leistungsempfänger in der Bedarfsgemeinschaft (Single-Bedarfsgemeinschaft).
In 11 002 Bedarfsgemeinschaften, dass entspricht
25,9 % aller Bedarfsgemeinschaften, lebte mindestens ein Kind im Alter bis unter 15 Jahre. Am
Jahresende 2013 gab es in Leipzig insgesamt
7 142 Alleinerziehende, die Leistungen nach
SGB II bezogen, in den meisten Fällen (4 596)
gehörte ein Kind zur Bedarfsgemeinschaft.

SGB-II-Leistungen in Leipzig 2007 bis 2013
Kennziffer
2007
2009
2010
2011
Bedarfsgemeinschaften insgesamt
48 231
47 572
46 326
44 396
darunter: mit Kindern
12 533
11 986
11 582
11 219
Leistungsberechtigte insgesamt
83 734
80 553
77 648
74 049
davon: Erwerbsfähige
64 440
61 727
59 297
56 114
Leistungsberechtigte
Nicht erwerbsfähige
19 294
18 826
18 351
17 935
Leistungsberechtigte
darunter: Kinder unter 15 Jahre 18 879
18 437
17 973
17 529
Hilfequoten (Anteil an Bevölkerung im
jeweiligen Alter in %)
Leistungsempfänger insg. (u. 65 J.)
Erwerbsfähige Leistungsberechtigte
davon: Männer
Frauen
Kinder (unter 15 Jahre)

21,0
18,6
18,6
18,7
36,2

20,1
17,9
17,9
17,8
32,5

19,1
17,1
17,3
17,0
30,1

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit

Im Monat Dezember 2013 wurden insgesamt
32,8 Mill. € an alle Leipziger Bedarfsgemeinschaften gezahlt, darunter 13,9 Mill. € Arbeitslosengeld II und 12,5 Mill. € Leistungen für Unterkunft
und Heizung. Durchschnittlich erhielt jede Bedarfsgemeinschaft im Dezember 2013 insgesamt
771,3 €, das waren 13,3 € mehr als im Dezember
2012. Zu diesen Zahlungen gehörten 326,6 €
Arbeitslosengeld II, 10,1 € Sozialgeld, 294,5 €
Leistungen für Unterkunft und Heizung, 134,0 €
Sozialversicherungsleistungen und 6,2 € sonstige

18,3
16,2
16,2
16,3
29,4

2012
42 610
10 932
71 124

2013
42 487
11 002
70 731

53 441

52 864

17 683

17 867

17 320

17 483

17,1
15,3
15,0
15,4
27,9

16,6
14,7
14,5
14,9
27,0

Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

Leistungen. Alle Leistungsarten verzeichneten
gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg.
Insgesamt erhielten im Dezember 2013 in
der Stadt Leipzig 41 065 Bedarfsgemeinschaften
Leistungen für Unterkunft und Heizung. Die durchschnittliche Wohnfläche einer Bedarfsgemeinschaft betrug 53,7 m2, darunter bei Singles
45,1 m2, bei Alleinerziehenden 66,4 m2, bei Partnerbedarfsgemeinschaften ohne Kinder 55,2 m2
und bei Partnerbedarfsgemeinschaften mit Kindern 78,4 m2.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

31

Die laufenden Durchschnittskosten für Unterkunft und Heizung aller Bedarfsgemeinschaften
betrugen im Dezember 2013 insgesamt 352 €, von
denen 336 € anerkannt wurden, dazu gehören
232 € Unterkunftskosten, 60 € laufende Nebenkosten und 60 € Heizkosten.
Die Gesamtzahl der Leistungsempfänger entspricht zum Jahresende 2014 insgesamt 16,7 %
der Leipziger Bevölkerung im Alter bis unter
65 Jahre. Diese Quote ist der niedrigste Wert seit
Einführung dieser Leistungen im Jahr 2005. Während somit insgesamt fast jeder sechste Leipziger
Einwohner bis 65 Jahre SGB-II-Leistungen erhielt,
bezog bei Kindern bis 15 Jahre fast jedes vierte
(27,0 %) derartige Leistungen. Von den erwerbsfähigen Leipziger Einwohnern (15 bis 65 Jahre)
bekamen 14,7 % Leistungen nach SGB II, wobei
sich die Quoten bei Männern und Frauen nur
geringfügig unterscheiden.

Die Anteile der Leistungsempfänger in dern
Stadt Leipzig zählen bundesweit zu den höchsten.
Innerhalb der Stadt gibt es sehr große Unterschiede. Während in Seehausen nur 3,9 % und in
Hartmannsdorf-Knautnaundorf sowie in ZentrumNordwest 4,3 % aller Einwohner unter 65 Jahre
Leistungen nach SGB II bezogen, waren es bei
einem gesamtstädtischen Durchschnitt von 16,7 %
in Volkmarsdorf 42,8 %, in Grünau-Mitte 35,5 %,
in Grünau-Nord 32,6 % und in NeustadtNeuschönefeld 32,2 %.
Noch wesentlich deutlicher fällt die Spreizung
beim Anteil der sozialgeldbeziehenden Kinder an
allen Kindern bis 15 Jahre aus. Bei einem gesamtstädtischen Durchschnittswert von 26,0 % reicht
die Spannweite zwischen den Leipziger Ortsteilen
von 3,7 % in Baalsdorf, 3,9 % in ZentrumNordwest und 5,4 % in Mölkau bis zu 68,5 % in
Volkmarsdorf und 58,4 % in Grünau-Mitte.

Empfänger von Leistungen nach SGB II
in den Leipziger Ortsteilen am 31.12.2013
94

95

83

Nord
15

82

Nordwest
14

13

Nordost

92
93

80

81

91

12
11

90

74

10

06

73

Altwest

05

75

Mitte

71

25

24
01

21

23

20

00

27

Ost

04
22

70

30

03

72

60

51

66

West
65

50

61

28

40

52

64

Süd

Südost

42

41

32

53

35

43

Südwest

44

33

34

54

55

Anteil an der Bevölkerung
unter 65 Jahre in Prozent

26,0 und mehr

ALG II-Empfänger

18,0 bis unter 26,0

Sozialgeldempfänger

10,0 bis unter 18,0
unter 10,0

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Eigene Berechnungen

32

29

31

62
63

26

02

1000
500

Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

SGB-II-Leistungsempfänger in Leipzig am 31.12.2013 nach Ortsteilen
darunter
OT/
Ortsteil/
SB
Stadtbezirk
Nr.

00
01
02
03
04
05
06
0
10
11
12
13
14
15
1
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
2
30
31
32
33
34
35
3
40
41
42
43
44
4
50
51
52
53
54
55
5
60
61
62
63
64
65
66
6
70
71
72
73
74
75
7
80
81
82
83
8
90
91
92
93
94
95
9

Bedarfsgemeinschaften

Leistungsempfänger
gesamt

Zentrum
101
106
Zentrum-Ost
191
253
Zentrum-Südost
968
1 573
Zentrum-Süd
521
734
Zentrum-West
477
767
Zentrum-Nordwest
246
375
Zentrum-Nord
413
639
Mitte
2 917
4 447
Schönefeld-Abtnaundorf
1 303
2 537
Schönefeld-Ost
896
1 353
Mockau-Süd
502
882
Mockau-Nord
890
1 346
Thekla
318
475
Plaußig-Portitz
48
81
Nordost
3 957
6 674
Neustadt-Neuschönefeld
1 578
3 017
Volkmarsdorf
1 861
3 337
Anger-Crottendorf
1 245
2 130
Sellerhausen-Stünz
734
1 229
Paunsdorf
1 841
3 006
Heiterblick
94
148
Mölkau
147
213
Engelsdorf
305
456
Baalsdorf
31
48
Althen-Kleinpösna
51
99
Ost
7 887
13 683
Reudnitz-Thonberg
1 675
3 046
Stötteritz
1 016
1 726
Probstheida
276
400
Meusdorf
188
244
Liebertwolkwitz
230
394
Holzhausen
225
339
Südost
3 610
6 149
Südvorstadt
1 118
1 644
Connewitz
1 518
2 190
Marienbrunn
180
283
Lößnig
831
1 385
Dölitz-Dösen
229
366
Süd
3 876
5 868
Schleußig
474
804
Plagwitz
1 247
1 989
Kleinzschocher
1 158
1 916
Großzschocher
593
934
Knautkleeberg-Knauthain
123
203
Hartmannsdorf-Knautnaund.
25
46
Südwest
3 620
5 892
Schönau
451
751
Grünau-Ost
593
1 026
Grünau-Mitte
1 570
2 962
Grünau-Siedlung
89
150
Lausen-Grünau
1 426
2 247
Grünau-Nord
1 057
2 003
Miltitz
66
93
West
5 252
9 232
Lindenau
888
1 399
Altlindenau
2 119
3 436
Neulindenau
658
1 097
Leutzsch
946
1 506
Böhlitz-Ehrenberg
518
876
Burghausen-Rückmarsdorf
103
160
Alt-West
5 232
8 474
Möckern
1 498
2 456
Wahren
459
743
Lützschena-Stahmeln
126
193
Lindenthal
236
410
Nordwest
2 319
3 802
Gohlis-Süd
972
1 680
Gohlis-Mitte
766
1 342
Gohlis-Nord
593
1 053
Eutritzsch
1 023
1 765
Seehausen
38
72
Wiederitzsch
224
333
Nord
3 616
6 245
Leipzig insgesamt
42 487
70 731
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, eigene Berechnungen

ALG IIEmpfänger

gesamt

103
213
1 225
612
591
304
501
3 549
1 727
1 054
637
1 042
379
60
4 899
2 176
2 448
1 574
924
2 263
117
177
363
37
71
10 150
2 153
1 267
333
211
296
263
4 523
1 295
1 702
223
1 043
277
4 540
568
1 496
1 437
713
155
35
4 404
554
767
2 092
120
1 730
1 389
78
6 730
1 053
2 646
815
1 149
648
126
6 437
1 829
569
155
308
2 861
1 244
979
736
1 282
45
263
4 549
52 864

Anteil
Sozialgeldempfänger
unter 15
an allen
unter 15
Kindern
unter 15 in %
2
8,04
2,50
39
8,04
12,46
333
16,95
36,04
119
7,66
9,24
175
8,99
13,34
69
4,27
3,94
133
9,68
14,57
870
9,41
13,22
794
26,70
48,47
290
24,93
40,96
243
27,26
46,64
296
18,91
29,96
96
13,35
19,59
21
4,11
6,34
1 740
21,66
37,21
824
32,16
58,32
871
42,83
68,47
539
25,15
40,96
293
22,99
39,38
724
29,06
49,15
30
5,91
10,95
34
5,40
5,41
89
6,66
8,00
11
3,43
3,68
27
5,96
9,82
3 442
23,72
39,08
874
18,52
35,79
449
14,24
21,45
66
10,14
10,28
32
9,64
9,14
92
10,01
13,69
74
7,64
9,33
1 587
14,16
22,70
346
7,81
10,21
486
14,51
19,46
56
7,43
8,72
332
19,42
32,20
87
10,39
15,21
1 307
11,60
16,07
235
7,14
9,38
491
16,33
25,95
472
25,87
39,17
217
15,84
25,50
44
4,95
5,81
11
4,26
6,71
1 470
14,05
19,93
195
24,86
42,48
252
22,98
46,75
848
35,55
58,40
30
5,86
8,65
503
25,06
38,72
605
32,60
53,21
15
6,34
8,43
2 448
26,41
45,24
343
22,02
35,65
770
26,50
39,19
279
23,71
38,80
344
19,81
28,04
225
11,62
17,61
33
4,49
6,01
1 994
19,87
29,76
618
24,40
40,90
173
15,25
24,82
37
6,46
8,28
100
8,44
12,66
928
16,69
26,94
421
11,32
16,01
360
10,18
15,45
312
19,27
34,44
468
17,63
28,82
27
3,87
7,50
67
5,03
5,68
1 655
12,01
18,33
17 441
16,68
25,97
Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

davon
Sozialgeldempfänger

3
40
348
122
176
71
138
898
810
299
245
304
96
21
1 775
841
889
556
305
743
31
36
93
11
28
3 533
893
459
67
33
98
76
1 626
349
488
60
342
89
1 328
236
493
479
221
48
11
1 488
197
259
870
30
517
614
15
2 502
346
790
282
357
228
34
2 037
627
174
38
102
941
436
363
317
483
27
70
1 696
17 867

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

Anteil Leistungsempfänger
an EW
unter 65 in %

33

Arbeitslose 2013
Lars Kreymann
Seit 1999, dem Jahr der letzten Gebietsstandsänderung, war die Anzahl der Arbeitslosen 2012
mit 28 663 erstmals auf einen Stand von unter
30 000 gesunken. Auch 2013 konnte in Leipzig ein
Rückgang der Arbeitslosenzahl festgestellt werden. Zum Ende des Jahres 2013 waren 28 085
Personen ohne Arbeit. Dies betraf immer noch
nahezu jede achte Person im erwerbsfähigen Alter
(15 bis 65 Jahre), aber im Vergleich zum Vorjahr
ist der Wert um 578 (2,0 %) zurückgegangen. Seit
2005, dem Jahr mit dem Höchststand an Arbeitslosen von 46 870, ist die Zahl der Arbeitslosen gar
um 40,1 Prozent zurückgegangen.
Die Arbeitslosenquote (bezogen auf alle zivilen
Erwerbspersonen) verringerte sich gegenüber
dem Vorjahr um 0,5 Prozentpunkte auf 10,3 Prozent. Im Jahr 2005 betrug die Arbeitslosenquote
sogar noch 19,2 Prozent. Ein Rückgang um
erfreuliche 8,9 Prozent seit damals ist zu verzeichnen.
Insgesamt 21,4 Prozent der am 31.12.2013
registrierten Arbeitslosen waren dem Rechtskreis
SGB III zugeordnet (Arbeitslose, die Arbeitslosengeld I erhalten, nicht hilfebedürftig sind oder keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben);
78,6 Prozent gehörten dem Rechtskreis SGB II an
(Arbeitslose, die Leistungen aus der Grundsicherung für Arbeitsuchende beziehen).
Als „Arbeitslosigkeit im weiteren Sinn“ wird eine
Form der Unterbeschäftigung geführt, die außer
der Arbeitslosigkeit auch Maßnahmen der entlastenden Arbeitsmarktpolitik wie z. B. Weiterbildung,
Fremdförderung, Arbeitsgelegenheiten, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen berücksichtigt. Ende
2013 waren 31 436 Personen im weiteren Sinn
arbeitslos. Dies waren 0,8 Prozent weniger als ein
Jahr zuvor.
Arbeitslosigkeit
Anteil Arbeitsloser an Bevölkerung im Alter
15 bis unter 65 Jahre am 31.12. in %
2010
2011
2012
2013
Mitte
6,8
5,8
5,3
5,2
Nordost
11,7
10,4
10,0
9,6
Ost
12,6
11,4
10,4
10,3
Südost
8,7
7,8
7,2
6,7
Süd
7,9
7,0
6,7
6,3
Südwest
9,1
8,0
7,5
7,2
West
13,0
12,5
11,8
11,3
Alt-West
12,4
11,2
10,2
9,2
Nordwest
9,9
8,3
7,6
7,7
Nord
7,7
6,6
6,2
5,8
Leipzig
9,6
8,8
9,3
7,9
Stadtbezirk

Quelle:

Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

Sowohl in Leipzig insgesamt als auch in den
einzelnen Stadtbezirken verringerte sich in den
letzten Jahren der Anteil der Arbeitslosen an der
34

arbeitsfähigen Bevölkerung (15 bis 65 Jahre) insgesamt kontinuierlich. Wiesen 2005 noch alle
Stadtbezirke zweistellige Anteile aus, lagen Ende
2012 noch vier der zehn Stadtbezirke über der
10-Prozent-Marke und Ende 2013 nur noch zwei.
Mit 11,3 Prozent war dieser Anteil im Stadtbezirk
West am höchsten.
Der Anteil der Langzeitarbeitslosen an allen
Arbeitslosen, der von 2011 zu 2012 in allen Stadtbezirken zurückgegangen war, stieg von 2012 zu
2013 bis auf Alt-West in allen Stadtbezirken
wieder leicht an, obwohl die Anzahl der Langzeitarbeitslosen absolut in fast allen Stadtbezirken
gesunken war. Offenbar können Langzeitarbeitslose nicht in gleichem Maße vom Arbeitsplatzangebot profitieren wie diejenigen, die erst wenige
Wochen oder Monate arbeitslos sind.
Langzeitarbeitslose
Stadtbezirk
Mitte
Nordost
Ost
Südost
Süd
Südwest
West
Alt-West
Nordwest
Nord
Leipzig
Quelle:

Anteil Langzeitarbeitslose an Arbeitslosen
insgesamt am 31.12. in %
2008
2010
2012
2013
38,2
31,4
26,1
27,1
44,9
39,3
30,3
34,1
44,3
39,3
32,0
33,5
40,0
37,5
28,7
30,6
38,1
33,8
28,5
29,0
41,9
38,1
31,6
32,3
49,1
42,8
36,2
37,2
46,3
39,7
34,2
31,7
44,2
38,2
30,6
31,8
40,2
35,1
29,0
32,8
43,1
37,9
31,2
32,2

Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

Von den Arbeitslosen Ende 2013 waren
56,5 Prozent Männer (15 878) und 43,5 Prozent
Frauen (12 207). Diese Anteile haben sich in den
letzten Jahren zuungunsten der Männer verschoben, deren Anteil an den Arbeitslosen 2010 mit
55,7 Prozent noch etwas geringer war.
Arbeitslose unter 25 Jahren
Stadtbezirk

Anteil Arbeitsloser 15 bis unter 25 Jahre an
Arbeitslosen am 31.12. in %
2010
2011
2012
2013
Mitte
8,5
8,7
6,4
7,6
Nordost
9,3
9,6
8,1
11,0
Ost
10,5
10,5
7,7
9,9
Südost
10,6
11,2
7,1
8,5
Süd
10,0
9,8
6,1
9,2
Südwest
7,8
8,3
5,2
7,6
West
8,0
7,9
6,0
8,3
Alt-West
9,5
8,8
5,5
8,2
Nordwest 10,4
8,5
5,8
7,7
Nord
8,6
9,0
4,4
8,3
Leipzig
9,4
9,4
6,3
8,9
Quelle:

Statistik der Bundesagentur für Arbeit,
Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

Die Zahl der unter 25-jährigen Arbeitslosen
blieb nahezu identisch. Sie stieg von 2012 zu 2013
um 15 Personen auf 2 507 an. Dies entspricht
einem Anteil an allen Arbeitslosen von 8,9 Prozent. Ende 2012 waren nur 6,3 Prozent aller
Arbeitslosen jünger als 25 Jahre – ein Anstieg um
2,6 Prozentpunkte also.
Knapp ein Drittel – nämlich 31,1 Prozent – der
Arbeitslosen ist 50 Jahre und älter, 18,8 Prozent
sind 55 Jahre und älter und der Anteil der älteren
Arbeitslosen nimmt zu. Betrug der Anteil der über
55-Jährigen an den Arbeitslosen insgesamt Ende
2010 noch 15,8 Prozent, lag er Ende 2012 bereits
bei 18,2 und Ende 2013 bei erwähnten 18,8 Prozent. Dies entspricht einem Anstieg von
2,4 Prozent. Dabei fällt auf, dass die Absolutzahl
der älteren Arbeitslosen nicht zunimmt, sondern in
etwa konstant bleibt, während die Arbeitslosigkeit
insgesamt abnimmt. Der Anteil der älteren Arbeitslosen erhöht sich also. Diese Altersgruppe scheint
auf dem Arbeitsmarkt weniger erfolgreich vermittelbar als jüngere.

teilen sind erkennbar. Auf den ersten Blick ist die
Arbeitslosigkeit im Osten und Westen höher als im
Norden und Süden sowie in der Mitte der Stadt.
Die Ortsteile mit Anteilen Arbeitsloser je Erwerbsfähige von mehr als 10 Prozent liegen in den
Stadtbezirken Nordost und Ost sowie West, AltWest und Südwest.
Der Anteil der Arbeitslosen an den Einwohnern
im erwerbsfähigen Alter reichte am 31.12.2013
von 3,2 Prozent in Baalsdorf bis 17,4 Prozent in
Volkmarsdorf.
Insgesamt lagen 23 der 63 Ortsteile über dem
gesamtstädtischen Durchschnitt von 7,9 Prozent.
Aber auch in diesen Ortsteilen ging der Anteil der
Arbeitslosen an den Erwerbsfähigen zurück oder
blieb weitestgehend konstant.
Der Anteil der Langzeitarbeitslosen an allen
Arbeitslosen ist in Plaußig-Portitz mit 44,6 Prozent
am höchsten. Nur unwesentlich geringer ist der
Anteil Langzeitarbeitsloser in Grünau-Siedlung
mit 41,3 Prozent, Thekla mit 40,3 Prozent und
Grünau-Mitte mit 39,1 Prozent. Die verhältnismäßig wenigstens LangzeitarbeitsloArbeitslose in den Leipziger
sen gibt es in Seehausen mit
Ortsteilen am 31.12.2013
18,0 Prozent, in Zentrum-Nordwest
mit
22,8 und
Baalsdorf
mit
22,9 Prozent.
Die Jugendarbeitslosigkeit ist in
Schönefeld-Abtnaundorf am höchsten. Dort betrug der Anteil der unter
25-jährigen Arbeitslosen an allen
Arbeitslosen 13,1 Prozent Ende
2013. In Zentrum-Südost waren
12,2 Prozent aller Arbeitslosen jünger als 25. Die Anteile der jugendlichen Arbeitslosen waren in Zentrum-West und Zentrum-Nordwest
am geringsten mit jeweils weniger
als 4 Prozent. Im Durchschnitt waren
knapp 9 Prozent der Arbeitslosen am
31.12.2013 im jugendlichen Alter.
Sehr unterschiedlich stellt sich innerhalb der Ortsteile die Zuordnung
der Arbeitslosen zu dem Rechtskreis
Anteil der Arbeitslosen
SGB II dar. Im Durchschnitt lag der
an den 15- bis 65Jährigen in Prozent
Anteil der Arbeitslosen nach SGB II
14,0 und mehr
(Hartz-IV) Ende 2013 in Leipzig bei
78,6 Prozent. Der Anteil der Hartz11,0 bis unter 14,0
IV-Bezieher war am höchsten in
8,0 bis unter 11,0
Stadtgrenze
Volkmarsdorf mit einem Anteil
5,0 bis unter 8,0
Stadtbezirksgrenze
von 92,6 Prozent, in Neustadtunter 5,0
Ortsteilgrenze
Neuschönefeld betrug er 89,1 Prozent und in Schönefeld-Ost und
Insgesamt 9,9 Prozent der Arbeitslosen besaß Grünau-Mitte lag er jeweils bei 86,8 Prozent. Wekeine deutsche Staatsbürgerschaft, 5,3 Prozent niger als halb so viel Hartz-IV-Bezieher je Arbeitsaller Arbeitslosen waren schwerbehindert.
lose gab es in Seehausen, BurghausenDie Grafik verdeutlicht die räumliche Verteilung Rückmarsdorf und Althen-Kleinpösna. Dort waren
der Arbeitslosigkeit in Leipzig Ende 2013. Deut- 38,0; 42,2 und 45,1 Prozent der Arbeitslosen dem
liche Unterschiede zwischen den einzelnen Orts- Rechtskreis nach SGB II zugeordnet.
94

95

83

15

82

14

13

92

80

81

12

93

91

90

25

11

74

10

06

73

75

05

24

71

00

01

20

23

21

04

03

72

60

65

61

28

02

50

62

26

30

51

66

27

22

70

40

29

31

52

63

42

64

41

53

43

44

54

35

32

33

34

55

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

35

Arbeitslose in Leipzig am 31.12.2013 nach Ortsteilen
OT-/
SBNr.
00
01
02
03
04
05
06

Ortsteil/
Stadtbezirk
Zentrum
Zentrum-Ost
Zentrum-Südost
Zentrum-Süd
Zentrum-West
Zentrum-Nordwest
Zentrum-Nord

0

Mitte

10
11
12
13
14
15

Schönefeld-Abtnaundorf
Schönefeld-Ost
Mockau-Süd
Mockau-Nord
Thekla
Plaußig-Portitz

Arbeitslose
insgesamt

55 Jahre
und älter

Ausländer

Langzeitarbeitsl.

Anteil (%)
an Einw.
(15-65 J.)

nach
SGB II

Frauen

81
134
608
402
378
237
294

26
41
109
125
131
116
76

55
93
499
277
247
121
218

30
46
237
179
170
107
122

4
15
74
26
14
9
21

17
15
96
63
59
24
49

20
18
156
46
61
27
67

22
36
179
106
94
54
87

2 134

624

1 510

891

163

323

395

578

5,2

878
523
321
524
216
56

146
69
58
101
43
24

732
454
263
423
173
32

406
233
143
230
84
25

115
56
33
50
23
-

120
115
54
122
51
31

108
43
29
30
9
2

285
189
103
169
87
25

11,2
11,1
11,8
8,5
7,0
3,4

6,5
4,7
7,3
4,8
5,2
3,4
5,2

1

Nordost

2 518

441

2 077

1 121

277

493

221

858

9,6

20
21
22
23
24
25
26
27
28
29

Neustadt-Neuschönefeld
Volkmarsdorf
Anger-Crottendorf
Sellerhausen-Stünz
Paunsdorf
Heiterblick
Mölkau
Engelsdorf
Baalsdorf
Althen-Kleinpösna

967
1 136
767
453
1 166
86
148
237
35
51

105
84
120
78
174
41
62
83
18
28

862
1 052
647
375
992
45
86
154
17
23

436
459
317
207
552
43
57
110
16
25

124
112
83
50
96
6
6
18
1
4

136
173
110
86
289
32
46
72
11
13

286
266
72
36
84
2
6
3
1
3

292
406
238
153
413
26
56
78
8
18

12,1
17,4
10,7
9,8
13,1
3,9
4,5
4,1
3,2
3,7

2

Ost

5 046

793

4 253

2 222

500

968

759

1 688

10,3

30
31
32
33
34
35

Reudnitz-Thonberg
Stötteritz
Probstheida
Meusdorf
Liebertwolkwitz
Holzhausen

1 079
700
172
141
180
182

194
174
46
36
62
63

885
526
126
105
118
119

487
311
72
44
90
71

97
63
13
9
16
10

150
119
44
28
52
55

141
47
7
2
5
3

315
208
58
42
63
65

7,7
7,0
5,2
6,5
5,5
5,0

3

Südost

2 454

575

1 879

1 075

208

448

205

751

6,7

40
41
42
43
44

Südvorstadt
Connewitz
Marienbrunn
Lößnig
Dölitz-Dösen

850
993
149
521
157

260
216
66
95
49

590
777
83
426
108

379
382
70
220
68

83
79
15
52
16

91
85
39
106
35

72
42
4
31
8

218
288
45
177
47

4,8
7,9
4,7
8,5
5,3

2 670

686

1 984

1 119

245

356

157

775

6,3

391
821
713
402
115
36

157
195
97
89
49
18

234
626
616
313
66
18

184
345
291
177
46
17

13
69
60
34
7
5

54
127
113
100
33
11

30
65
45
13
2
-

112
251
249
143
37
9

4,5
8,0
11,5
8,0
3,4
3,9

2 478

605

1 873

1 060

188

438

155

801

7,2

291
364
985
80
887
676
62

58
83
130
37
148
106
28

233
281
855
43
739
570
34

115
180
446
39
322
302
23

30
26
85
74
59
3

64
107
224
35
216
170
21

6
21
100
4
28
27
3

105
122
385
33
330
245
24

11,4
9,3
14,3
3,6
11,6
13,5
4,8

4

Süd

50
51
52
53
54
55

Schleußig
Plagwitz
Kleinzschocher
Großzschocher
Knautkleeberg-Knauthain
Hartmannsdorf-Knautnaundorf

5

Südwest

60
61
62
63
64
65
66

Schönau
Grünau-Ost
Grünau-Mitte
Grünau-Siedlung
Lausen-Grünau
Grünau-Nord
Miltitz

6

West

3 345

590

2 755

1 427

277

837

189

1 244

11,3

70
71
72
73
74
75

Lindenau
Altlindenau
Neulindenau
Leutzsch
Böhlitz-Ehrenberg
Burghausen-Rückmarsdorf

559
1 293
385
602
363
102

94
179
72
128
95
59

465
1 114
313
474
268
43

233
531
188
266
155
42

58
120
21
48
20
5

54
198
90
122
93
37

61
154
21
27
10
2

168
398
126
199
127
30

10,4
11,8
9,9
9,4
5,8
3,4

7

Alt-West

3 304

627

2 677

1 415

272

594

275

1 048

9,2

80
81
82
83

Möckern
Wahren
Lützschena-Stahmeln
Lindenthal

897
326
91
182

150
82
40
68

747
244
51
114

368
148
34
82

74
29
4
8

161
71
34
59

73
16
1
3

286
103
31
55

10,5
7,8
3,6
4,5

1 496

340

1 156

632

115

325

93

475

7,7

711
526
379
622
50
195

192
156
90
141
31
81

519
370
289
481
19
114

314
265
184
285
35
92

58
32
28
61
6
20

128
91
83
111
15
53

130
66
27
88
1
18

246
155
131
204
9
69

5,8
4,8
8,3
7,4
3,3
3,6

2 483
28 085

691
6 017

1 792
22 068

1 175
12 207

205
2 507

481
5 277

330
2 785

814
9 053

5,8
7,9

8

Nordwest

90
91
92
93
94
95

Gohlis-Süd
Gohlis-Mitte
Gohlis-Nord
Eutritzsch
Seehausen
Wiederitzsch

9

Nord
Leipzig insgesamt

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, eigene Berechnungen

36

darunter
unter
25 Jahre

nach
SGB III

Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

Frauen in Spitzengremien öffentlicher Unternehmen in Sachsen: Empirische
Befunde sowie Forschungs- und Handlungsbedarf
Ulf Papenfuß
Der Autor ist Juniorprofessor für Public Management an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der
Universität Leipzig.
Die Redaktion
1. Einführung1)
Seit vielen Jahren wird die gesellschaftliche
Gleichstellung und Teilhabe von Frauen und
Männern in den Spitzengremien öffentlicher und
privater Organisationen als ein wichtiges nationales und internationales Thema für die Gesellschaft, Politik, Praxis und Wissenschaft eingeordnet. Bereits Art. 3 Abs. 2 des Grundgesetzes verpflichtet zur Förderung der Gleichstellung der
Geschlechter.
Öffentliche Unternehmen besitzen hohe gesellschaftspolitische und ökonomische Relevanz für
die Wahrnehmung öffentlicher Aufgaben und die
Debatte um Frauen in Führungspositionen. Nach
empirischen Studien arbeiten in den Städten bzw.
Kommunen im Bundesdurchschnitt etwa 50 Prozent der von der öffentlichen Hand Beschäftigten
außerhalb der Kernverwaltung in ausgegliederten
Organisationseinheiten wie öffentlichen Unternehmen; die Ausgliederungen tätigen über die
Hälfte der Sachinvestitionen der öffentlichen Hand.
Die Verschuldung in den ausgegliederten Organisationseinheiten liegt oft noch höher als der
Schuldenstand der öffentlichen Kernhaushalte
(Bertelsmann Stiftung 2008 und 2013).
Die politische Diskussion um verschiedene
Handlungsoptionen zur Erhöhung der Repräsentation von Frauen in Spitzengremien – u. a. Selbstregulierung oder eine gesetzliche Frauenquote –
hat sich in letzter Zeit weiter intensiviert. Im März
2014 haben die Bundesministerien für Justiz und
Familie Leitlinien für ein Gesetzgebungsverfahren
vorgelegt, dass u. a. die Einführung einer gesetzlichen Quote für Aufsichtsräte vorsieht.
Für öffentliche Unternehmen besitzt geschlechterspezifische Vielfalt aufgrund der vielfältigen
Aufgaben und der ihnen zugewiesenen Vorbildfunktion besondere Relevanz und wird im speziellen Maße diskutiert. Im Vergleich zur Privatwirtschaft liegen für die öffentliche Wirtschaft
jedoch deutlich weniger empirische Studien vor.
Aufschlussreich
sind
insbesondere
auch
Vergleichsstudien zwischen Städten innerhalb
eines Bundeslandes, zwischen kommunaler
Ebene und Landesebene sowie zwischen
verschiedenen Bundesländern. Die Gesetzgeber
benötigten
diese,
um
Schlussfolgerungen,
Zwischenzielmarken und Gestaltungsmaßnahmen
fundiert ableiten zu können.
1)

Für die Datenerhebung danke ich Herrn B.Sc. Henning
Dietze.

Ziel dieses Beitrags ist es, die Repräsentation
von Frauen in den Aufsichtsgremien und im TopManagement öffentlicher Unternehmen aus Sachsen
zu
veranschaulichen
und
weiteren
Forschungs- und Handlungsbedarf aufzuzeigen.
2. Methodik
Die Studie untersuchte in Sachsen die Unternehmen der Landesebene sowie der Städte mit
mehr als 30 000 Einwohnern im April 2014.
Zunächst wurden die jeweiligen Beteiligungsberichte auf den Internetauftritten erhoben bzw.
eine Zusendung von den verantwortlichen Stellen
erbeten, sofern dieser nicht im Internet verfügbar
war. Von Bautzen konnte im Untersuchungszeitraum kein Beteiligungsbericht zur Verfügung gestellt werden. In den Berichten wurden die Unternehmen identifiziert, bei denen die öffentliche
Hand unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der
Gesellschaftsanteile hält.
Im nächsten Schritt wurde bei den Unternehmen mit eigenem Internetauftritt die Repräsentation im Top-Management2) anhand der dort dargestellten Informationen ermittelt. Damit besitzen
die Daten für das Top-Management eine hohe
Aktualität.
Über die aktuelle Zusammensetzung der Aufsichtsgremien wird direkt auf den Unternehmenshomepages entgegen der besonderen Transparenzanforderungen weit überwiegend nicht
informiert. Für diese wurden die Daten daher in
den Beteiligungsberichten und Jahresabschlüssen
zum Stand 31.12.2012 entnommen.
Das verantwortliche politische Organ, die
(Ober-)Bürgermeister, die Beteiligungsmanager
und die weiteren Verantwortlichen sollten zukünftig
noch mehr dafür Sorge tragen, dass über die
aktuelle
Zusammensetzung
des
Aufsichtsgremiums bei öffentlichen Unternehmen auch
direkt auf der Unternehmenshomepage informiert
wird.
Kapitel
3
veranschaulicht
folgend
die
Ergebnisse der Untersuchung.

2)

Der Begriff Top-Management wird hier als Sammelbezeichnung für die entsprechenden Organe aller Rechtsformen verwendet wie z. B. Geschäftsführungen und Vorstand. Die Bezeichnung Aufsichtsgremien wird ebenfalls für
entsprechende Organe genutzt.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

37

3. Empirische Befunde
3.1 Repräsentation von Frauen im Top-Management
Die Repräsentation von Frauen im TopManagement öffentlicher Unternehmen ist von
besonderem Interesse, da zentrale Führungsaufgaben und Unternehmensentscheidungen bei
der öffentlichen Aufgabenerfüllung in diesen getroffen oder zumindest ausschlaggebend gestaltet
werden. Ferner verfügen sie über ein spezifisches
Zielsystem mit Leistungsziel bzw. öffentlichem
Auftrag und Finanzziel, weshalb die Vielfalt von
Sichtweisen und ein eventuelles geschlechtsspezifisches Führungsverhalten zusätzliche Gestaltungsrelevanz auch für strukturelle Steuerungsfragen der Daseinsvorsorge besitzt.
Nach der Studie befanden sich bei den 138
städtischen Unternehmen unter den 184 Mitgliedern im Top-Management 20,1 % Frauen (37). Bei
den 18 analysierten Landesunternehmen waren
unter den 22 Organmitgliedern 18,2 % Frauen (4)
vertreten.

Abbildung 1 veranschaulicht die Repräsentation
im Städtevergleich; dabei sind die Städte anhand
der Einwohnerzahlen nach der Größe angeordnet.
Links in Klammern ist die Anzahl der untersuchten
Top-Managementorgane, daneben die Anzahl der
Mitglieder angeführt. Links innen im Balken ist die
absolute Anzahl von Frauen und rechts die prozentuale Repräsentation dargestellt. Hierbei offenbaren sich bemerkenswerte Unterschiede bei der
Repräsentation. Beispielsweise sind in Leipzig bei
den 23 Unternehmen unter den 33 TopManagementmitgliedern lediglich 27,3 % Frauen
(9). In der Landeshauptstadt Dresden sind hingegen nur 8,1 % (3 von 37) Geschäftsführer/
Vorstände weiblich. Bei vielen weiteren Städten
liegt die Repräsentation ebenfalls auf niedrigem
Niveau und es besteht ein beachtliches Repräsentationsgefälle. Bei der Interpretation ist bei einzelnen Städten jedoch zu berücksichtigen, dass hier
nach den erläuterten Kriterien deutlich weniger
Unternehmen in der Grundgesamtheit sind bzw.
untersuchbar waren als in anderen Städten.

Abb. 1: Repräsentation von Frauen im Top-Management öffentlicher Unternehmen in Sachsen
im Städtevergleich

Leipzig (23; 33; 9)
Dresden (23; 37; 3)

27,3%
8,1%

91,9%

Chemnitz (29; 37; 10)
Zwickau (9; 11; 2)

72,7%

27,0%

73,0%

18,2%

Plauen (7; 10; 3)

81,8%
30,0%

Görlitz (6; 6; 2)

70,0%

33,3%

Freiberg (7; 9; 2)

66,7%

22,2%

77,8%

Freital (5; 6; 0)

100,0%

Pirna (5; 7; 0)

100,0%

Hoyerswerda (10; 11; 2)

18,2%

Radebeul (5; 7; 3)
Riesa (9; 10; 1)
GESAMT (138; 184; 37)

81,8%
42,9%

10,0%

57,1%
90,0%

20,1%

In Klammern: Anzahl Top-Managementorgane;
Anzahl Mitglieder insgesamt;
darunter Anzahl Frauen

79,9%

Frauenanteil

Männeranteil

Quelle: Eigene Erhebung

38

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

3.2 Repräsentation von Frauen in den
Aufsichtsgremien
In den Aufsichtsgremien der 13 hier einbeziehbaren Unternehmen des Landes Sachsen liegt der
Anteil von Frauen unter den Berufungen nur bei
12,0 % (10 von 83). In den sächsischen Städten
liegt die Repräsentation mit 22,0 % auch auf niedrigem Niveau, im Vergleich zur Landesebene in-

dessen deutlich höher. 248 Frauen sind hier unter
den 1 129 Mitgliedern repräsentiert. Abbildung 2
veranschaulicht die Repräsentation im Städtevergleich. Wiederum treten bemerkenswerte Unterschiede bei der Teilhabe von Frauen hervor. Am
höchsten liegt die Repräsentation in Riesa mit
knapp 40 %. In Dresden ist dagegen nur jedes
5. Mitglied eines Aufsichtsgremiums eine Frau.

Abb. 2: Repräsentation von Frauen in Aufsichtsgremien öffentlicher Unternehmen in Sachsen
im Städtevergleich

Leipzig (17; 206; 51)
Dresden (21; 208; 40)

24,8%
19,2%

Chemnitz (29; 192; 52)
Zwickau (14; 108; 25)

75,2%
80,8%

27,1%
23,1%

72,9%
76,9%

Plauen (6; 43; 6)

14,0%

86,0%

Görlitz (10; 48; 7)

14,6%

85,4%

Freiberg (8; 49; 7)

14,3%

85,7%

Freital (6; 39; 5)

12,8%

87,2%

Pirna (7; 38; 6)

15,8%

84,2%

Hoyerswerda (11; 73; 12)

16,4%

83,6%

Radebeul (5; 43; 6)

14,0%

Riesa (12; 82; 31)
GESAMT (146; 1129; 248)

86,0%
37,8%

22,0%

62,2%
78,0%

Frauenanteil

In Klammern: Anzahl Aufsichtsgremien;
Anzahl Mitglieder insgesamt;
darunter Anzahl Frauen

Männeranteil

Quelle: Eigene Erhebung

4. Fazit und Ausblick
Die Repräsentation von Frauen im TopManagement und in Aufsichtsgremien öffentlicher
Unternehmen bleibt in Sachsen weiterhin deutlich
hinter den Zielmarken zurück, welche die Politik
deutschlandweit diskutiert und für die sie Gesetze
bzw. Gesetzesinitiativen beschlossen hat. Bemerkens- und verfolgenswert ist insbesondere auch
die zwischen Städten sehr stark schwankende
Teilhabe.
Die Befunde unterstreichen den Handlungsbedarf sowie die Notwendigkeit für eine Auswei-

tung und Aktualisierung von Untersuchungen.
Dabei sollte auch die Repräsentation von Frauen
in Führungspositionen auf der zweiten und dritten
Ebene vergleichend analysiert werden.
Beispielsweise hat sich die Landesregierung in
Nordrhein-Westfalen (NRW) zur Durchführung
einer umfassenden Untersuchung mit fast 700
öffentlichen Unternehmen entschieden. Die Studie
„Repräsentation von Frauen in wesentlichen
Gremien öffentlicher Organisationen in NordrheinWestfalen – Eine Bestandsaufnahme“ wurde auf
Basis eines Kabinettbeschlusses Mitte Mai 2014

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

39

dem Landtag überstellt und ist auf der Internet- soll eine Erhöhung des Anteils von Frauen in den
seite des Ministeriums für Gesundheit, Emanzi- jeweiligen Gremien angestrebt werden.“ Andere
pation, Pflege und Alter veröffentlicht3). In NRW Kodizes wie z. B. des Landes NRW (Ziff. 4.5.1)
sind in den Aufsichtsgremien der Landesunter- formulieren wesentlich präziser und weitreichender
nehmen Frauen mit 25,3 % vertreten, bei kommu- mit konkreten Prozentwerten und Zielmarken und
nalen Unternehmen mit 22 %. Im Top- beziehen auch das Top-Management und weitere
Management liegt der Frauenanteil bei 8,9 % Führungspositionen in die Regelungen ein.
(Land) bzw. 10,1 % (Kommunen) – mit einem gro- Schließlich sollten in jedem Public Corporate
ßen Repräsentationsgefälle im Städtevergleich. In Governance Kodex – wie in einigen Bereichen
den Sparkassen ist die Repräsentation von Frauen schon beispielgebend praktiziert – gefordert werbesonders gering (Vorstände: 2,7 %; Verwaltungs- den, dass auf der Unternehmenshomepage ein
Bericht mit einer Darstellung zu den jeweiligen
räte: 17,1 %).
Großzahlige Studien sind weiter erforderlich, Anteilen beider Geschlechter an der Gesamtzahl
damit die Landesregierungen Schlussfolgerungen, der Mitglieder des Aufsichtsgremiums, des TopZwischenzielmarken und Gestaltungsmaßnahmen Managements sowie zu Personen mit Führungsfundiert und begründet ableiten. Die Befunde funktionen veröffentlicht wird.
Ferner wären repräsentative Daten zu einem
unterstreichen deutlich, dass repräsentative
Städtevergleiche für die öffentliche Wirtschaft auch eventuellen Gender Pay Gap in öffentlichen
in und zwischen allen anderen Bundesländern Unternehmen erkenntnisreich und gestaltungsredurchgeführt werden sollten. Aufgrund der beson- levant.
Im Vergleich zur Privatwirtschaft liegen für
deren Relevanz sollten die Top-ManagementOrgane mindestens genauso intensiv Gegenstand öffentliche Unternehmen trotz der belegten
der Untersuchung und Diskussion sein wie die Relevanz nach wie vor nur sehr wenige empirische Studien vor. Hier besteht weiterer empiriAufsichtsgremien.
Für die deutschlandweite Diskussion ist weiter scher Forschungsbedarf, um durch Erkenntnisdarauf hinzuweisen, dass die Politik in der fortschritte und den Austausch mit der Praxis zur
Verantwortung steht, die von ihr für die Privat- zukunftsfähigen Bewältigung der Herausforderunwirtschaft erhobenen Forderungen und Gesetzes- gen beizutragen.
initiativen aufgrund der besonderen Verantwortung
und Vorbildfunktion analog auch auf öffentliche
Unternehmen zu übertragen. Es sind z. B. in den Literatur
von den Bundesministerien für Justiz und Familie - Bertelsmann Stiftung (2013), Kommunaler
Finanzreport 2013.
am 24. März vorgelegten Leitlinien für das
Gesetzgebungsverfahren 4) wichtige Regelungen - Bertelsmann Stiftung (2008), Kommunaler
Finanz- und Schuldenreport 2008.
(u. a. Repräsentationsziele für Aufsichts- und MaPapenfuß, U. (2013): Ein Public Corporate
nagementebenen und ihre Veröffentlichung auf
Governance Kodex ist aus theoretischer wie
der Unternehmenshomepage) zwar für eine gröpraktischer Perspektive nützlich – Eine Replik
ßere Gruppe von privaten Unternehmen, aber
zu einer Köpenickiade, in: Zeitschrift für öffentnicht für öffentliche Unternehmen vorgesehen.
liche und gemeinwirtschaftliche Unternehmen,
Dies ist aus wissenschaftlicher Sicht fragwürdig
Heft 4, S. 302-322.
und inkonsequent.
In den Gesetzgebungsverfahren sollte stets - Papenfuß, Ulf/Müller, Stefan (2013): Große
Regelungsunterschiede in Public Corporate
darauf geachtet werden, dass alle entsprechenden
Governance Kodizes: Analyse für Gender
Regelungen auch für öffentliche Unternehmen
Diversity, Entsprechenserklärungen und Gegreifen. Sachgerecht und folgerichtig wäre, wenn
sellschaftsvertragsanpassungen unterstreicht
die Bundesländer die Regelungen auch in die
Notwendigkeit einer bundeslandübergreifenden
entsprechenden Landesgesetze übernehmen
Expertenkommission, in: Zeitschrift für Corporawürden.
te Governance, Heft 1, S.18-23.
Des Weiteren sollten die Potenziale von einem
Public Corporate Governance Kodex auch in diesem Handlungsfeld gezielt ausgeschöpft werden
(vgl. Papenfuß 2013; Papenfuß/Müller 2013). Viele
Städte haben in Deutschland mittlerweile einen
Public Corporate Governance Kodex etabliert, in 3)
vgl. http://www.mgepa.nrw.de/mediapool/pdf/ministerium/se
Sachsen besteht hier im Vergleich noch Nachhol- rvice/gefoerderte_Publikationen/Frauen_Gremien_NRW.pdf
bedarf. Der in Leipzig verabschiedete Kodex ist 4)
Leitlinien zum Gesetzesvorhaben „Gesetz für die gleichbeein Schritt in die richtige Richtung, wobei sich der
rechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungsposizusätzliche Verbesserungsbedarf gerade auch im tionen in der Privatwirtschaft und im Öffentlichen Dienst“,
Feld „Gender Diversity“ zeigt. So ist hier in Leipzig http://www.bmjv.de/SharedDocs/Downloads/DE/pdfs/Leitlinien
in Ziffer 7.3.2. lediglich formuliert: „Grundsätzlich _Frauenquote.pdf?__blob=publicationFile
40
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

Leipzigs Wetter im Großstadtvergleich 2009 bis 2013
Andreas Martin
Im Fünfjahresrhythmus werfen Leipzigs Stadtstatistiker an dieser Stelle einen konzentrierten
Blick zum einen auf die wichtigsten klimatischen
Eckwerte der Leipziger Region und zum anderen
auf die Vergleichswerte anderer deutscher Großstadtregionen jeweils im abgelaufenen Jahrfünft.
Grundlagen sind stets allgemein zugängige Messwerte des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Um
womöglich Entwicklungen erkennen zu können,
werden immer auch längerfristige Daten, soweit
vorhanden, einbezogen.
Zunächst ein Blick auf 2013. Obwohl nun auch
schon wieder über ein Jahr her, ist insbesondere
der lang anhaltende Winter 2013 noch recht
gegenwärtig. Einen Monat März mit einer Durchschnittstemperatur von -1,2oC und 30 Frosttagen
(ein Tag, an dem die Lufttemperatur im Tagesverlauf unter 0oC fällt, ist ein Frosttag) ist in der
Leipziger Fortschreibung bisher nicht bekannt.
Selbst die Tagesmaxima blieben im März an acht
Tagen unter 0oC und an insgesamt 22 Tagen
unter 4oC. Auch der allgemein als Wonnemonat
bekannte Mai scherte 2013 aus und wurde zum
Wassermonat. Fast ein Fünftel des Jahresniederschlages wurde im Mai gemessen. An 18 Tagen
regnete es. Im „launischen“ April nässte es
hingegen nur an acht Tagen. Zumindest auf den
2013er November war Verlass; auch er hatte 18
Regentage. Mit einem Jahresniederschlag von

Klimadaten für Leipzig 2009 bis 2013
Kennziffer

2009 2010 2011 2012 2013

o

Lufttemperatur ( C)
Jahresmittel
Maximum
Datum

9,8

8,3

10,3

9,9

9,3

33,4

36,3

32,6

37,2

35,4

20.08. 12.07. 26.08. 20.08. 02.08.

Minimum

- 21,8 - 16,4 - 13,4 - 21,5 - 15,3

Datum

06.01. 05.01. 23.02. 06.02. 25.01.

Anzahl der Tage mit Max.
≥ 30 oC (heiße Tage)

5

10

3

10

≥ 25 oC (Sommertage)

45

39

44

44

41

25

62

15

25

31

Anzahl der Tage mit Min.
< 0 oC (Frosttage)

78

106

73

68

95

Sonnenscheindauer (h)

1 735

1 686

2 043

1 784

1 573

264

239

278

262

226

<

0 oC (Eistage)

Anzahl der Tage mit

≥

11

1 h Sonnenschein

Niederschlagshöhe (mm)

619

719

552

468

607

Maximale Tageshöhe

42,7

44,1

29,0

23,5

29,2

Datum

17.07. 27.09. 24.08. 31.05. 08.09.

Anzahl der Tage mit

≥ 0,1 mm
≥ 10,0 mm
Quelle: DWD

Nieder-

169

171

144

166

173

schlag

15

21

12

9

13

Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

607 mm lag 2013 etwa im Schnitt der letzten fünf
Jahre (593 mm), ebenso im langfristigen Vergleich
(589 mm im Schnitt der letzten 65 Jahre). Die
Sonne relativierte 2013 – sie schien nur 1 570 h die hohe Präsenz der vorangegangenen zehn
Jahre, wo sie die Leipziger mit durchschnittlich
1 826 h pro Jahr erfreute. Der vom Deutschen
Wetterdienst noch immer aufrecht erhaltene
„Normalwert“ (Schnitt der Jahre 1961 bis 1990)
liegt allerdings mit 1 494 h noch unter dem 2013er
Wert. Das Jahresmittel der Lufttemperatur lag laut
Messung der offiziellen Leipziger Klimastation am
Flughafen im letzten Jahr bei 9,3°C, also 0,5 K
unter dem Durchschnitt der letzten 15 Jahre, in
welchen es nur 2010 mit 8,3oC noch kälter war.
Dennoch lag der aktuelle Wert aber noch 0,5 K
über dem DWD-„Normalwert“.
Temperaturminimum (-15,3°C) und -maximum
(35,4°C) befanden sich 2013 durchaus sowohl
kurz- als auch langfristig im gewöhnlichen Bereich.
Augenfällig ist am ehesten die leichte Zunahme
der „heißen Tage“ (≥30oC).
Langjährige Vergleichsdaten
Die dem Amt für Statistik und Wahlen derzeit
für Leipzig vorliegenden Daten gehen im Wesentlichen bis ins Jahr 1948 zurück und werden
insbesondere für Aussagen zu Entwicklungstendenzen genutzt. Doch auch 65 Jahre Klimamessung und -auswertung reichen im Prinzip nicht
(wie aus folgender Übersicht zu entsprechenden
Mittelwerten für die Dekaden bzw. das letzte
Jahrfünft zwischen 1949 und 2013 zu erkennen
ist), um eindeutige Aussagen zu bestimmten
Tendenzen zu machen. Einzig ein tendenziell
leichter Anstieg des Mittels der Jahrestemperatur
(= Durchschnittstemperatur) ist anhand dieser
Daten nachweisbar, der aber im aktuell betrachteten Jahrfünft, vor allem durch das kühle 2010,
einen Ausreißer aufweist. Der höchste in 65
Jahren gemessene Wert der Lufttemperatur wurde
mit 37,2oC für den 20. August 2012 festgehalten,
der niedrigste stammt aus dem Jahr 1987 (-25,1oC
am 14. Januar).
Während in langjähriger Betrachtung tendenziell - in geringem Maße - erhöhte Sonnenstunden
zu verzeichnen sind, wobei das vergangene Jahr
nun gerade wieder die Ausnahme ist, lässt die
Menge der Niederschläge hingegen keinen
eindeutigen Trend erkennen. In den vergangenen
65 Jahren schien die Sonne rund 105 350
Stunden über Leipzig, pro Jahr also 1 621 h und
pro Tag knapp 4,5 h. Im gleichen Zeitraum fielen
Niederschläge in Höhe von 38,3 m, jährlich also
589 mm und pro Tag etwa eineinhalb Millimeter.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

41
43

Klimakennziffern für Leipzig 1949 bis 2013
Mittel- bzw. Extremwerte
Mittelwert
Extremwert
Jahres- SonnenNiedermittlere
Min.
Max.
mittel scheinschlagsLufttemperatur
dauer (h) menge (mm)
°C
'49-'58
1 686
618
+ 9,0
- 22,9
+ 36,4
'59-'68
1 518
552
+ 9,1
- 20,9
+ 37,0
'69-'78
1 502
579
+ 9,1
- 21,3
+ 35,5
'79-'88
1 489
614
+ 9,0
- 25,1
+ 35,9
'89-'98
1 709
617
+ 9,9
- 18,8
+ 37,0
'99-'08
1 753
556
+ 10,0
- 20,5
+ 36,5
'09-'13
1 765
593
+ 9,5
- 21,8
+ 37,2
'49-'08
1 621
589
+ 9,3
- 25,1
+ 37,2
Quelle: DWD

Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

Wetter ausgewählter Großstädter 2009 bis 2013
Wiederum soll die Fünfjahresbetrachtung Leipzigs und ausgewählter Großstädte an jene, die
zuletzt im Statistischen Quartalsbericht IV/2009
veröffentlicht wurde, anknüpfen. Der Anschluss an
den genannten Beitrag „Leipzigs Wetter im
Großstadtvergleich 2004 bis 2008“ fällt relativ
leicht, da der Deutsche Wetterdienst für alle
involvierten Messstationen über die gesamten
zehn Jahre die entsprechenden Werte zur
Verfügung stellt. Von den 15 größten deutschen
Städten wurden lediglich Köln, Essen, Dortmund
und Duisburg nicht berücksichtigt. Diese liegen
relativ nah beieinander, weshalb an dieser Stelle
stellvertretend für alle Städte des Rhein-RuhrGebietes die Station Düsseldorf stehen soll.
Der Fünfjahresdurchschnitt (‘09-‘13) der mittleren Temperatur für alle 13 Städte betrug 9,7°C
und lag demnach 0,5 K unter dem Wert der fünf
Jahre davor. Für alle 13 beobachteten Klimastationen war das Jahr 2011 das wärmste, 2010
das kälteste des Jahrfünfts. Im Städteschnitt
bewegte sich das Jahresmittel der Lufttemperatur
im Zeitraum 2009 bis 2013 zwischen 8,7°C (2010)
und 10,5°C (2011), in den einzelnen Städten lag
es zwischen 8,1 (Dresden und Rostock 2010) und
11,5°C (Düsseldorf und Frankfurt 2011). Erstere
Städte waren neben München auch die im
Fünfjahresschnitt kühlsten Orte, Letztere beiden
die wärmsten. Frankfurt wies ein Jahresmittel
von 10,8°C (also 1,1 K mehr als der Städtedurchschnitt) auf, Düsseldorf lag mit 10,6°C auch
noch fast 1 K über dem Städtedurchschnitt.
In den meisten der Städte war das wärmste
auch das sonnenreichste Jahr. Im Schnitt 1 877 h
schien 2011 die Sonne, allerdings in den einzelnen Städten sehr unterschiedlich. Über 2 000 Sonnenstunden bilanzierten in 2011 Dresden, Stuttgart, Leipzig und München. Bremen, Hamburg und
Hannover erreichten im gleichen Jahr nur Werte
zwischen 1 600 und 1 700 h und blieben damit wie
auch Rostock teilweise unter dem Jahr 2009, als
es die Sonne mit den Küstenstädten am besten
meinte. Der Fünfjahreszeitraum kann bezüglich
42

der Sonnenscheindauer durchaus als „normal“
betrachtet werden, auch wenn wir mit dem gerade
zu Ende gegangenen Jahr ein sehr wolkenreiches
hatten.
Das Jahr 2010 war bezüglich der registrierten
Niederschläge Spitzenreiter. Jedoch sah die
Verteilung der Regen- und Schneemengen in den
einzelnen Großstädten recht unterschiedlich aus.
Beispielsweise wurden für Rostock in dessen
„regionalem Regenjahr“ 2011 überdurchschnittliche
955 mm gemessen. Das gleiche Jahr war für
Leipzig mit 552 mm keineswegs besonders feucht.
2012 kamen allerdings mit 468 mm noch weniger
Niederschläge in Leipzig an, so dass unsere Stadt
unter den verglichenen Städten im abgelaufenen
Jahrfünft wie in den beiden Jahrfünften zuvor jene
mit den wenigsten Niederschlägen war. München
mit 764 mm im Schnitt und wiederum Aachen
(753 mm) waren die regenreichsten der 13 Städte.
Großstadtvergleich
Abweichung zum Städtedurchschnitt (2009 - 2013)
60
50
40
30
20
10
0
10
20
30
40
50
60

o

C

Rostock
Hamburg
Bremen
Hannover

Berlin

Düsseldorf

Dresden
Leipzig

Aachen

über

Frankfurt a.M.

unter

Nürnberg

dem
Städtedurchschnitt

Stuttgart
München

= 1,0 K;
100 mm
50 h

Sonnenscheindauer und Niederschläge (2009 - 2013)

Rostock
Hamburg
Bremen
Berlin

(Fünfjahresdurchschnittswerte)

Hannover
Düsseldorf

Aachen

Leipzig

Frankfurt
a.M.
Nürnberg

Stuttgart
München

Dresden

Sonne
1 819 h
bis
1 544 h
Niederschlag
764 mm
bis
593 mm

Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

Ausgewählte Wetterdaten von 13 deutschen Großstädten 2009 bis 2013
einschließlich jeweils der Abweichung zum Städtedurchschnitt

- 53
- 83
- 47
- 44
- 62
- 58
- 81

1 751
1 477
1 861
1 649
1 456
1 639
1 756

+ 10
- 116
- 16
- 43
- 97
- 52
+ 30

Mittel

645
560
622
606
604
608
703

- 41
- 149
- 36
- 30
- 51
- 61
+ 21

1 745
1 620
1 686
1 500
1 520
1 614
1 574

+5
+ 26
- 191
- 192
- 33
- 77
- 152

Mittel

664
886
679
583
741
711
657

- 22
+ 176
+ 21
- 53
+ 85
+ 42
- 25

1 730
1 646
2 103
1 838
1 567
1 777
1 782

- 11
+ 53
+ 226
+ 146
+ 14
+ 86
+ 56

Mittel

811
736
710
719
601
715
794

+ 125
+ 26
+ 52
+ 83
- 54
+ 46
+ 111

1 595
1 459
1 769
1 494
1 406
1 544
1 547

- 146
- 134
- 108
- 198
- 147
- 147
- 179

Mittel

664
668
507
630
643
622
592

- 22
- 41
- 151
-7
- 13
- 47
- 91

1 741
1 690
1 941
1 791
1 512
1 735
1 679

-0
+ 97
+ 64
+ 99
- 40
+ 44
- 47

752
714
716
732
730
729
806

+ 66
+4
+ 58
+ 96
+ 75
+ 60
+ 124

1 735
1 518
1 614
1 491
1 564
1 584
1 636

-6
- 76
- 263
- 201
+ 11
- 107
- 90

Mittel

Mittel

633
627
611
592
593
611
601

Hannover (Flughafen)
2009
10,1
+ 0,1
2010
8,5
- 0,2
2011
10,4
- 0,0
2012
9,9
+ 0,0
2013
9,5
- 0,0
'09-'13
9,7
- 0,0
'04-'08
10,2
+ 0,1
Leipzig (Flughafen)
2009
9,8
- 0,2
2010
8,3
- 0,4
2011
10,3
- 0,2
2012
9,9
- 0,0
2013
9,3
- 0,2
'09-'13
9,5
- 0,2
'04-'08
10,0
- 0,2
München (Flughafen)
2009
9,3
- 0,7
2010
8,3
- 0,4
2011
9,6
- 0,9
2012
9,2
- 0,7
2013
8,7
- 0,8
'09-'13
9,0
- 0,7
'04-'08
9,2
- 1,0
Nürnberg (Flughafen)
2009
9,4
- 0,6
2010
8,4
- 0,3
2011
10,1
- 0,4
2012
9,8
- 0,1
2013
9,3
- 0,2
'09-'13
9,4
- 0,3
'04-'08
9,6
- 0,6
Rostock-Warnemünde
2009
9,6
- 0,4
2010
8,1
- 0,5
2011
9,8
- 0,7
2012
9,2
- 0,7
2013
9,5
- 0,0
'09-'13
9,2
- 0,5
'04-'08
10,0
- 0,1
Stuttgart (Flughafen)
2009
9,9
- 0,1
2010
8,9
+ 0,2
2011
10,6
+ 0,1
2012
10,2
+ 0,3
2013
9,5
- 0,0
'09-'13
9,8
+ 0,1
'04-'08
9,9
- 0,3
Städtedurchschnitt
2009
10,0
x
2010
8,7
x
2011
10,5
x
2012
9,9
x
2013
9,5
x
'09-'13
9,7
x
'04-'08
10,2
x

635
651
565
630
578
612
675

- 51
- 59
- 93
-7
- 77
- 57
-7

1 662
1 436
1 672
1 527
1 501
1 559
1 636

- 79
- 157
- 205
- 165
- 52
- 132
- 90

Mittel

- 36
+ 19
- 76
- 177
- 98
- 74
- 62

621
719
552
468
607
593
537

- 65
+9
- 106
- 168
- 48
- 76
- 146

1 735
1 683
2 054
1 783
1 570
1 765
1 783

-6
+ 90
+ 177
+ 91
+ 18
+ 74
+ 57

Mittel

1 705
1 612
1 801
1 515
1 454
1 618
1 664

775
828
728
735
755
764
712

+ 89
+ 118
+ 70
+ 99
+ 100
+ 95
+ 29

1 791
1 667
2 042
1 903
1 608
1 802
1 923

+ 50
+ 74
+ 165
+ 211
+ 55
+ 111
+ 197

Mittel

+ 46
+ 70
+ 57
+ 204
+ 42
+ 84
+ 174

Lufttemperatur Niederschlags- Sonnenscheinhöhe (in mm)
dauer (in Std.)
(in oC)
Jahres- Abwei- Jahres- Abwei- Jahres- Abweimittel chung summe chung summe chung

677
713
625
567
647
646
598

-9
+3
- 33
- 70
-8
- 23
- 84

1 727
1 575
1 953
1 868
1 525
1 730
1 762

- 13
- 19
+ 76
+ 176
- 28
+ 39
+ 36

Mittel

Mittel

731
780
715
840
697
753
856

Mittel

Aachen
2009
10,7
+ 0,6
2010
9,3
+ 0,6
2011
11,1
+ 0,7
2012
9,9
- 0,0
2013
9,3
- 0,1
'09-'13
10,1
+ 0,3
'04-'08
10,8
+ 0,6
Berlin (Flughafen-Tempelhof)
2009
10,3
+ 0,3
2010
8,9
+ 0,3
2011
10,8
+ 0,4
2012
10,2
+ 0,3
2013
9,9
+ 0,4
'09-'13
10,0
+ 0,3
'04-'08
10,5
+ 0,3
Bremen (Flughafen)
2009
10,0
- 0,0
2010
8,4
- 0,3
2011
10,2
- 0,3
2012
9,7
- 0,2
2013
9,3
- 0,2
'09-'13
9,5
- 0,2
'04-'08
10,1
- 0,1
Dresden (Flughafen)
2009
9,5
- 0,5
2010
8,1
- 0,5
2011
10,1
- 0,3
2012
9,6
- 0,3
2013
9,0
- 0,5
'09-'13
9,3
- 0,4
'04-'08
9,8
- 0,3
Düsseldorf (Flughafen)
2009
10,9
+ 0,9
2010
9,6
+ 0,9
2011
11,5
+ 1,0
2012
10,8
+ 0,9
2013
10,3
+ 0,8
'09-'13
10,6
+ 0,9
'04-'08
11,1
+ 0,9
Frankfurt a.M. (Flughafen)
2009
11,0
+ 0,9
2010
9,8
+ 1,1
2011
11,5
+ 1,0
2012
11,0
+ 1,1
2013
10,6
+ 1,1
'09-'13
10,8
+ 1,1
'04-'08
11,1
+ 0,9
Hamburg (Flughafen)
2009
9,8
- 0,2
2010
8,2
- 0,5
2011
10,1
- 0,4
2012
9,4
- 0,5
2013
9,2
- 0,3
'09-'13
9,3
- 0,4
'04-'08
10,0
- 0,2

Stadt
(Messstation)
Jahr

540
707
955
491
612
661
616

- 146
-3
+ 297
- 145
- 44
-8
- 67

1 900
1 682
1 826
1 725
1 858
1 798
1 837

+ 159
+ 89
- 51
+ 33
+ 305
+ 107
+ 111

Mittel

Lufttemperatur Niederschlags- Sonnenscheinhöhe (in mm)
dauer (in Std.)
(in oC)
Jahres- Abwei- Jahres- Abwei- Jahres- Abweimittel chung summe chung summe chung

767
639
569
678
711
673
723

+ 81
- 71
- 89
+ 42
+ 56
+4
+ 41

1 815
1 647
2 078
1 911
1 643
1 819
1 859

+ 74
+ 54
+ 201
+ 219
+ 90
+ 128
+ 133

Mittel

Stadt
(Messstation)
Jahr

686
710
658
636
655
669
682

x
x
x
x
x
x
x

1 741
1 593
1 877
1 692
1 553
1 691
1 726

x
x
x
x
x
x
x

Quellen: Klimadatenbank des Deutschen Wetterdienstes; eigene Berechnungen

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

43

Quartalszahlen für das II. Quartal 2014
Alle Angaben sind vorläufig.

Tendenzen der wirtschaftlichen Entwicklung - Stadt Leipzig
(Gleitender Dreimonatsdurchschnitt der jeweils letzten drei Monate - Veränderung zum Vorjahreszeitraum)
Stand: Juni 2014
2013

Merkmal

2014

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Jan

Feb

Mär

Apr

Mai

Jun

Umsatz
Verarbeitendes Gewerbe



























Bauhauptgewerbe

























...

Auslandsumsatz
Verarbeitendes Gewerbe

















 







Auftragseingang
Verarbeitendes Gewerbe











Bauhauptgewerbe

  

      





















...

Übernachtungen

























...

Flughafen
Verkehrseinheiten 1)



























Arbeitslosenzahl



























Verbraucherpreisindex 2)
Insgesamt



























GESAMTTENDENZ

























...

1)
2)

Eine Verkehrseinheit entspricht einem gewerblichem Passagier oder 100 kg Luftfracht/Luftpost, ohne Transit
Angaben für Sachsen

Veränderungsraten (ohne Preisindex):
20 % ≤
10 % ≤
1%≤
-1%<
- 10 % <
- 20 % <

Veränderungsrate
Veränderungsrate
Veränderungsrate
Veränderungsrate
Veränderungsrate
Veränderungsrate
Veränderungsrate

< 20 %
< 10 %
< 1%
≤ -1%
≤ - 10 %
≤ - 20 %

Verbraucherpreisindex:








3%≤
2%≤
1%≤
-1%≤

Veränderungsrate
Veränderungsrate
Veränderungsrate
Veränderungsrate

< 3%
< 2%
< 1%






Gesamttendenz:
Die Veränderungsraten wurden mit Punkten bewertet ( entspricht +3 Punkten,  entspricht - 3 Punkten;
bei Arbeitslosenzahl und Preisindex entsprechend umgekehrt)
21 ≤
13 ≤
4≤
- 3≤
- 12 ≤
- 20 ≤

Punkte
Punkte
Punkte
Punkte
Punkte
Punkte
Punkte

≤ 20
≤ 12
≤ 3
≤- 4
≤ - 13
≤ - 21









Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

45

Bevölkerungsstand

Geburten und Sterbefälle

I. Quartal 2011 bis IV. Quartal 2014

I. Quartal 2011 bis IV. Quartal 2014

550

2 000

530

1 800

510

1 600

490

Personen

Tsd. Einwohner

Hauptwohnbevölkerung

Deutsche
Hauptwohnbevölkerung

Sterbefälle

1 400
Geburten

1 200

470

1 000
00

450
0
I

II

III

IV

I

II

2011

III

IV

I

II

2012

III

IV

I

II

2013

Quelle: Einwohnerregister

III

I

IV

II

III

I

Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

II

III

IV

I

II

III

IV

2014

Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

I. Quartal 2011 bis IV. Quartal 2014

Zuzüge

Anzahl

6 000
4 000

Eheschließungen

500

Wegzüge

2 000

375
250
125

Ehescheidungen

Saldo
0

0
I

II

III

IV

I

2011

II

III

IV

I

II

2012

III

IV

I

2013

Quelle: Einwohnerregister

II

III

IV

I

II

2014

III

IV

I

2011

Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

II

III

IV

Arbeitslose

I

2012

II

III

IV

I

2013

Quelle: Standesamt, StaLa Sachsen

II

III

IV

2014

Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

d. Gewerbe Beschäftigte
Sozialversicherungspflichtig

I. Quartal 2011 bis IV. Quartal 2014

I. Quartal 2010 bis IV. Quartal 2013
130

25

Arbeitsort Leipzig

Tsd. Personen

15
10

Frauen

120

Männer

20
Tsd. Personen

IV

625

8 000

Frauen

110
Männer
100
90

5

800

0
I

II

III

IV

I

II

2011

III

IV

I

II

2012

III

IV

I

2013

Quelle: Bundesagentur für Arbeit

II

III

IV

I

II

2014

III

IV

I

II

2010

Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

III

IV

I

II

2011

III

IV

I

2012

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen

II

III

IV

2013

Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

Gewerbean- und -abmeldungen

Verarbeitendes Gewerbe

I. Quartal 2011 bis IV. Quartal 2014

I. Quartal 2011 bis IV. Quartal 2014
2 500

2 400

2 000

Gesamtumsatz

2 000

1 000

Anzahl

1 500
Mio. €

III

Eheschließungen und Ehescheidungen

10 000

Auftragseingang

Gewerbeanmeldungen

1 600

1 200
Gewerbeabmeldungen

500

800

0
I

II
2010

III

IV

I

II

III

2011

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen

46

II
2013

Quelle: Einwohnerregister

Zu- und Wegzüge

I

2012

I. Quartal 2011 bis IV. Quartal 2014

Personen

IV

2011

2014

IV

I

II
2012

III

IV

I

II

III

IV

2013

Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

400
0
I

II
2010

III

IV

I

II

III

2011

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen

IV

I

II
2012

III

IV

I

II

III

IV

2013

Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

Kommunale Steuereinnahmen

Verkehrsunfälle in Leipzig

I. Quartal 2010 bis IV. Quartal 2013

I. Quartal 2011 bis IV. Quartal 2014

80

5 000
Gewerbesteuer
(brutto)

60

4 000

Anzahl

Mio. €

3 000
40

20

Verkehrsunfälle
insgesamt

2 000

Unfälle mit
Personenschaden

1 000
Gemeinschaftssteuern (Gemeindeanteil)
0

0
I

II

III

IV

I

II

2010

III

IV

I

II

2011

III

IV

I

II

2012

Quelle: Stadtkämmerei

III

I

IV

II

2013

III

II

III

IV

I

2012

II

III

IV

I

2013

Quelle: Polizeidirektion

II

III

IV

2014

Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

Übernachtungen in Leipzig

I. Quartal 2011 bis IV. Quartal 2014

I. Quartal 2011 bis IV. Quartal 2014

1 000

1000
Fluggäste insgesamt

800
Anzahl (Tsd.)

800

Tsd. Personen

I

2011

Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

Luftverkehr (Flughafen Leipzig/Halle)

600

400

darunter: Inland
200

Übernachtungen insgesamt

600
400
darunter:
Gäste aus Deutschland

200

0

0
I

II

III

IV

I

II

2011

III

IV

I

2012

II

III

IV

I

2013

Quelle: Flughafen Leipzig/Halle GmbH

II

III

IV

I

II

2014

III

IV

I

2010

Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

II

III

IV

I

2011

II

III

IV

I

2012

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen

II

III

IV

2013

Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

Gewandhaus-Besucher

Besucher ausgewählter Einrichtungen

I. Quartal 2011 bis IV. Quartal 2014

I. Quartal 2011 bis IV. Quartal 2014
100

900
750
600
450
300
Stadtgeschichtl. Museum

150

Mietveranstaltungen

80

Zoo Leipzig
Tsd. Besucher

Tsd. Besucher

IV

60

40
eigene
Veranstaltungen

20

0

0
I

II

III

IV

I

2011

II

III

IV

2012

I

II

III

IV

2013

Quellen: Zoo, Stadtgeschichtliches Museum

I

II

III

IV

I

II

2014

III

IV

I

2011

Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

II

III

IV

I

2012

II

III

IV

I

2013

Quelle: Gewandhaus

II

III

IV

2014

Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

Feinstaubbelastung

Verbraucherpreisindex
im Freistaat Sachsen
Preis

I. Quartal 2011 bis IV. Quartal 2014

Januar 2012 bis Dezember 2014
50

12
Anzahl der Tage mit Grenzwertüberschreitung

Veränderung gegenüber:
40

Station
LeipzigMitte

Jahresdurchschnitt 2010

30

Station
Lützner
Straße

Tage

um Prozent

9

6

20

Vorjahresmonat

3

10

0

0
Jan

Dez

Jan

2012

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen

Dez
2013

Jan

Dez
2014

Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

I

II
2011

III

IV

I

II

III

IV

2012

Quelle: Sächs. LA für Umwelt und Geologie

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

I

II
2013

III

IV

I

II

III

IV

2014

Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

47

Sachgebiet

Jahr

Gesamtbzw.
Endstand

1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal

Amtliche Einwohnerzahl - Basis Zensus 2011

2013

...

521 717

523 719

526 909

...

(Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen)

2012

520 838

511 633

513 199

516 492

520 838

Einwohner mit Hauptwohnung .....................................

2014
2013

…
539 348

541 368
529 580

543 629
531 566

…
534 926

…
539 348

davon:

männlich .......................................................

2014
2013

…
262 336

263 684
257 026

265 203
258 313

…
260 116

…
262 336

weiblich .........................................................

2014
2013

…
277 012

277 684
272 554

278 426
273 253

…
274 810

…
277 012

Deutsche insgesamt .....................................

2014
2013

…
506 494

507 700
499 631

509 032
500 770

…
503 324

…
506 494

davon:

männlich .......................................

2014
2013

…
244 127

244 935
240 487

245 843
241 214

…
242 548

…
244 127

weiblich ........................................

2014
2013

…
262 367

262 765
259 144

263 189
259 556

…
260 776

…
262 367

Ausländer insgesamt ....................................

2014
2013

…
32 854

33 668
29 949

34 597
30 796

…
31 602

…
32 854

davon:

männlich .......................................

2014
2013

…
18 209

18 749
16 539

19 360
17 099

…
17 568

…
18 209

weiblich ........................................

2014
2013

…
14 645

14 919
13 410

15 237
13 697

…
14 034

…
14 645

Ausländerquote (in Prozent) ........................................

2014
2013

…
6,1

6,2
5,7

6,4
5,8

…
5,9

…
6,1

Eheschließungen .........................................................

2014
2013

…
1 497

178
184

430
427

…
493

…
393

(Quelle: Standesamt)

2014
2013

…
41

7
9

25
7

…
10

…
15

Ehescheidungen ..........................................................
(Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen)

2014
2013

…
949

215
236

240
259

…
221

…
233

Geburten ......................................................................

2014
2013

…
5 834

1 575
1 417

1 393
1 361

…
1 535

…
1 521

davon:

männlich .......................................................

2014
2013

…
3 008

816
743

701
707

…
772

…
786

weiblich .........................................................

2014
2013

…
2 826

759
674

692
654

…
763

…
735

Sterbefälle ...................................................................

2014
2013

…
6 017

1 561
1 806

1 408
1 492

…
1 328

…
1 391

davon:

männlich .......................................................

2014
2013

…
2 826

716
822

691
683

…
660

…
661

weiblich .........................................................

2014
2013

…
3 191

845
984

717
809

…
668

…
730

Saldo Geburten - Sterbefälle .......................................

2014
2013

…
- 183

+ 14
- 389

- 15
- 131

…
+ 207

…
+ 130

Bevölkerungsstand
(Quelle: Ordnungamt/Einwohnerregister)

davon:

(Quelle: Standesamt)
Eintragung von Lebenspartnerschaften .......................

Natürliche Bevölkerungsbewegung
(Quelle: Ordnungsamt/Einwohnerregister)

48

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

Jahr

Gesamtbzw.
Endstand

2014
2013

…
32 355

7 166
6 242

7 050
6 452

…
9 979

…
9 682

männlich .......................................................... 2014
2013

…
17 047

3 979
3 469

4 056
3 534

…
5 111

…
4 933

weiblich ............................................................ 2014
2013

…
15 308

3 187
2 773

2 994
2 918

…
4 868

…
4 749

Wegzüge .......................................................................... 2014
2013

…
21 006

5 075
4 576

4 592
4 330

…
6 811

…
5 289

davon:

männlich .......................................................... 2014
2013

…
10 762

2 602
2 396

2 382
2 223

…
3 390

…
2 753

weiblich ............................................................ 2014
2013

…
10 244

2 473
2 180

2 210
2 107

…
3 421

…
2 536

Wanderungssaldo ............................................................ 2014
2013

…
+11 349

+2 091
+1 666

+2 458
+2 122

…
+3 168

…
+4 393

Innerstädtische Umzüge ................................................... 2014
2013

…
51 419

12 765
12 121

12 848
12 927

…
13 579

…
12 792

Gemeldete Infektionskrankheiten ..................................... 2014
2013

…
8 469

1 944
3 926

1 528
1 459

…
1 263

…
1 821

darunter ausgewählte Krankheiten:
Bakteriell bedingte Durchfallerkrankungen ...... 2014
2013

…
1 885

393
430

412
382

…
577

…
496

2014
2013

…
115

27
22

24
14

…
35

…
44

Hirnhautentzündung (Meningitis/Encephal.) ... 2014
2013

…
64

4
5

9
14

…
33

…
12

Keuchhusten (Pertussis) ................................

2014
2013

…
82

48
19

34
10

…
20

…
33

Virusgrippe (Influenza) ...................................

2014
2013

…
2 153

93
2 024

123
126

…
-

…
3

Borreliose .......................................................

2014
2013

…
63

6
4

10
5

…
37

…
17

Anzahl der Häufungen obiger Infektionskrankheiten 1) ....

2014
2013

…
59

13
21

5
4

…
9

…
25

Untersuchungen bei Kontaktpersonen ............................. 2014
2013

…
2 101

510
920

545
294

…
448

…
439

Tuberkulose-Neuerkrankungen ........................................ 2014
2013
darunter: Atmungsorgane ................................................. 2014
2013
Sexuell übertragbare Krankheiten (Quelle: Gesundheitsamt)

…
25
…
18

7
13
6
9

7
4
7
3

…
8
…
6

…
…
-

Sachgebiet

1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal

Räumliche Bevölkerungsbewegung
(Quelle: Ordnungsamt/Einwohnerregister)
Zuzüge .............................................................................
davon:

Meldepflichtige übertragbare Krankheiten (Quelle: Gesundheitsamt)

Virushepatitis - Carrier (Träger) .....................

Gonorrhoe ......................................................

2014
2013

…
226

49
62

50
58

…
46

…
60

Syphillis ..........................................................

2014
2013

…
62

r 33
21

8
14

…
20

…
7

Urogenitale Chlamydieninfektionen ................ 2014
2013

…
973

r 249
268

205
254

…
240

…
211

…
27

r 13
6

.
11

…
6

…
4

HIV-Neuinfektionen ........................................
1)

2014
2013

zwei oder mehr gleichartige Erkrankungen, bei denen ein epidemischer Zusammenhang wahrscheinlich ist

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

49

Jahr

Gesamtbzw.
Endstand

Grundsteuer ..................................................... 1 000 €

2014
2013

...
...

…
21 712

…
20 997

…
26 475

...
...

Gewerbesteuer (brutto) ................................... 1 000 €

2014
2013

...
...

…
60 876

…
47 670

…
41 472

...
...

Gemeindeanteil an der Einkommensteuer ...... 1 000 €

2014
2013

...
...

…
4 632

…
-

…
26 686

...
...

Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer ...... ...... 1 000 €

2014
2013

...
...

…
-

…
7 947

…
7 577

...
...

Vergnügungssteuer ......................................... 1 000 €

2014
2013

...
...

…
495

…
181

…
243

...
...

Hundesteuer .................................................... 1 000 €

2014
2013

...
...

…
559

…
214

…
566

...
...

Zweitwohnungssteuer .............................. ...... 1 000 €

2014
2013

...
...

…
32

…
164

…
40

...
...

Gewerbesteuerumlage .................................... 1 000 €

2014
2013

...
...

…
134

…
387

…
4 632

...
...

Steuereinnahmen (netto) insgesamt ............... 1 000 €

2014
2013

...
...

…
88 172

…
76 787

…
98 427

...
...

Schuldenstand ................................................... Mill. €

2014
2013

...
...

…
716

…
707

…
693

...
...

Schuldenstand je Einwohner ..................................... €

2014
2013

...
...

…
1 372

…
1 350

…
1 315

...
...

Anmeldungen .................................................................

2014
2013

…
5 646

1 399
1 428

…
1 478

…
1 440

…
1 300

Abmeldungen .................................................................

2014
2013

…
5 052

1 343
1 483

…
1 072

…
1 256

…
1 241

Insolvenzen insgesamt ..................................................

2014
2013

…
1 535

356
332

…
397

…
439

…
367

darunter: Verbraucherinsolvenzen ...............................

2014
2013

…
1 135

210
208

…
330

…
367

…
218

Straftaten insgesamt ......................................................

2014
2013

…
70 107

21 089
16 567

…
16 633

…
17 920

…
18 987

Aufklärungsquote .......................................................%

2014
2013

…
46,8

45,4
48,1

…
47,3

…
45,7

…
45,9

Sachgebiet

1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal

Kommunale Finanzen
(Quelle: Stadtkämmerei/Kassenstatistik)

Gewerbean- und -abmeldungen
(Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen)

Insolvenzen
(Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen)

Kriminalität
(Quelle: Polizeidirektion Leipzig)

50

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

Jahr

Gesamtbzw.
Endstand

Beschäftigte am Arbeitsort Leipzig ................................

2013
2012

...
228 527

226 197
220 960

228 990
222 949

234 661
227 252

236 004
228 527

darunter: Frauen ..........................................................

2013
2012

...
117 677

116 980
113 874

117 595
114 383

119 870
116 564

120 601
117 677

Beschäftigte am Wohnort Leipzig .................................

2013
2012

...
191 252

190 395
183 296

192 924
186 116

197 596
190 287

198 539
191 252

darunter: Frauen ...................................... ....................

2013
2012

...
95 420

95 274
91 691

95 951
92 523

98 044
94 506

98 761
95 420

2013
2012

...
48 906

46 025
44 661

46 729
45 895

47 349
45 360

48 413
48 906

darunter: ausschließlicher Job .....................................

2013
2012

...
34 870

32 698
32 138

33 207
32 959

33 375
31 874

34 270
34 870

am Wohnort Leipzig .......................................................

2013
2012

...
35 314

33 891
32 857

35 006
33 739

34 785
33 827

35 514
35 314

Arbeitslose in der Stadt Leipzig .....................................

2014

…

30 175

27 650

…

…

(Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit)

2013

28 085

31 536

28 713

28 834

28 085

und zwar: Frauen ..........................................................

2014
2013

…
12 207

12 894
13 298

12 283
12 654

…
13 091

…
12 207

unter 25 Jahre ..............................................

2014
2013

…
2 507

2 848
3 397

2 388
2 682

…
3 022

…
2 507

Langzeitarbeitslose .......................................

2014
2013

…
9 053

9 540
9 746

9 349
9 052

…
8 855

…
9 053

Arbeitslosenquote aller zivilen Erwerbspersonen ..........

2014
2013

…
10,3

11,1
11,8

9,9
10,5

…
10,6

…
10,3

Arbeitslosenquote aller abhängigen zivilen ...................
Erwerbspersonen

2014
2013

…
11,5

12,4
13,2

11,1
11,8

…
11,8

…
11,5

Arbeitslose nach SGB III insgesamt ..............................

2014
2013

…
6 017

6 845
7 167

5 951
6 203

…
6 384

…
6 017

und zwar: Frauen ..........................................................

2014
2013

…
2 679

2 987
2 901

2 745
2 783

…
3 005

…
2 679

unter 25 Jahre ..............................................

2014
2013

…
624

686
884

508
635

…
834

…
624

Arbeitslose nach SGB II insgesamt ...............................

2014
2013

…
22 068

23 330
24 369

21 699
22 510

…
22 450

…
22 068

und zwar: Frauen ..........................................................

2014
2013

…
9 528

9 907
10 397

9 538
9 871

…
10 086

…
9 528

unter 25 Jahre ..............................................

2014
2013

…
1 883

2 162
2 104

1 880
2 053

…
2 188

…
1 883

Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen ..........................

2014
2013

…
2 608

3 072
2 722

3 360
2 833

…
3 478

…
2 608

Sachgebiet

1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
(Quellen: Statistisches Landesamt Sachsen,
Statistik der Bundesagentur für Arbeit)

Geringfügig entlohnte Beschäftigte
am Arbeitsort Leipzig ....................................................

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

51

Sachgebiet

Jahr

Gesamtbzw.
Endstand

1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal

Leistungsempfänger in der Stadt Leipzig
(Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit)
Leistungsempfänger - Rechtskreis SGB III - vorläufige Werte
Empfänger insgesamt ...................................................

2014
2013

…
6 017

11 502
11 153

11 377
11 009

…
10 197

…
12 153

darunter: Empfänger ALG I .........................................

2014
2013

…
6 471

7 166
7 671

6 353
6 493

…
6 934

…
6 471

Leistungsempfänger - Rechtskreis SGB II - vorläufige Werte
Bedarfsgemeinschaften (BG) insgesamt ......................

2014
2013

…
43 080

43 432
43 642

43 046
43 901

…
43 434

…
43 080

Personen in Bedarfsgemeinschaften ...........................

2014
2013

…
71 742

72 113
73 101

71 619
73 088

…
72 336

…
71 742

Leistungsempfänger - Rechtskreis SGB II 1) - endgültige Werte
Bedarfsgemeinschaften (BG) insgesamt ......................

2014
2013

…
42 478

43 318
43 940

…
43 852

…
43 387

…
42 478

darunter: BG mit einer Person ....................................

2014
2013

…
26 929

27 613
27 771

…
27 740

…
25 507

…
26 929

monatliche Leistungen pro BG in Euro .........................
(auf Basis aller Bedarfsgemeinschaften)

2014
2013

…
771,34

791,44
777,00

…
774,71

…
777,45

…
771,34

darunter: ALG II ............................................................

2014
2013

…
326,56

338,35
334,00

…
330,84

…
329,93

…
326,56

Leistungen für Unterkunft und Heizung .......

2014
2013

…
294,50

296,46
292,00

…
292,47

…
296,18

…
294,50

Sozialgeld ....................................................

2014
2013

…
10,05

11,36
10,00

…
9,54

…
9,90

…
10,05

Personen in Bedarfsgemeinschaften ...........................

2014
2013

…
70 731

71 938
73 101

…
73 002

…
72 145

…
70 731

Erwerbsfähige Leistungsberechtigte ...........

2014
2013

…
52 864

53 901
55 076

…
54 875

…
54 097

…
52 864

und zwar: Frauen .......................................

2014
2013

…
26 288

26 603
27 129

…
27 128

…
26 919

…
26 288

unter 25 Jahre ...........................

2014
2013

…
7 286

7 481
7 861

…
7 924

…
7 733

…
7 286

Ausländer ..................................

2014
2013

…
6 408

6 676
6 457

…
6 442

…
6 380

…
6 408

Nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte ...

2014
2013

…
17 867

18 037
18 025

…
18 127

…
18 048

…
17 867

und zwar: unter 15 Jahre ..........................

2014
2013

…
17 483

17 654
17 660

…
17 768

…
17 673

…
17 483

Ausländer ..................................

2014
2013

…
1 181

1 222
1 174

…
1 176

…
1 166

…
1 181

davon:

1)

Angaben werden von der Bundesagentur für Arbeit nach einer Wartezeit von 3 Monaten in endgültige Werte umgewandelt

52

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

Sachgebiet

Jahr

Gesamtbzw.
Endstand

1. Quartal

2. Quartal

3. Quartal

4. Quartal

Verarbeitendes Gewerbe 1) (Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen)
Betriebe ...................................................................... 2014
2013

…
66

66
68

68
69

…
68

…
66

Tätige Personen ......................................................... 2014
2013

…
15 799

16 524
14 633

17 147
14 900

…
15 411

…
15 799

Arbeitsstunden ................................................ 1 000

2014
2013

…
23 875

6 969
6 000

4 759
6 001

…
6 143

…
5 731

Bezahlte Entgelte .......................................... 1 000 €

2014
2013

…
653 256

160 812
141 620

202 618
167 731

…
169 587

…
174 318

Gesamtumsatz ............................................. 1 000 €

2014
2013

…
6 369 869

1 770 817
1 538 056

1 753 635
1 771 169

…
1 753 127

…
1 307 517

darunter: Ausland ....................................... 1 000 €

2014
2013

…
3 838 774

1 099 732
908 420

1 042 381
1 094 087

…
1 108 409

…
727 858

Auftragseingang ......................................... 1 000 €

2014
2013

…
5 716 844

1 613 168
1 528 760

1 576 707
1 538 742

…
1 534 310

…
1 115 032

Bauhauptgewerbe 2) (Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen)
Betriebe ...................................................................... 2014
2013

…
49

42
51

40
50

…
49

…
45

Tätige Personen ......................................................... 2014
2013

…
3 044

2 945
3 002

2 890
3 073

…
3 103

…
2 998

Arbeitsstunden ................................................ 1 000

2014
2013

…
3 545

710
634

932
942

…
1 051

…
918

Bruttoentgeltsumme ................................. ... 1 000 €

2014
2013

…
94 961

21 045
19 902

25 045
24 622

…
25 043

…
25 394

Gesamtumsatz ............................................. 1 000 €

2014
2013

…
439 620

80 487
73 315

103 134
108 864

…
122 829

…
134 612

darunter: Baugewerblicher Umsatz ........... 1 000 €

2014
2013

…
430 747

78 426
71 530

100 961
106 947

…
120 504

…
131 766

Auftragseingang ............................................ 1 000 €

2014
2013

…
368 109

86 535
76 953

77 203
66 265

…
151 283

…
73 608

Auftragsbestand ........................................... 1 000 €

2014
2013

…
571 124

…
145 574

…
117 957

…
172 329

…
135 264

Betriebe ...................................................................... 2014
2013

…
66

61
66

…
66

…
66

…
65

Tätige Personen ......................................................... 2014
2013

…
2 512

2 398
2 491

…
2 511

…
2 533

…
2 513

Arbeitsstunden ................................................ 1 000

2014
2013

…
3 263

790
796

…
817

…
844

…
806

Bruttoentgeltsumme ................................. ... 1 000 €

2014
2013

…
71 297

17 184
17 177

…
18 024

…
17 651

…
18 445

Gesamtumsatz ............................................. 1 000 €

2014
2013

…
301 492

61 250
82 317

…
66 815

…
71 096

…
81 264

darunter: Ausbaugewerblicher Umsatz ...... 1 000 €

2014
2013

…
298 355

60 629
81 505

…
65 739

…
70 633

…
80 478

Ausbaugewerbe 2) (Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen)

1)

Betriebe mit 50 Beschäftigten und mehr

2)

Betriebe mit 20 Beschäftigten und mehr

3)

Jahresdurchschnitt

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

53

Jahr

Gesamtbzw.
Endstand

Baugenehmigungen ......................................................

2014
2013

…
901

239
208

…
270

…
172

…
251

darunter:

Neubauten ................................................

2014
2013

…
489

117
116

…
154

…
87

…
132

davon: Wohngebäude ...............................

2014
2013

…
426

97
101

…
137

…
75

…
113

Nichtwohngebäude ......................

2014
2013

…
63

20
15

…
17

…
12

…
19

Wohnungen .............................................

2014
2013

…
1 689

419
183

…
769

…
180

…
557

darunter: Zugang durch Neubau ...............

2014
2013

…
910

319
120

…
309

…
151

…
330

Sachgebiet

1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal

Bautätigkeit (Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen)

Wohnfläche .............................. 1 000 m

2

2014
2013

…
167

50
27

…
69

…
24

…
47

Nutzfläche ................................ 1 000 m

2

2014
2013

…
144

80
85

…
22

…
5

…
32

2014
2013

…
410

177
100

…
154

…
39

…
117

Veranschlagte Kosten .................. Mill. €

2013

2012

Baufertigstellungen ........................................................

1 068

696

Wohnungsbestand insgesamt .......................................

…

318 485

Gebäudebestand (Wohngebäude) ...............................

…

57 345

Ärztliche Notdienste, Krankentransporte, Feuerwehr (Quelle: Branddirektion / ASB)
Einsätze insgesamt .......................................................

2014
2013

…
121 833

33 245
30 648

34 452
30 718

…
31 236

…
29 231

davon:

Rettungsdienst/Krankentransport .............

2014
2013

…
115 350

31 252
29 215

32 086
28 638

…
29 678

…
27 819

Einsätze Feuerwehr ..................................

2014
2013

…
6 483

1 993
1 433

2 366
2 080

…
1 558

…
1 412

Kassenärztlicher Notdienst .......................

2014
2013

…
17 150

4 106
5 220

…
4 088

…
3 286

…
4 556

Kinderärztlicher Notdienst .........................

2014
2013

…
1 804

490
705

…
335

…
291

…
473

Feuerwehr (ohne Rettungsdienst; Quelle: Branddirektion)
Einsätze insgesamt .......................................................

2014
2013

…
4 853

1 448
1 378

1 628
1 934

…
1 527

…
1 392

Brände ......................................................

2014
2013

…
881

245
204

334
219

…
225

…
233

Großbrände ......................

2014
2013

…
10

4
3

2
2

…
3

…
2

Mittelbrände ......................

2014
2013

…
58

17
15

21
10

…
14

…
19

Kleinbrände ......................

2014
2013

…
813

224
186

311
207

…
208

…
212

darunter:

davon:

54

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

Sachgebiet

Jahr

Gesamtbzw.
Endstand

1. Quartal

2. Quartal

3. Quartal

4. Quartal

Verkehrsunfälle, -delikte
(Quelle: Polizeidirektion Leipzig)
Unfälle insgesamt ......................................................

2014
2013

…
13 879

3 090
3 048

3 610
3 576

…
3 588

…
3 667

darunter: mit Personenschaden ............................... 2014
2013

…
1 912

416
279

537
508

…
623

…
502

Verletzte Personen ....................................................

2014
2013

…
2 264

487
349

635
577

…
731

…
607

Getötete Personen ..................................................... 2014
2013

…
14

3
1

3
2

…
8

…
3

2014
2013

…
254

39
49

62
62

…
80

…
63

Unfälle mit Unfallflucht ............................................... 2014
2013

…
3 947

921
759

1 021
1 027

…
1 008

…
1 153

Unfälle unter Alkoholeinfluss .....................................

Öffentlicher Personennahverkehr
(Quelle: Leipziger Verkehrsbetriebe GmbH)
Beförderte Personen ...................................... 1 000

2014
2013

…
142 161

34 594
36 291

34 044
37 092

…
32 072

…
36 706

davon:

Straßenbahn ................................. 1 000

2014
2013

…
114 672

28 212
29 206

27 842
30 188

…
25 543

…
29 735

Bus ................................................ 1 000

2014
2013

…
27 556

6 401
7 102

6 217
6 919

…
6 545

…
6 990

Flugzeugbewegungen ...............................................

2014
2013

…
61 668

14 408
13 346

16 144
15 612

…
16 753

…
15 957

Fluggäste insgesamt .................................................

2014
2013

…
2 240 860

382 970
350 982

615 000
606 616

…
747 211

…
536 051

Fluggäste (gewerblicher Verkehr) .............................. 2014
2013

…
2 234 231

382 667
348 781

614 678
605 332

…
745 369

…
534 749

Luftverkehr (Quelle: Flughafen Leipzig/Halle GmbH)

davon:

Ankommende ...........................................

2014
2013

…
1 065 412

185 252
161 957

299 212
281 768

…
354 364

…
267 323

Abreisende ...............................................

2014
2013

…
1 064 299

186 900
166 713

308 589
294 578

…
360 445

…
242 563

Transit ....................................................... 2014
2013

…
104 520

10 515
20 111

6 667
28 986

…
30 560

…
24 863

Luftfracht (ohne Trucking) ....................................... t

2014
2013

…
887 101

215 549
213 108

226 560
225 166

…
219 647

…
229 180

darunter: Anflug .................................................... t

2014
2013

…
431 403

106 395
104 362

111 088
109 206

…
106 521

…
111 314

Abflug .................................................... t

2014
2013

…
446 592

108 750
105 591

114 113
113 577

…
111 210

…
116 214

2014
2013

…
10 909 947

2 523 826
2 428 407

2 860 024
2 804 224

…
2 892 119

…
2 785 197

Verkehrseinheiten (VE) 1) ..........................................

1)

1 VE entspricht einem gewerblichen Passagier oder 100 kg Fracht/Post

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

55

Sachgebiet

Jahr

Gesamt1.
bzw.
Quartal
Endstand

2.
Quartal

3.
Quartal

4.
Quartal

Leistungen der Stadtreinigung
(Quelle: Stadtreinigung Leipzig)
Restabfallentsorgung ....................................................................

2014
2013

…
77 198

18 862
18 577

19 710
20 014

…
19 079

…
19 528

Sperrmüllentsorgung .....................................................................

2014
2013

…
18 759

r 4 733
3 785

5 138
5 298

…
5 159

…
4 517

Sammlung von Papier ...................................................................

2014
2013

…
24 934

6 257
6 262

6 029
6 155

…
5 904

…
6 613

Sammlung von Glas ......................................................................

2014
2013

…
12 155

3 130
3 080

3 066
3 093

…
2 848

…
3 134

Sammlung von Leichtverpackung ................................................

2014
2013

…
22 524

5 582
5 362

5 818
5 872

…
5 621

…
5 669

Jahr

Januar

Februar

März

April

Mai

Juni

Gesamtindex (Jahr 2010 = 100) .................................

2014
2013

106,0
104,5

106,3
105,0

106,6
105,6

106,5
105,1

106,4
105,6

106,6
105,7

Veränderung gegenüber Vorjahresmonat ..................

2014
2013

1,4
1,8

1,2
1,5

0,9
1,5

1,3
1,3

0,8
1,7

0,9
2,0

2014
2013

113,8
110,0

113,4
110,1

113,3
110,9

112,9
110,7

112,7
112,5

112,6
112,9

Alkoholische Getränke, Tabakwaren .......................

2014
2013

109,6
105,5

108,1
105,3

109,1
106,0

109,9
105,9

110,1
106,1

108,9
105,6

Bekleidung und Schuhe ...........................................

2014
2013

104,1
102,5

105,5
102,1

110,9
109,8

111,6
109,6

110,8
109,3

108,1
107,9

Wohnung, Wasser, Strom, Gas und ........................
andere Brennstoffe

2014
2013

105,5
105,2

105,5
105,3

105,4
105,2

105,5
105,1

105,6
105,2

105,6
105,1

Einrichtungsgegenstände, u.ä. für den ....................
Haushalt, Instandhaltung

2014
2013

103,2
101,8

103,0
102,0

103,6
102,4

103,5
102,4

103,3
102,5

103,5
102,7

Gesundheitspflege ...................................................

2014
2013

101,4
99,5

101,5
99,6

102,2
100,1

102,4
100,5

102,5
100,5

102,5
100,7

Verkehr .....................................................................

2014
2013

106,7
107,3

106,9
108,2

106,8
107,3

107,6
108,1

107,7
107,8

108,1
107,8

Nachrichtenübermittlung ..........................................

2014
2013

92,8
93,8

92,9
93,8

92,6
93,9

92,6
93,9

92,4
93,8

92,3
93,7

Freizeit, Unterhaltung und Kultur ............................

2014
2013

103,1
99,8

105,8
102,7

106,2
104,2

103,4
99,0

102,4
102,3

105,1
103,5

Bildungswesen .........................................................

2014
2013

120,0
117,1

120,3
117,4

120,1
117,3

120,3
117,3

120,3
117,3

120,3
117,3

Beherbergungs- und Gaststättendienst- .................
leistungen

2014
2013

107,3
104,8

107,3
104,9

107,1
105,6

107,3
105,3

107,9
105,6

107,8
106,4

2014
2013

117,7
118,8

117,7
119,4

117,0
118,8

117,3
118,3

117,1
118,1

117,2
117,8

2014
2013

105,3
106,3

105,5
107,3

105,4
106,2

106,0
107,0

106,2
106,7

106,6
106,6

Sachgebiet
Verbraucherpreisindex im Freistaat Sachsen
(Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen)

darunter nach Hauptgruppen:
Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke ..............

Sonderauswertungen:
Haushaltsenergie .....................................................
Kraftfahrerpreisindex ................................................

56

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

Jahr

Gesamtbzw.
Endstand

Ankünfte insgesamt ......................................................... 2014
2013

…
1 453 422

301 068
277 344

…
381 899

…
405 062

…
389 117

davon aus: Bundesgebiet ................................................ 2014
2013

…
1 245 414

264 924
244 024

…
326 270

…
329 797

…
345 323

Ausland insgesamt ........................................ 2014
2013

…
208 008

36 144
33 320

…
55 629

…
75 265

…
43 794

darunter: Europa (ohne Deutschland) .........

2014
2013

…
148 407

26 713
24 569

…
38 850

…
54 212

…
30 776

darunter: Länder der EU ............... 2014
2013

…
114 477

20 027
18 929

…
29 741

…
41 920

…
23 887

Amerika ........................................ 2014
2013

…
30 595

5 666
4 547

…
7 931

…
10 640

…
7 477

Asien ............................................

2014
2013

…
23 528

2 995
3 258

…
7 139

…
8 529

…
4 602

Afrika ............................................ 2014
2013

…
1 730

415
345

…
522

…
539

…
324

2014
2013

…
2 697 871

527 436
512 479

…
713 758

…
775 126

…
696 508

davon aus: Bundesgebiet ................................................ 2014
2013

…
2 263 277

456 226
442 158

…
594 222

…
614 906

…
611 991

Ausland insgesamt ........................................ 2014
2013

…
434 594

71 210
70 321

…
119 536

…
160 220

…
84 517

darunter: Europa (ohne Deutschland) .........

2014
2013

…
313 213

53 157
52 503

…
86 697

…
112 364

…
61 649

darunter: Länder der EU ............... 2014
2013

…
246 413

39 894
40 614

…
68 769

…
89 373

…
47 657

Amerika ........................................ 2014
2013

…
58 999

10 084
9 199

…
16 060

…
21 825

…
11 915

Asien ............................................

2014
2013

…
48 022

5 983
6 634

…
12 728

…
20 156

…
8 504

Afrika ............................................ 2014
2013

5 952

1 274
973

…
1 580

…
2 112

…
1 287

2014
2013

…
1,9

1,8
1,8

…
1,9

…
1,9

…
1,8

davon aus: Bundesgebiet ................................................ 2014
2013

…
1,8

1,7
1,8

…
1,8

…
1,9

…
1,8

Ausland insgesamt ........................................ 2014
2013

…
2,1

2,0
2,1

…
2,1

…
2,1

…
1,9

darunter: Europa (ohne Deutschland) .........

2014
2013

…
2,1

2,0
2,1

…
2,2

…
2,1

…
2,0

darunter: Länder der EU ............... 2014
2013

…
2,2

2,0
2,1

…
2,3

…
2,1

…
2,0

Amerika ........................................ 2014
2013

…
1,9

1,8
2,0

…
2,0

…
2,1

…
1,6

Asien ............................................

2014
2013

…
2,0

2,0
2,0

…
1,8

…
2,4

…
1,8

Afrika ............................................ 2014
2013

…
3,4

3,1
2,8

…
3,0

…
3,9

…
4,0

Sachgebiet

1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal

Tourismus (Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen)

Übernachtungen insgesamt ............................................

Durchschnittliche Aufenthaltsdauer (in Tagen) ...............

seit Januar 2012 sind Ankünfte und Übernachtungen auf Campingplätzen enthalten

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

57

Jahr

Gesamtbzw.
Endstand

Stadtgeschichtliches Museum insgesamt .......................

2014
2013

…
561 196

89 782
64 403

160 160
128 820

…
161 478

…
206 495

Altes Rathaus ..............................................

2014
2013

…
40 517

r 8 015
9 379

12 669
10 315

…
9 524

…
11 299

Stadtgeschichtliches Museum/Neubau .......

2014
2013

…
29 881

5 855
8 777

8 368
7 802

…
5 762

…
7 540

Völkerschlachtdenkmal ...............................

2014
2013

…
315 223

54 714
24 282

90 906
65 559

…
98 801

…
126 581

Forum 1813 .................................................

2014
2013

…
102 555

9 166
7 836

28 631
20 513

…
32 295

…
41 911

Alte Börse ....................................................

2014
2013

…
32 028

7 107
9 006

8 228
10 702

…
3 458

…
8 862

Schillerhaus .................................................

2014
2013

…
8 574

664
995

3 909
3 099

…
2 939

…
1 541

Coffe Baum .................................................

2014
2013

…
27 345

4 230
4 111

7 419
6 759

…
7 753

…
8 722

Museum der bildenden Künste .......................................

2014
2013

…
96 264

23 706
23 511

29 627
25 604

…
20 971

…
26 178

GRASSI Museum für Musikinstrumente .........................

2014

…

6 646

…

…

…

2013

34 242

6 676

13 986

7 495

6 085

GRASSI Museum für Angewandte Kunst .......................

2014
2013

…
95 593

11 632
21 852

21 846
35 453

…
20 819

…
17 469

GRASSI Museum für Völkerkunde .................................

2014

…

…

…

…

…

2013

59 821

12 975

26 234

9 799

10 813

Naturkundemuseum .......................................................

2014
2013

…
27 408

8 368
6 939

9 593
7 382

…
5 745

…
7 342

Bach-Museum ................................................................

2014
2013

…
43 997

r 6 359
7 899

15 792
14 674

…
12 424

…
9 000

Zeitgeschichtliches Forum ..............................................

2014
2013

…
254 112

31 908
61 151

53 780
58 736

…
65 083

…
69 142

Deutsches Buch- und Schriftmuseum ............................

2014
2013

…
22 638

4 787
5 959

5 730
6 646

…
4 973

…
5 060

Ägyptisches Museum .....................................................

2014
2013

…
16 179

3 321
3 515

6 444
7 263

…
2 622

…
2 779

Museum in der "Runden Ecke" .......................................

2014
2013

…
120 084

19 413
22 021

…
37 047

…
33 507

…
27 509

Museum im Mendelssohn-Haus .....................................

2014
2013

…
33 407

7 883
5 822

11 374
10 571

…
9 049

…
7 965

Museum für Druckkunst Leipzig .....................................

2014
2013

…
9 221

3 575
2 135

3 699
2 796

…
2 039

…
2 251

Apothekenmuseum ........................................................

2014
2013

…
1 648

433
304

480
449

…
430

…
465

Deutsches Kleingärtnermuseum in Leipzig e.V. .............

2014
2013

…
2 189

74
158

1 318
972

…
913

…
146

Leipziger Galerie für Zeitgenössische Kunst ..................

2014
2013

…
36 752

5 778
6 344

7 319
7 218

…
5 014

…
18 176

Sachgebiet

1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal

Besucher in ausgewählten Museen
(Quellen: jeweilige Museen)

darunter:

Durch zeitweilige Sanierungsarbeiten war der Besuch einiger Einrichtungen nicht oder nur eingeschränkt möglich.

58

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

Sachgebiet

Jahr

Gesamtbzw.
Endstand

1. Quartal

2. Quartal

3. Quartal

4. Quartal

Ausgewählte Kultureinrichtungen (Quellen: jeweilige Einrichtungen)
Oper Leipzig insgesamt
Veranstaltungen ......................................................

2014
2013

…
383

87
105

135
112

…
19

…
147

2014
2013

…
171 497

41 433
46 169

55 965
52 460

…
6 948

…
65 920

2014
2013

…
130

25
38

46
37

…
3

…
52

Besucher .............................................

2014
2013

…
111 769

24 586
30 267

33 561
34 887

…
1 930

…
44 685

Platzausnutzung ........................... %

2014
2013

…
67,5

78,1
63,1

57,6
74,6

…
50,5

…
67,5

2014
2013

…
134

33
32

50
42

…
13

…
47

Besucher .............................................

2014
2013

…
54 269

15 367
14 132

20 163
15 978

…
4 851

…
19 308

Platzausnutzung ........................... %

2014
2013

…
76,4

87,9
83,5

76,3
71,9

…
70,4

…
77,5

2014
2013

…
58

15
18

27
20

…
2

…
18

Besucher .............................................

2014
2013

…
3 915

1 067
1 268

1 956
1 284

…
149

…
1 214

Platzausnutzung ........................... %

2014
2013

…
83,6

95,3
76,9

90,3
71,4

…
100,0

…
95,1

2014
2013

…
493

198
153

213
143

…
-

…
197

2014
2013

…
85 138

31 705
20 641

29 184
21 552

…
-

…
42 945

2014
2013

…
212

56
55

55
83

…
-

…
74

Besucher .............................................

2014
2013

…
54 418

19 464
11 529

10 268
11 231

…
-

…
31 658

Platzausnutzung ........................... %

2014
2013

…
75,3

69,4
77,0

50,8
77,3

…
-

…
74,1

2014
2013

…
69

25
39

26
-

…
-

…
30

Besucher .............................................

2014
2013

…
4 346

1 483
2 811

1 611
-

…
-

…
1 535

Platzausnutzung ........................... %

2014
2013

…
76,1

73,1
82,9

73,8
-

…

…
66,2

Besucher .................................................................
darunter:

Opernbühne
Veranstaltungen ..................................

Musikalische Komödie
Veranstaltungen ..................................

Konzertfoyer, Venussaal, Rosental
Veranstaltungen .................................

Schauspiel Leipzig insgesamt
Veranstaltungen (Summe der Bühnen mit
Vermietungen und Gastspielen am Haus) .....
Besucher .................................................................
Schauspielhaus
eigene Veranstaltungen ......................

Skala bis III/13 - Diskothek ab IV/13
eigene Veranstaltungen ......................

Durch zeitweilige Sanierungsarbeiten war der Besuch einiger Einrichtungen nicht oder nur eingeschränkt möglich.

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

59

Sachgebiet

Jahr

Gesamtbzw.
Endstand

1. Quartal

2. Quartal

3. Quartal

4. Quartal

Theater der Jungen Welt insgesamt
Veranstaltungen (einschließlich
Vermietungen und Sonstiges) .........................

2014
2013

…
1 278

367
332

484
442

…
122

…
382

2014
2013

…
64 366

20 326
16 414

17 838
17 230

…
4 870

…
25 852

2014
2013
2014
2013

…
725
…
54 152

175
162
15 845
13 018

213
221
12 464
13 825

…
84
…
4 034

…
258
…
23 275

2014
2013
2014
2013
2014
2013

…
295
…
33 761
…
80,4

68
73
6 741
7 694
66,0
70,2

65
70
6 348
6 753
65,0
64,0

…
63
…
1) 8 278
…
68,9

…
89
…
11 036
…
82,7

2014
2013
2014
2013
2014
2013

…
428
…
75 179
…
75,8

105
104
17 993
19 208
69,6
72,9

100
99
16 211
17 175
66,2
71,8

…
108
…
14 980
…
78,3

…
117
…
23 816
…
80,3

2014
2013
2014
2013
2014
2013
2014
2013

…
211
…
172 838
…
269
…
202 903

62
53
40 011
42 781
107
99
83 874
79 771

…
55
…
48 184
…
76
…
39 744

…
25
…
22 075
…
10
…
8 996

…
78
…
59 798
…
84
…
74 392

2014
2013
2014
2013

…
264
…
12 583

51
34
1 814
1 064

79
62
3 006
1 982

…
92
…
6 163

…
76
…
3 374

2014
2013

…
1 842 639

339 309
246 764

569 237
552 427

…
654 749

…
388 699

2014
2013
2014
2013

…
984 160
…
4 499 043

284 109
249 824
1 169 221
1 091 673

260 378
245 762
1 017 525
1 004 591

…
238 314
…
940 467

…
250 260
…
1 462 312

2014
2013
2014
2013
2014
2013
2014
2013
2014
2013
0

…
992 396
…
619 664
…
347 092
…
127 860
…
47
024
36 3 5

309 936
290 422
182 619
168 394
118 649
111 651
-

264 476
266 928
179 741
175 754
81 309
86 828
31 795
26 241
12 481
12
550
88

…
173 438
…
112 533
…
58 873
…
101 619
…
34 474
98

…
261 608
…
162 983
…
89 740
…
…
-

Besucher ................................................................
darunter: Theatervorstellungen
Veranstaltungen ................................................
Besucher ..........................................................
Kabarett Funzel
Veranstaltungen ................................................
Besucher ...........................................................
Platzausnutzung .......................................... %
Kabarett Academixer
Veranstaltungen ...............................................
Besucher ...........................................................
Platzausnutzung .......................................... %
Gewandhaus zu Leipzig
Gewandhauseigene Veranstaltungen ..............
Besucher ..........................................................
Mietveranstaltungen ........................................
Besucher (Zahl der direkt im Gewandhaus
verkauften Karten) .......................
Gohliser Schlösschen
Veranstaltungen ................................................
Besucher ...........................................................
Zoo Leipzig
Besucher ...........................................................
Leipziger Städtische Bibliotheken
Besucher ...........................................................
Entleihungen .....................................................
Bäder (Quelle: Sportbäder Leipzig GmbH)
Besucher in Hallenbädern 2) .............................
darunter: Festnutzer ..........................................
öffentliche Besucher ..........................
Besucher in Freibädern ...................................
darunter: Ermäßigt .............................................
1)

einschließlich Besucher des Sommertheaters

60

2)

einschließlich Saunanutzer

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

Sachgebiet

Jahr

Januar

Februar

März

April

Mai

Juni

Lufthygiene (Quelle: Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie)
Messstation Leipzig-Mitte
Schwefeldioxidbelastung .................................. µg/m³
Monatsmittel ........................................................
Maximales Halbstundenmittel 1) ..........................
(Grenzwert: 1 000)
Stickstoffmonoxid .............................................. µg/m³
Monatsmittel ........................................................
Maximales Halbstundenmittel 1) ..........................
(Grenzwert: 1 000)
Stickstoffdioxid .................................................. µg/m³
Monatsmittel ........................................................
Maximales Halbstundenmittel 1) ..........................
(Grenzwert: 200)
Staubmessung (PM10) .................................... µg/m³
(Korngrößenbereich unter 10 µm)
Monatsmittel ........................................................
Maximales Tagesmittel .......................................
Tage mit Grenzwertüberschreitung (50 µg/m³)
im Monat .......................................................
seit Jahresbeginn ..........................................

2014
2013

4,5
4,7

3,5
3,9

3,4
4,7

3,3
3,9

2,9
3,4

2,7
2,9

2014
2013

49,7
27,5

15,5
11,1

19,5
21,6

24,2
28,5

34,8
15,5

14,3
17,5

2014
2013

55
58

53
59

59
51

40
49

35
44

38
41

2014
2013

329
273

229
274

330
313

355
232

207
174

142
176

2014
2013

42
43

45
45

49
52

41
50

39
42

37
41

2014
2013

125
112

105
119

195
130

141
120

98
108

95
99

2014
2013

33,87
32,76

27,57
36,53

48,12
43,00

35,42
37,55

19,10
23,51

18,69
21,43

2014
2013

87,74
77,87

54,25
80,45

82,71
82,52

77,06
80,17

33,53
50,47

43,17
41,50

2014
2013

7
7

2
10

15
8

6
6

-

-

2014
2013

7
7

9
17

24
25

30
31

31

31

2014
2013

26
35

40
40

40
62

60
67

66
56

64
59

2014
2013

77,2
82,4

80,8
78,1

115,3
117,5

134,5
134,0

147,6
124,0

159,0
154,0

2014
2013

39,17
37,61

27,76
41,39

51,86
49,00

38,63
38,03

19,78
25,73

20,86
22,18

2014
2013

98,92
88,29

55,06
90,52

93,23
90,00

78,76
69,00

34,01
50,81

45,74
44,43

2014
2013

9
11

2
12

16
9

7
6

1

-

2014
2013

9
11

11
23

27
32

34
38

39

39

Messstation Leipzig-Schönauer Straße
Ozon .................................................................. µg/m³
Monatsmittel ........................................................
Maximales Halbstundenmittel 1) ..........................
(Grenzwert: 120)
Messstation Leipzig-Lützner Straße
Staubmessung (PM10) ..................................... µg/m³
(Korngrößenbereich unter 10 µm)
Monatsmittel ........................................................
Maximales Tagesmittel .......................................
Tage mit Grenzwertüberschreitung (50 µg/m³)
im Monat .......................................................
seit Jahresbeginn ..........................................
1)

ab Oktober 2012 statt Halbstundenmittel nun Stundenmittel

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

61

Bevölkerung der Stadt Leipzig mit Hauptwohnung am 30.06.2014 nach Ortsteilen
OT/
SB
00
01
02
03
04
05
06
0
10
11
12
13
14
15
1
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
2
30
31
32
33
34
35
3
40
41
42
43
44
4
50
51
52
53
54
55
5
60
61
62
63
64
65
66
6
70
71
72
73
74
75
7
80
81
82
83
8
90
91
92
93
94
95
9

Ortsteil /
Insgedavon
davon
Stadtbezirk
samt
männlich weiblich Deutsche
Ausländer
Zentrum
1 766
972
794
1 378
388
22,0
Zentrum-Ost
4 028
2 080
1 948
3 622
406
10,1
Zentrum-Südost
11 586
5 579
6 007
8 605
2 981
25,7
Zentrum-Süd
12 084
5 809
6 275
11 109
975
8,1
Zentrum-West
10 144
4 974
5 170
8 957
1 187
11,7
Zentrum-Nordwest
10 146
4 868
5 278
9 472
674
6,6
Zentrum-Nord
8 268
4 160
4 108
7 207
1 061
12,8
Mitte
58 022
28 442
29 580
50 350
7 672
13,2
Schönefeld-Abtnaundorf
11 216
5 479
5 737
10 446
770
6,9
Schönefeld-Ost
9 127
4 389
4 738
8 712
415
4,5
Mockau-Süd
4 253
2 100
2 153
4 043
210
4,9
Mockau-Nord
10 683
5 186
5 497
10 410
273
2,6
Thekla
5 590
2 650
2 940
5 506
84
1,5
Plaußig-Portitz
2 600
1 284
1 316
2 558
42
1,6
Nordost
43 469
21 088
22 381
41 675
1 794
4,1
Neustadt-Neuschönefeld
10 740
5 475
5 265
8 298
2 442
22,7
Volkmarsdorf
9 310
4 872
4 438
7 080
2 230
24,0
Anger-Crottendorf
10 305
5 096
5 209
9 496
809
7,9
Sellerhausen-Stünz
7 982
3 791
4 191
7 531
451
5,7
Paunsdorf
13 561
6 657
6 904
12 720
841
6,2
Heiterblick
3 676
1 719
1 957
3 636
40
1,1
Mölkau
5 852
2 853
2 999
5 772
80
1,4
Engelsdorf
8 888
4 338
4 550
8 708
180
2,0
Baalsdorf
1 765
891
874
1 757
8
0,5
Althen-Kleinpösna
2 106
1 017
1 089
2 085
21
1,0
Ost
74 185
36 709
37 476
67 083
7 102
9,6
Reudnitz-Thonberg
19 508
9 330
10 178
17 823
1 685
8,6
Stötteritz
15 421
7 307
8 114
14 843
578
3,7
Probstheida
6 104
2 811
3 293
5 917
187
3,1
Meusdorf
3 415
1 801
1 614
3 371
44
1,3
Liebertwolkwitz
5 231
2 547
2 684
5 199
32
0,6
Holzhausen
6 222
3 080
3 142
6 165
57
0,9
Südost
55 901
26 876
29 025
53 318
2 583
4,6
Südvorstadt
24 101
11 788
12 313
22 902
1 199
5,0
Connewitz
18 019
8 778
9 241
17 394
625
3,5
Marienbrunn
5 926
2 793
3 133
5 702
224
3,8
Lößnig
10 880
4 999
5 881
9 936
944
8,7
Dölitz-Dösen
4 646
2 386
2 260
4 287
359
7,7
Süd
63 572
30 744
32 828
60 221
3 351
5,3
Schleußig
12 498
6 069
6 429
11 811
687
5,5
Plagwitz
14 269
7 025
7 244
13 277
992
7,0
Kleinzschocher
9 120
4 569
4 551
8 690
430
4,7
Großzschocher
8 912
4 206
4 706
8 763
149
1,7
Knautkleeberg-Knauthain
5 287
2 621
2 666
5 231
56
1,1
Hartmannsd.-Knautnaundorf
1 326
735
591
1 193
133
10,0
Südwest
51 412
25 225
26 187
48 965
2 447
4,8
Schönau
4 166
2 097
2 069
4 067
99
2,4
Grünau-Ost
7 426
3 335
4 091
7 156
270
3,6
Grünau-Mitte
11 933
5 777
6 156
11 053
880
7,4
Grünau-Siedlung
3 793
1 783
2 010
3 726
67
1,8
Lausen-Grünau
12 073
6 034
6 039
11 581
492
4,1
Grünau-Nord
7 997
3 824
4 173
7 712
285
3,6
Miltitz
1 883
969
914
1 858
25
1,3
West
49 271
23 819
25 452
47 153
2 118
4,3
Lindenau
7 074
3 519
3 555
6 395
679
9,6
Altlindenau
14 890
7 627
7 263
13 434
1 456
9,8
Neulindenau
6 278
3 007
3 271
5 955
323
5,1
Leutzsch
9 553
4 686
4 867
9 194
359
3,8
Böhlitz-Ehrenberg
10 126
4 885
5 241
9 914
212
2,1
Burghausen-Rückmarsdorf
4 755
2 306
2 449
4 713
42
0,9
Alt-West
52 676
26 030
26 646
49 605
3 071
5,8
Möckern
13 159
6 496
6 663
12 540
619
4,7
Wahren
6 574
3 163
3 411
6 358
216
3,3
Lützschena-Stahmeln
3 933
1 974
1 959
3 880
53
1,3
Lindenthal
6 327
3 084
3 243
6 209
118
1,9
Nordwest
29 993
14 717
15 276
28 987
1 006
3,4
Gohlis-Süd
17 605
8 585
9 020
16 227
1 378
7,8
Gohlis-Mitte
15 684
7 563
8 121
15 004
680
4,3
Gohlis-Nord
8 469
3 924
4 545
8 228
241
2,8
Eutritzsch
12 739
6 156
6 583
11 796
943
7,4
Seehausen
2 224
1 132
1 092
2 194
30
1,3
Wiederitzsch
8 406
4 192
4 214
8 225
181
2,2
Nord
65 127
31 552
33 575
61 674
3 453
5,3
Leipzig insgesamt
543 629 265 203 278 426 509 032
34 597
6,4
Quelle: Ordnungsamt/Einwohnerregister

62

Anteile (in %)
unter 6 6 - u.15 15 - u.65 65 u.ä.
3,1
1,9
71,1
24,0
4,4
3,6
71,4
20,5
4,4
3,8
72,6
19,3
5,7
5,2
69,4
19,7
7,5
5,7
72,3
14,4
9,0
8,6
70,1
12,3
5,4
5,7
69,8
19,1
6,1
5,5
70,9
17,5
6,9
7,7
70,4
14,9
3,2
4,4
51,4
41,0
6,3
6,3
65,4
22,0
4,0
5,5
57,4
33,1
4,1
4,9
55,1
35,9
4,7
8,1
62,2
25,1
4,9
6,0
60,3
28,9
7,0
6,5
75,1
11,4
6,7
7,9
72,5
12,9
6,5
6,9
71,2
15,4
4,7
5,2
58,7
31,5
4,7
6,4
65,3
23,6
3,4
4,4
61,8
30,5
3,8
6,8
56,5
32,8
4,8
7,8
64,5
22,9
6,6
11,3
63,7
18,4
5,5
7,6
66,1
20,8
5,5
6,8
66,8
21,0
6,9
5,9
72,6
14,6
6,5
7,2
66,0
20,3
4,5
6,2
54,8
34,4
3,7
6,5
64,1
25,7
4,8
7,9
61,9
25,5
4,9
7,8
58,5
28,7
5,9
6,7
65,7
21,6
8,1
6,6
73,1
12,2
6,7
7,2
70,1
16,0
4,3
6,9
54,4
34,4
3,9
5,7
55,7
34,7
5,9
7,3
64,9
21,9
6,5
6,7
67,0
19,9
9,7
10,1
69,9
10,3
7,6
6,2
72,7
13,4
6,6
6,9
68,9
17,6
3,8
5,6
56,5
34,0
5,4
9,2
63,6
21,7
4,7
7,6
68,1
19,6
7,0
7,5
67,5
18,0
4,4
7,0
62,0
26,6
2,9
4,4
52,7
39,9
4,8
7,7
58,3
29,2
3,3
5,5
57,8
33,3
5,1
5,8
63,5
25,6
6,0
8,9
62,1
23,1
3,5
5,6
69,0
21,9
4,6
6,6
60,0
28,8
8,5
5,6
77,1
8,8
7,0
6,9
75,6
10,5
5,6
6,2
64,1
24,1
6,2
6,8
67,5
19,5
4,9
8,0
62,0
25,2
4,0
7,2
62,5
26,3
6,2
6,8
69,2
17,8
4,8
6,6
65,0
23,6
5,3
5,7
63,6
25,4
4,3
6,9
64,4
24,4
5,3
7,2
64,5
22,9
5,0
6,6
64,5
24,0
7,6
7,7
70,1
14,7
7,8
7,4
69,3
15,5
5,0
6,0
54,9
34,0
6,2
6,9
66,6
20,2
6,8
9,2
67,0
17,0
5,1
8,8
64,5
21,6
6,7
7,4
66,4
19,5
5,9
6,7
66,1
21,3
Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

Bevölkerung der Stadt Leipzig mit Hauptwohnung am 30.06.2014 nach Altersjahrgängen
Altersjahrgang
von ... bis
unter ... Jahre

Insgesamt

0- 1
1- 2
2- 3
3- 4
4- 5
5- 6
6- 7
7- 8
8- 9
9 - 10
10 - 11
11 - 12
12 - 13
13 - 14
14 - 15
15 - 16
16 - 17
17 - 18
18 - 19
19 - 20
20 - 21
21 - 22
22 - 23
23 - 24
24 - 25
25 - 26
26 - 27
27 - 28
28 - 29
29 - 30
30 - 31
31 - 32
32 - 33
33 - 34
34 - 35
35 - 36
36 - 37
37 - 38
38 - 39
39 - 40
40 - 41
41 - 42
42 - 43
43 - 44
44 - 45

5 633
5 666
5 504
5 260
5 134
4 927
4 812
4 389
4 195
4 192
4 120
3 667
3 675
3 708
3 609
3 412
3 196
3 023
2 991
3 804
4 887
5 709
6 463
8 308
10 319
10 731
11 203
10 878
10 658
10 503
10 080
10 275
9 539
9 363
9 073
8 589
8 327
7 603
6 492
6 107
5 843
5 626
7 070
7 230
6 970

davon
männweiblich
lich
2 897
2 908
2 809
2 679
2 602
2 526
2 466
2 202
2 194
2 134
2 131
1 865
1 877
1 891
1 893
1 695
1 587
1 515
1 487
1 750
2 195
2 563
3 035
3 870
4 985
5 194
5 582
5 420
5 322
5 349
5 171
5 402
4 949
4 984
4 857
4 570
4 451
4 217
3 434
3 352
3 158
3 054
3 915
3 962
3 754

Quelle: Ordnungsamt/Einwohnerregister

2 736
2 758
2 695
2 581
2 532
2 401
2 346
2 187
2 001
2 058
1 989
1 802
1 798
1 817
1 716
1 717
1 609
1 508
1 504
2 054
2 692
3 146
3 428
4 438
5 334
5 537
5 621
5 458
5 336
5 154
4 909
4 873
4 590
4 379
4 216
4 019
3 876
3 386
3 058
2 755
2 685
2 572
3 155
3 268
3 216

darunter
Ausländer

Altersjahrgang
von ... bis
unter ... Jahre

Insgesamt

davon
männweiblich
lich

darunter
Ausländer

232
238
241
213
216
219
208
226
205
204
245
204
199
215
187
207
206
208
265
511
748
844
825
858
1 031
1 019
1 042
1 046
1 069
1 062
1 037
986
985
843
929
904
780
812
735
708
696
653
627
630
632

45 - 46
46 - 47
47 - 48
48 - 49
49 - 50
50 - 51
51 - 52
52 - 53
53 - 54
54 - 55
55 - 56
56 - 57
57 - 58
58 - 59
59 - 60
60 - 61
61 - 62
62 - 63
63 - 64
64 - 65
65 - 66
66 - 67
67 - 68
68 - 69
69 -70
70 - 71
71 - 72
72 - 73
73 - 74
74 - 75
75 - 76
76 - 77
77 - 78
78 - 79
79 - 80
80 - 81
81 - 82
82 - 83
83 - 84
84 - 85
85 - 86
86 - 87
87 - 88
88 - 89
89 - 90
90 und älter

7 080
7 140
7 189
7 453
7 670
7 775
7 517
7 431
7 024
6 733
6 510
6 025
6 060
6 204
6 214
6 414
6 321
6 317
5 949
6 205
5 185
4 433
4 740
3 566
5 285
6 498
6 149
6 892
6 942
7 138
6 644
5 885
5 517
5 233
4 952
3 755
3 115
3 165
3 044
2 931
2 604
2 182
1 925
1 666
1 336
4 853

3 835
3 796
3 796
3 957
3 997
4 013
3 914
3 852
3 547
3 385
3 214
2 932
2 975
3 015
2 989
3 103
2 962
2 948
2 795
2 874
2 372
1 993
2 211
1 625
2 358
2 919
2 737
3 057
3 074
3 148
2 889
2 444
2 308
2 194
2 059
1 544
1 241
1 216
1 149
1 069
848
728
530
466
341
931

3 245
3 344
3 393
3 496
3 673
3 762
3 603
3 579
3 477
3 348
3 296
3 093
3 085
3 189
3 225
3 311
3 359
3 369
3 154
3 331
2 813
2 440
2 529
1 941
2 927
3 579
3 412
3 835
3 868
3 990
3 755
3 441
3 209
3 039
2 893
2 211
1 874
1 949
1 895
1 862
1 756
1 454
1 395
1 200
995
3 922

636
533
506
454
475
446
444
398
346
326
317
287
243
237
249
226
192
166
166
152
148
129
152
134
83
72
61
76
70
83
98
91
73
47
48
42
36
32
26
26
17
14
17
21
10
42

Leipzig gesamt

543 629

265 203

278 426

34 597

Amt für Statistik und Wahlen Leipzig

Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen [Statistischer Quartalsbericht II/2014]

63

Veröffentlichungen
Statistisches Jahrbuch der Stadt Leipzig (jährlich) (je 25,- €)
Statistischer Quartalsbericht (vierteljährlich) (je 7,- €)

2013
Bundestagswahl 2013 – Ergebnisse und Analysen (5,- €)
Brücken über die Luppefließgewässer (8,- €)
Bevölkerungsvorausschätzung 2013 (5,- €)
Kommunale Bürgerumfrage 2012 - Ergebnisbericht (15,- €)
Sicherheit in Leipzig 2011 – Ergebnisbericht (15,- €)
Kommunale Bürgerumfrage 2012 - Schnellbericht (5,- €)
Oberbürgermeisterwahl 2013 in Leipzig (5,- €)
Straßenabschnittsverzeichnis 2013 (7,50 €)

2012
Ortsteilkatalog 2012 (25,- €)
Migranten in der Stadt Leipzig 2012 (15,- €)
Umweltbildung in Leipzig 2012 (10,- €)
Kommunale Bürgerumfrage 2011 - Ergebnisbericht (15,- €)
Kommunale Bürgerumfrage 2011 - Schnellbericht (5,- €)
Frauen und Männer in Leipzig 2011 (15,- €)

2011
Jugendstudie 2010 - Ergebnisbericht (15,- €)
Fördergebietskatalog (15,- €)
Kommunale Bürgerumfrage 2010 - Ergebnisbericht (15,- €)
Besucherbefragung 2010 - Ergebnisbericht (5,- €)
Straßenabschnittsverzeichnis 2011 (7,50 €)

2010
Leipziger Brücken IV: Brücken über den Karl-Heine-Kanal und den Elster-Saale-Kanal (8,- €)
Ortsteilkatalog 2010 (25,- €)
Migranten in der Stadt Leipzig 2010 (15,- €)
EU-Umfrage zur Lebensqualität in europäischen Städten 2009 (5,- €)
Lebensbedingungen im Zeitvergleich 1991-2009 – Trendreport (15,- €)
Deutschland-Umfrage zu Leipzig 2010 (7,- €)
Kommunale Bürgerumfrage 2009 - Ergebnisbericht (15,- €)

Die Veröffentlichungen des Amtes für Statistik und Wahlen können wie folgt bezogen werden:
Postbezug (zuzüglich Versandkosten):
Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen
04092 Leipzig

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Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen
Burgplatz 1, Stadthaus, Raum 228

Alle Veröffentlichungen des Amtes für Statistik und Wahlen liegen in der Bibliothek des Amtes zur
Einsicht aus, ebenso die Veröffentlichungen des Statistischen Landesamtes des Freistaates
Sachsen, des Statistischen Bundesamtes, weiterer deutscher Städte, des Deutschen Städtetages
und andere. Die statistischen Veröffentlichungen stehen auch unter statistik.leipzig.de zum
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